Veranstaltungen

Andere
nd im Club
11.09. Mittwoch | 18:00

Münzenbergsaal im
Bürogebäude FMP1
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Christoph Hein

Gegenlauschangriff – Anekdoten aus dem letzten deutsch-deutschen Kriege
Gespräch mit Christoph Hein | Moderation: Paul Werner Wagner

Er gilt als der Chronist deutsch-deutscher Verhältnisse, als präziser Sezierer einer einst geteilten Nation, die noch immer nicht richtig zusammengefunden hat – und als fulminanter Geschichtenerzähler. Bestsellerautor Christoph Hein, der bislang vorrangig die Geschichten anderer lebendig werden ließ, erzählt nun von seinen persönlichen Erlebnissen: davon, wie der Vater eines Freundes namens Thomas Brasch diesen verraten hat. Von einem Regisseur, der Das Leben der Anderen verfilmt hat und dabei von Hein mehr über dieses Leben erfahren wollte. Christoph Hein nimmt die deutsch-deutschen Verhältnisse dieses Mal anders in den Blick: anhand persönlicher Erlebnisse, die mal komisch sind, mal bitter, und manchmal beides zugleich.

Mit freundlicher Unterstützung vom Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des Suhrkamp Verlags.

Christoph Hein: Gegenlauschangriff: Anekdoten aus dem letzten deutsch-deutschen Krieg;  Suhrkamp Verlag (2019); ISBN: 978-3518469934

Buchcover Gegenlauschangriff von Christoph Hein
Andere
Film im Gespräch
19.09. Donnerstag | 18:00

Salon | Rosa-Luxemburg Stiftung
Bürogebäude FMP1
Franz-Mehring-Platz 1 10243 Berlin
(030) 44310-0
info@rosalux.org

DEFA 1990, fa, 97 min

Die Architekten

Gespräch mit dem Regisseur Peter Kahane | Moderation: Paul Werner Wagner
Gespräch mit dem Regisseur Peter Kahane | Moderation: Paul Werner Wagner

Der Film erzählt die Geschichte eines Projekts: Junge Architekten sollen für ein riesiges Neubaugebiet ein gesellschaftliches Zentrum entwerfen. Für alle ist es nach Jahren der Routine die erste wirkliche Chance. Daniel hat sich diese Truppe, ehemalige Studienfreunde, selbst zusammensuchen dürfen – wie die glorreichen Sieben. Kino, vietnamesisches Restaurant, Eisdiele, Ecken zum Rumlungern, begrünte Dächer, Zusammenspiel von Natur und Kunst – sie denken sich eine menschenfreundliche Gegend aus. Die wird so nie ausprobiert werden. Nur ein Torso bleibt übrig – ohne die fröhliche Phantasie. Aus runden und achteckigen Entwürfen werden wieder Vierecke, die Kastration betrifft Wesentliches. Die Gruppe löst sich wieder auf. Daniel verliert Frau und Kind, die in den Westen gehen. Peter Kahanes Film problematisiert die Behinderung einer freien Entfaltung der Kreativität, er thematisiert den Generationskonflikt in der DDR und verweist auf die fehlende Identifikation mit dem eigenen Land. Der Film beschreibt auch das Drama einer Generation der damals Vierzigjährigen, die in der DDR einfach nicht zum Zuge kamen.

Regie: Peter Kahane; Drehbuch: Thomas Knauf und Peter Kahane; Kamera: Andreas Köfer;
Musik: Tamas Kahane; Darsteller: Kurt Naumann, Rita Feldmeier, Jörg Schüttauf, Jürgen Watzke,
Ute Lubosch, Uta Eisold, Christoph Engel, Joachim Tomaschewsky,  u. a.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und der DEFA-Stiftung und mit freundlicher Unterstützung der Tageszeitung neues deutschland. Eintritt frei.

Foto: ©DEFA-Stiftung | Christa Köfer
Szenenfoto
nd-Filmclub special
06.10. Sonntag | 11:00

Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin-
Weißensee
(030) 92 79 12 00
kontakt@kino-toni.de
Eintritt: 9 / erm. 7 Euro

DFF 1963, s/w, 63 min

Lucie und der Angler von Paris

Sonntags-Film-Matinee
Gespräch mit Annekathrin Bürger und Hans Müncheberg | Moderation: Paul Werner Wagner

Paris, im Spätsommer des Jahres 1938: Die Kunststudentin Lucie, eine Fabrikantentochter, hat ihren Freund Henri seit Monaten nicht mehr gesehen. Eines Tages findet sie ihn am Ufer der Seine als Angler wieder. So hat sich Henri, der in der Illegalität für die Kommunistische Partei arbeitet, getarnt. Der drohende Krieg und die Liebe füreinander führt die beiden in den wenigen verbleibenden Stunden der letzten gemeinsamen Nacht zusammen.

Im Jahre 1941 hatte Friedrich Wolf (1888-1953) die Erzählung Lucie und der Angler von Paris verfasst, basierend auf Erlebnissen seiner Pariser Emigrationsjahre.
 
Regie: Kurt Jung-Alsen; Szenarium: Hans Müncheberg; Kamera: Helmut Bergmann;
Musik: Helmut Nier; Darsteller: Annekathrin Bürger, John Rees, Maika Joseph, Hans Klering, Hannes W. Braun, Martin Flörchinger (Erzähler)

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft in Kooperation mit Deutsches Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg, Kino TONI, Studio Hamburg Enterprises, Tageszeitung neues deutschland und Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Der Aufbau Verlag macht »Lucie und der Angler von Paris« ab Mai 2020 mit einer Neuausgabe endlich wieder lieferbar.

Foto: © Deutsches Rundfunkarchiv / Rudolf Meister
Szenenfoto
Andere
nd im Club
06.11. Mittwoch | 18:00

Münzenbergsaal im
Bürogebäude FMP1
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Egon Bahr

Was nun? – Ein Weg zur deutschen Einheit
Gespräch mit Prof. Dr. Peter Brandt | Ehrengast: Prof. Dr. Adelheid Bahr | Moderation: Paul Werner Wagner

Im März 1966 stellt Egon Bahr ein Manuskript fertig. Unter dem Titel „Was nun?“ skizziert er, damals Pressesprecher des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, darin eine neue Ost- und Deutschlandpolitik. Er übergibt es stolz seinem Chef – und der Text verschwindet in der Schublade. Angesichts der Möglichkeit einer Großen Koalition berge die Denkschrift zu viel Sprengstoff, fürchtet Willy Brandt. Doch die beiden machen sich schon bald daran, Bahrs Konzept im Zuge der „Neuen Ostpolitik“ Schritt für Schritt zu verwirklichen: Sie lassen die Hallstein-Doktrin hinter sich, setzen auf „Wandel durch Annäherung“ und bringen die Ostverträge auf den Weg. Brandts Kniefall in Warschau steht bis heute sinnbildlich für diese Politik. Dem Kanzler wird sie den Friedensnobelpreis einbringen, seinem wichtigsten Berater und engsten Freund den Ruf des brillanten außenpolitischen Analytikers.

30 Jahre nach dem Mauerfall wird Egon Bahrs Denkschrift nun im Suhrkamp Verlag veröffentlicht. Herausgeber ist der  Historiker Prof. Dr. Peter Brandt, der Bahrs Strategie in das politische Spannungsfeld der sechziger Jahre einordnet. Ein historisches Dokument ersten Ranges.

Egon Bahr: Was nun? Ein Weg zur deutschen Einheit; Suhrkamp Verlag (2019); ISBN: 978-3518428764

Buchcover: Egon Bahr - Was nun?
Andere
Lesung und Gespräch
02.12. Montag | 18:00

Salon | Rosa-Luxemburg- Stiftung
Bürogebäude FMP1
Franz-Mehring-Platz 1 10243 Berlin
(030) 44310-0
info@rosalux.org

Konrad Wolf

Chronist im Jahrhundert der Extreme
Lesung und Gespräch mit Dr. Antje Vollmer und Hans-Eckardt Wenzel Moderation: Paul Werner Wagner

Im Verlag  DIE ANDERE BIBLIOTHEK  erscheint im Herbst 2019 Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme.  Autoren sind die ehemalige Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestags Dr. Antje Vollmer und der Musiker, Sänger und Schriftsteller Hans-Eckardt Wenzel. Durch den Blick auf Leben und Werk von Konrad Wolf, dem wichtigsten Filmemacher der DDR, wird die vernachlässigte Perspektive Ostdeutschlands auf die Verheerungen und Hoffnungen des 20. Jahrhunderts rekonstruiert. Seine Filme geben Aufschluss über die Gründe und Verheißungen einer »sozialistischen Alternative«; dialogisch entwickeln Antje Vollmer aus dem Westen und Hans-Eckardt Wenzel aus dem Osten eine gesamtdeutsche Erzählung vom Scheitern und Gelingen – vom Verhältnis von Kunst zu Wirklichkeit.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und freundlicher Unterstützung von DEFA-Stiftung und Tageszeitung neues deutschland.

Dr. Antje Vollmer, Hans-Eckardt Wenzel: Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme; Verlag: Die Andere Bibliothek (2019); ISBN: 978-3847704164

 

Buchcover: Konrad Wolf - chronist im jahrhundert der extreme
nd im Club
11.12. Mittwoch | 18:00

Münzenbergsaal im
Bürogebäude FMP1
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zum 200. Geburtstag von Theodor Fontan

„Wir sind gut beraten, Fontane auf kein Podest zu stellen“

Gespräch mit Prof. Dr. Roland Berbig, Vorsitzender der Theodor-Fontane-Gesellschaft | Moderation: Paul Werner Wagner

Theodor Fontane – Preußendichter und Wanderer, Journalist und Schriftsteller. Ist sein Werk überhaupt noch zeitgemäß? Theodor Fontane hatte viele Facetten.  Eine der größten seiner Stärken sei, dass seine Werke auch heute noch viele Anknüpfungspunkte bieten. Das mache Fontane einzigartig. Seine Stärke sei es gewesen, Stoff und Wissen zu ordnen. Auch sein „unglaublicher“ Humor zeichnet den Schriftsteller aus. Mit dem  Stechlin (1897) hinterließ Fontane einen märkischen und zugleich politischen Roman. Die Skepsis und Desillusionierung, mit der der alte Fontane seine Zeit beurteilt, ist groß. Das macht ihn zu einem modernen Autor.

Prof. Dr. Roland Berbig: Theodor Fontane Chronik; Verlag: De Gruyter; ASIN: B01LP28580

Foto: ©Privatarchiv Prof. Dr. Roland Berbig
Prof. Dr. Roland Berbig
Weihnachtsgans Auguste Markt
13.12. Freitag | 12:00

Weihnachtsgans-
Auguste-Markt
Schlossplatz 1
16515 Oranienburg

Öffnungzeiten:  
12:00 – 20:00 Uhr

13. -15. Dezember ab 12:00 Uhr

Alle Jahre wieder…

Weihnachtsgans Auguste Markt in Oranienburg

Am jeweils 3. Adventswochenende ist »Weihnachtsgans-Auguste-Markt« in Oranienburg. Dieser ganz besondere Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz würdigt seine literarische Namensgeberin: die Weihnachtsgans Auguste nach Friedrich Wolfs gleichnamiger Geschichte. Der Autor wohnte einst im Ortsteil Lehnitz und hat dort auch seine beliebte Geschichte rund um das zutrauliche Federvieh im Strickpullover und Peterle verfasst. Jedes Jahr sorgen die festlich geschmückte Tanne, Feuerschalen und tausende Lichter für eine heimelige Atmosphäre auf dem Schlossplatz. Eine strahlende Weihnachtsgans Auguste beobachtet vom Schlossbalkon aus das vorweihnachtliche Treiben.

Auch die Friedrich-Wolf-Gesellschaft hat traditionell ihren Platz auf dem Weihnachtsmarkt und sorgt mit Büchern und CDs der Geschichte »Die Weihnachtsgans Auguste« dafür, dass jeder seine »Gustje« mit nach Hause nehmen kann.

Foto: © Günther Wolfram