Veranstaltungen

Lehnitzer Lesung und Gespräch
Lehnitzer Forum – online –
14.03. Sonntag | 15:00

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Beginnen werden wir mit einem Gespräch, das Paul Werner Wagner mit Prof. Dr. Carsten Gansel zum Thema „30 Jahre Deutsche Einheit und das kulturelle Erbe der DDR" geführt hat.

Literatur im Dialog

Prof. Dr. Carsten Gansel im Gespräch mit Paul Werner Wagner
März 2021

Hier der Link zur Aufnahme:    https://www.youtube.com/watch?v=U3f_u_YRGV8

 

Prof. Dr. Carsten Gansel ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer (Professor für Neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik an der Justus-Liebig-Universität Gießen) . Er hat mehr als 250 wissenschaftliche Aufsätze verfasst, die sich mit Autoren wie Gotthold Ephraim Lessing, Hermann Hesse, Erich Kästner, Hans Fallada, Johannes R. Becher, Erich Loest, Hans Werner Richter, Uwe Johnson, Christa Wolf, Brigitte Reimann, Günter Grass, Erwin Strittmatter oder Jenny Erpenbeck beschäftigen. Darüber hinaus hat er in Beiträgen unterschiedliche Literatursysteme untersucht, ist dem Verhältnis von Literatur und Gedächtnis nachgegangen oder hat sich auf der Grundlage der systemtheoretischen Arbeiten von Niklas Luhmann seit 2008 mit der Rolle von Störungen in Literatur- und Mediensystemen auseinandergesetzt.

 

Carsten Gansel hat mehr als 70 Publikationen verantwortet, die der Literatur des 19. bis 21. Jahrhunderts gewidmet sind und ausgewählten Fragen der Theorie der Literatur nachgehen.

Darüber hinaus ist er Autor und Mitherausgeber von Lehrwerken für den gymnasialen Deutschunterricht, die im Cornelsen Verlag erschienen sind („Deutsch plus“).
Hervorzuheben sind auch seine neuesten Bücher und Veröffentlichungen, zum einen „Erzählen über Kindheit und Jugend in der Gegenwartsliteratur: Geschichten vom Aufwachsen in Ost und West“ und zum anderen der von ihm herausgegebene Schriftwechsel zwischen Brigitte Reimann und Wolfgang Schreyer unter dem Titel „Ich möchte so gern ein Held sein“ (Mitherausgeberin: Kristina Stella).  Ebenso verdienstvoll ist die Herausgabe von Werner Lindemanns nachgelassenen Erinnerungen „Beichte. Ein Lebensbericht“.

Wir bedanken uns beim Brandenburgischen Literaturrat für die freundliche Unterstützung aus Mitteln des MWFK sowie beim Kreisverband Oberhavel der Partei Die Linke für die technische Unterstützung.

             

 

Foto: Buchcover
ASIN: B01ATPTFWY | ISBN-10 : 3957321174
Buchcover: Literatur im Dialog. Gespräche mit Autorinnen und Autoren 1989 – 2014
Lehnitzer Lesung und Gespräch
Literatur im Dialog -- online --
18.04. Sonntag | 18:00
Wir setzen unsere Lehnitzer Reihe fort mit einem Gespräch zum neuesten Buch von Daniela Dahn:

TAMTAM UND TABU.

Die Einheit: Drei Jahrzehnte ohne Bewährung.
Ein Buch von Daniela Dahn und Rainer Mausfeld. Paul Werner Wagner im Gespräch mit Daniela Dahn.

1990 gilt als das wichtigste Jahr der Nachkriegsgeschichte. Alles scheint gesagt. Die Tabus überdauern.

Die renommierte Essayistin und Mitbegründerin des "Demokratischen Aufbruchs" in der DDR Daniela Dahn und der Kognitionsforscher Rainer Mausfeld nehmen sie ins Visier mit einem Blick auf bislang unterschätzte Zusammenhänge. Daniela Dahn untersucht, wie in atemberaubend kurzer Zeit die öffentliche Meinung mit großem Tamtam in eine Richtung gewendet wurde, die den Interessen des Westens entsprach. Mit ihrer stringenten Zusammenschau reichen Materials aus den Medien wird das offizielle Narrativ über die Wende erschüttert. Rainer Mausfelds Analyse zeigt die Realität hinter der Rhetorik in einer kapitalistischen Demokratie. Die gemeinschaftlichen Analysen werden in einem grundlegenden Gespräch vertieft und liefern einen schonungslosen Befund des gegenwärtigen Zustands der Demokratie.

Wir bedanken uns beim Brandenburgischen Literaturrat für die freundliche Unterstützung aus Mitteln des MWFK sowie bei Enrico Geissler vom Kreisverband Oberhavel der Partei Die Linke für die technische Unterstützung.

ISBN-13 : 978-3864893131
Lehnitzer Lesung und Gespräch
Literatur im Dialog -- online --
30.03. Dienstag | 18:00

https://youtu.be/EEpBbxbkD2s

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Unsere zweite Gesprächsveranstaltung 2021 gilt folgendem Thema:

Gunnar Decker: „Zwischen den Zeiten – Die späten Jahre der DDR“

Ein neuer Blick auf die Literatur der späten DDR-Jahre
Paul Werner Wagner im Gespräch mit Gunnar Decker

Hier der Link zur Aufnahme: http://youtu.be/EEpBbxbkD2s

 

Das Buch von Gunnar Decker erzählt die Spätphase der DDR als Geschichte ihrer damaligen Literatur. Dadurch möchte der Autor den „westlichen Siegerblick“ korrigieren und zeigen, dass der Emanzipationsprozess in der DDR lange vor 1989 begann.

30 Jahre nach der deutschen Einheit sind diejenigen, die die Vorwende- und Wendezeit als junge Menschen erlebt haben, in einem Alter, in dem man sich erinnert, sich seiner vielleicht noch einmal selbst vergewissert, einiges vor dem Vergessen bewahren, anderes geraderücken will.

Literatur ist immer Teil der Gesellschaft, oft Teil der Politik, in der DDR war sie beides in besonderem Maß. „Kunst“, schreibt Gunnar Decker, „war in der DDR nicht allein Lebens- sondern Überlebensmittel.“ Autorinnen und Autoren hatten großes Selbstbewusstsein – „kein Wunder, ihre Stellung in der DDR-Gesellschaft ist königgleich“.

Die Biermann-Ausbürgerung hatte die DDR-Gesellschaft 1976 in eine Melancholie gestürzt, aus der sie 1985 mit Michail Gorbatschow erwachte. Jetzt kehrte die Utopie zurück. Vor allem Intellektuelle, Künstler und Aussteiger aller Art lebten sie. Dem westlichen Siegerblick nach 1990, der die Geschichte der Ostdeutschen bis heute dominiert, entgeht zumeist dieser Emanzipationsprozess, der lange vor 1989 einsetzte. Umso mehr scheint hier eine Korrektur nötig: die Aneignung der eigenen – höchst widersprüchlichen – Geschichte durch die Akteure dieser Geschichte.

Wir bedanken uns beim Brandenburgischen Literaturrat für die freundliche Unterstützung aus Mitteln des MWFK sowie bei Enrico Geissler vom Kreisverband Oberhavel der Partei Die Linke für die technische Unterstützung.

Buchcover
Lehnitzer Lesung und Gespräch
online
13.12. Sonntag | 15:00

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Hans-Eckardt Wenzel

Konrad Wolf: Chronist im Jahrhundert der Extreme
Moderation: Paul Werner Wagner

Link zum Gespräch auf Youtube >>

Im Verlag  DIE ANDERE BIBLIOTHEK  erschien im Herbst 2019 "Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme". Der Musiker, Sänger und Schriftsteller Hans-Eckardt Wenzel und die ehemalige Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestags Dr. Antje Vollmer werfen einen Blick auf Leben und Werk von Konrad Wolf, des wichtigsten Filmemachers der DDR. Rekonstruiert wird die vernachlässigte Perspektive Ostdeutschlands auf die Verheerungen und Hoffnungen des 20. Jahrhunderts. Wolfs Filme geben Aufschluss über die Gründe und Verheißungen einer "sozialistischen Alternative"; dialogisch entwickeln Antje Vollmer aus dem Westen und Hans-Eckardt Wenzel aus dem Osten eine gesamtdeutsche Erzählung vom Scheitern und Gelingen – vom Verhältnis von Kunst zu Wirklichkeit.

Mit freundlicher Unterstützung des Brandenburgischen Literaturrates aus Mitteln des MWFK.

https://www.facebook.com/Friedrich-Wolf-Gesellschaft-103377321619022

Dr. Antje Vollmer, Hans-Eckardt Wenzel: Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme; Verlag: Die Andere Bibliothek (2019); ISBN: 978-3847704164

 

Buchcover: Antje Vollmer und Hans-Eckardt Wenzel