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Der neue postliberale Kapitalismus und wie er die Welt und Deutschland im Innern verändert
Wir erleben heute einen weltgeschichtlichen Umbruch.500 Jahre europäischer und nordatlantischer Dominanz der Welt enden, und ein nachwestliches Zeitalter ist eingetreten. Das Zentrum der Weltwirtschaft hat sich von Norden und Westen nach Süden und Osten verschoben. China gelingt, woran die Sowjetunion am Ende historisch scheiterte. Verbunden mit dem Aufstieg Chinas ist auch der des globalen Südens. Eine multipolare Welt ist geboren und irreversibel. Zugleich schließt dies Versuche, diesen Prozess aufzuhalten, nicht aus. Entstanden ist damit eine Welt voller Risiken, die Züge der Zeit vor 1914 aufweist. Die Frage ist, wie diese Risiken minimiert werden mögen. Eine neue Blockkonfrontation droht die Chancen einer sozial gerechten, demokratisierten, friedlichen Welt dauerhaft zu untergraben. Die Welt steht am Scheideweg, ein ökonomisch kriselndes und zunehmend isoliertes Europa vor großen Entscheidungen und Herausforderungen.
Der Vortrag beschäftigt sich mit diesen Fragen und beschreibt die Auswirkungen der neuen Welt(wirtschafts)ordnung auf Deutschland und seine Gesellschaftsstruktur. Er befragt die deutsche und europäische Aufrüstungspolitik nach ihren ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Konsequenzen und schlägt Wege für einen alternativen Weg aus Deutschlands und Europas tiefer Krise vor, die im Einklang mit der sozialen Gerechtigkeit, der Demokratie, dem Frieden und der Ökologie stehen.
Ingar Solty ist Referent für Zeitdiagnose bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Autor zahlreicher Bücher wie „Die USA unter Obama“ (2013), „Trumps Triumph?“ (2025), „Innere Zeitenwende“ (2026, i.E.) und der 36-bändigen „Edition Marxismen“ (2025-2027).
Gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.
Eintritt: 10 €
