Veranstaltungen

Lehnitzer Lesung und Gespräch
17.02. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Kam, sah und stolperte

Christian Grashof und Paul Werner Wagner im Gespräch

Christian Grashof gehört seit knapp fünf Jahrzehnten zu den prägenden Darstellern des Deutschen Theaters in Berlin. In seiner Darstellungskunst vereinen sich die Seelen des Clown und des Tragöden. Grashof war gleichsam das Gesicht der aufsehenerregenden Ära des Regisseurs Alexander Lang. Er brillierte auch in Aufführungen von Friedo Solter und Thomas Langhoff. Das gemeinsam mit Hans-Dieter Schütt geschaffene autobiografische Gesprächsbuch Kam, sah und stolperte beschreibt eindrucksvoll den Weg des Arbeiterkindes aus dem sächsischen Löbau zum unverwechselbaren Protagonisten auf der Bühne und bei Film und Fernsehen. Im Oktober 2018 wurde Christian Grashof Ehrenmitglied des Deutschen Theaters Berlin.

Grashof, Christian: Kam, sah und stolperte, Verlag: Theater der Zeit, 2018, ISBN-13: 978-3957491626
Christian Grashof
Lehnitzer Lesung und Gespräch
17.03. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
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(03301) 52 44 80

Buenos dias, Kuba

Der Autor Landolf Scherzer im Gespräch mit Paul Werner Wagner

Landolf Scherzer (Jahrgang 1941) studierte Journalistik in Leipzig und begann schon mit unbequem genauem Blick Menschen in ihren realen Lebensverhältnissen zu beschreiben. So vorzeitig exmatrikuliert, arbeitete Scherzer über Jahre bei der Thüringer  Zeitung  Freies Wort, wurde früh freischaffend und begann zu reisen. Wie in der DDR erschloss er sich Russland, Afrika, China über Menschen, denen er sehr nahe kommt, um auch in die Tiefe sehen zu können. Sein bekanntestes Buch in der DDR  Der Erste ließ am Leben eines Kreissekretärs von Bad Salzungen zwischen Wollen und Zwängen schon nachvollziehen, warum die DDR so nicht mehr fortexistieren konnte. Das Nachwendebuch  Der Zweite verlangte Landolf Scherzer viel ab, denn es war ein „Westimport“, ein Christdemokrat, der nun für die Geschicke des Kreises zuständig wurde. Beide wussten sehr wenig von den Welten des Anderen, die hier aufeinanderprallen sollten. Das jüngste Buch Landolf Scherzers  Buenos días, Kuba  bewegt sich wieder in einem Land des Umbruchs entlang der Grenze zwischen Hoffen und Scheitern, wie sie vielen Lesern hier im Osten noch in den Knochen steckt. Ein Buch voller Sympathie und Melancholie.

Foto: ©Anne Krausz
Landolf Scherzer: Buenos días, Kuba. Reise durch ein Land im Umbruch, Aufbau Verlag, 2019, ISBN: 978-3351037130
Portrait Landolf Scherzer
Lehnitzer Lesung und Gespräch
07.04. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
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(03301) 52 44 80

Nenn mich November

Über die Halbwertzeit der Liebe und den Eigensinn der Hoffnung
Die Autorin Kathrin Gerlof im Gespräch mit Paul Werner Wagner

Kathrin Gerlof, 1962 als Lehrerinnentochter in Köthen geboren, ist ein Kind der Provinz, das dann sehr intensiv inmitten der großen Städte lebte, studierte und als Autorin arbeitete. Ihre Figuren in dem Roman Nenn mich November sind aus beiden Welten, die fast ungebremst in einem Dorf aufeinandertreffen. Damit nicht genug, brechen Genmanipulation für Biogas und Flüchtlinge in alten Zwangsarbeiterbaracken in das schlichte Dorfleben ein und zwingen Alteingesessene und Neusiedler, sich zu diesen neuen Zumutungen zu verhalten.

Als politisch-satirische Autorin für Zeitschriften und Verlage sieht Kathrin Gerlof auch als Schriftstellerin sehr genau und pointiert auf das, was mit Menschen in ihren Milieus passiert, wenn sie von dem erwischt werden, das bislang immer nur Nachrichten von „draußen“ waren. Meist sind es Frauenfiguren, die dann stärker werden – auch wenn es einen hohen Preis kostet. Die Romane von Kathrin Gerlof handeln wie ihre journalistischen Arbeiten von uns, auch wenn wir darin nicht vorkommen.

Gerlof, Kathrin: Nenn mich November, Aufbau Verlag, 2018, ISBN-13: 978-3351037239
Buchcover: Nenn mich November
Lehnitzer Lesung und Gespräch
09.06. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

He, du Glückliche

29 Lebensgeschichten
Autorinnen Monika Stenzel und Ulrike Jackwerth im Gespräch mit Paul Werner Wagner

Fast vierzig Jahre nach dem bahnbrechenden Interview-Buch  Guten Morgen, du Schöne von Maxie Wander befragten die Autorinnen Monika Stenzel und Ulrike Jackwerth ostdeutsche Großmütter, Töchter und Enkelinnen, wie sie heute ihr Leben meistern, was sie glücklich macht, was Heimat für sie bedeutet. Wie haben sie die umwälzenden gesellschaftlichen Veränderungen nach 1989 erlebt, wie sich in der „westlichen Rea­lität“ zurechtgefunden? Und was bedeuten die gesellschaftlichen und biografischen Umbrüche für die nachfolgende Generation? Mitteldeutscher Verlag

In spannenden, unterhaltsamen und oftmals berührenden Porträts werden die Frauen und ihre Geschichten vorgestellt, kann man Anteil nehmen an ihren Erfahrungen und Erlebnissen.  Mitteldeutscher Verlag

„Es sind Erzählungen, die Bekanntschaften gleichen, Begegnungen, die einen streifen und manchmal auch mitten ins Herz treffen.“ John von Düffel

Stenzel, M. und Jackwerth, U.: He, du Glückliche!: 29 Lebensgeschichten, Mitteldeutscher Verlag, 2018, ISBN 978-3-96311-025-2
Buchcover-He-Du-Glueckliche