Friedrich Wolf Gesellschaft

Termine

Samstag, 04.05.

18.00 Uhr,

Evangelische Kirche in Schmachtenhagen bei Oranienburg

 

Orgelkonzert mit Gespräch

Dr. Hartmut Haupt (Jena)

Moderation: Paul Werner Wagner


Dr. Hartmut Haupt wuchs in einer musik­­liebenden Familie auf und zog mit ihr 1936 aus dem Heimatort Bonn nach Jena, wo der Vater an der Frauen­klinik tätig wurde. Seit dem 9. Lebensjahr spielte der begabte Junge Klavier und später ­Orgel. Nach dem Physikstudium ­arbeitete Hartmut Haupt zunächst  als Ingenieur bei Jenapharm. 

Der Orgel hielt er weiter die Treue und wurde Mitte der 60-er Jahre freischaffender Orgelsachverständiger für das Institut für Denkmalpflege in Erfurt. Er hat sich über Jahrzehnte um die Orgellandschaft in Mitteldeutschland verdient gemacht.  Dr. Hartmut Haupt liebt die „Königin der Instrumente“ und versteht es meisterhaft, die Zuhörer  mit seinem Orgelspiel zu bezaubern.

 

Auftakt zum Frühlingsfestes der Friedrich-Wolf-Gesellschaft.

 

 

 

Sonntag, 05.05.

14.00 Uhr,

Friedrich-Wolf-Gedenkstätte 

Lehnitz, Alter Kiefernweg 5

 

Frühlingsfest  

der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

 

 

Im Jahr des 125. Geburtstages von Friedrich Wolf laden wir Mitglieder und Gäste ein, mit uns in Haus und Garten von Else und Friedrich Wolf den langersehnten Frühling mit Freude und Freunden zu feiern. 

 

 

14.00 Uhr

Eröffnung mit Kaffee, Kuchen, Wein, Bratwurst und Bier

Die Bewirtung übernimmt das „Schweizerhaus“ Lehnitz

Musik mit den B-Mol-Jazzern

Die Jazzformation mit Musikern aus Berlin und Brandenburg sorgt für swingende Frühlingslaune

 

15.00 Uhr

Im Gespräch: Jutta Wachowiak

Moderation: Paul Werner Wagner

Schauspielerin Jutta Wachowiak wird befragt nach ihrer künstlerischen Arbeit und ihrer Hauptrolle in dem DEFA-Film „Das Haus am Fluss“ nach Friedrich Wolfs Erzählung „Der Russenpelz“.

 

16.30 Uhr

Eröffnung der Ausstellung EIN HAUS, DAS LEBT

20 Jahre Gäste der Friedrich-Wolf-Gesellschaft in der Lehnitzer Gedenkstätte in Fotos dokumentiert von Günther Wolfram. 

Die Eröffnung wird musikalisch begleitet von Schülern des Mosaik-Gymnasiums Oranienburg

Im Anschluss Führung durch die Gedenkstätte und Zeit für Gespräche und Entspannung.

 

 

 

Sonntag, 12.05.

15.00 Uhr,

Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Lehnitz, Alter Kiefernweg 5

 

Internationaler Museumstag

 

Markus Coelen, Architekt

Möbel für Familie Wolf

Die Innenarchitektin Ida Liefrink Falkenberg

Die Holländerin Ida Liefrink arbeitet früh mit ­bekannten Architekten wie J. J. P. Oud in ­Rotterdam.  Nach dem ­Studium in Zürich lernt sie in den Deutschen ­Werk­stätten ­Hellerau. Mit ihrem Mann, dem Kommunisten Otto Falkenberg, muss sie wieder nach Holland emigrieren. Sie entwirft Rattanmöbel und Glasdesign und reist zu den inter­nationalen Architektenkongressen der Avangarde. 1940 wird Otto Falkenberg verhaftet und im KZ Sachsen­hausen interniert. Nach der Befreiung arbeitet Ida Liefrink, die sich Liv Falkenberg nennt, an wichtigen Aufträgen und richtet 1948 das Haus von Friedrich Wolf ein, heute ein seltenes Zeugnis des modernen Möbeldesigns in Verbindung mit der Handwerkskunst Helleraus. 

 

Dr. Hildtrud Ebert, Kunstwissenschaftlerin

„Möbelkunst statt Kastenschränke“

Genau das forderte 1952 das Institut für Innenarchitektur der Deutschen Bauakademie auf seiner ersten Möbel­konferenz. Damit erreichte der „Kampf gegen den Formalismus“ 1952 auch die Möbelproduzenten der DDR. Die Kampagne ­richtete sich in erster Linie gegen die „geistige Armut“ und „Kunst­losigkeit“ der Möbel aus den Deutschen Werkstätten ­Hellerau. Walter Ulbricht persönlich hatte auf einer ­Tagung zu Fragen der Innenarchitektur an der Deutsche Bau­akademie die Rückkehr zu den „Meistern der Möbelkunst“ gefordert. Die Möbelkunst-Kampagne gehörte in den zeit­geschicht­lichen Kontext der antimodernen Kulturpolitik in der DDR der frühen 1950er Jahre.

 

 

 

 

Mittwoch, 15.05.

18.00 Uhr,

Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Lehnitz, Alter Kiefernweg 5

 

ND- FILMCLUB im KINO TONI

Beschreibung eines Sommers (DEFA 1963, s/w, 80 min) 

Gäste: Christel Bodenstein und Manfred Krug (angefragt)

Moderation: Paul Werner Wagner

 

Regie: Ralf Kirsten 

Drehbuch: Karl-Heinz Jakobs und Ralf Kirsten

 

Auf der Großbaustelle Schwedt an der Oder, wo ein neuer Industriekomplex entsteht, treffen sich der Ingenieur Tom Breitsprecher (Manfred Krug) und die FDJ-Sekretärin Grit (Christel Bodenstein). Er ist ein guter Fachmann, den Politik nicht interessiert. Nachlässigkeit und Unvermögen der bunt zusammengewürfelten Jugendbrigade regen ihn auf. Sie hat sich vor ihrer in die Krise geratenen Ehe auf die Großbaustelle geflüchtet und lässt sich auf einen zunächst unverbindlichen Flirt mit Tom ein, dem der Ruf vorauseilt, ein Frauenheld zu sein. Bald entsteht echte Zuneigung. Grit gerät in Konflikte, da die Moralvorstellungen der 50er Jahre noch recht eng sind, und das Kollektiv von ihr vorbildliches Verhalten auch in privater Hinsicht erwartet. Grit steht zu ihrer Liebe und schafft klare Verhältnisse. Die Sympathien gehören dem von Krug verkörperten Individualisten, der mit Kritik nicht hinter dem Berg hält. Die Premiere des Films fand am 15. Januar 1963 im Kulturhaus Schwedt statt. Er wurde ein großer Erfolg und verzeichnete im ersten Jahr rund drei Millionen Kinobesucher.  Tom und Grit wurden in den 1960er-Jahren beliebte Vornamen.

Eine Veranstaltung von neues deutschland, Friedrich-Wolf-Gesellschaft und KINO Toni & Tonino.

 

 

 

 

Mittwoch, 12.06.

18.30 Uhr,

Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

 

ND im CLUB

Edzard Reuter 

„Die Egorepublik Deutschland - Wie uns die Totengräber Europas in den Abgrund reißen“

Moderation: Paul Werner Wagner

 
Der Ehrenbürger von Berlin, Edzard ­Reuter, appelliert: Wir müssen uns wieder auf ­unsere Kräfte und Fähigkeiten besinnen und nicht durch panischen Pessimismus die Zukunft unserer Kinder aufs Spiel ­setzen. ­Direkt und unverblümt fängt er die in verschiedensten Milieus angesiedelten anti­europäischen Reflexe ein und setzt ihnen seine profunde ­historische Analyse und seine Zukunftsgewandtheit entgegen. Sein Text bringt das, was alle vermissen: eine kraftvolle und begeisternde Vision, die uns wappnet für die harte Herausforderung, der wir gegenüberstehen. 

Eine Veranstaltung von neues deutschland und Friedrich-Wolf-Gesellschaft.

 

 

 

 

Sonntag, 16.06.

18.30 Uhr,

Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Lehnitz, Alter Kiefernweg 5

 

Lehnitzer Lesung

Daniela Dahn 
„Wir sind der Staat. Warum Volk sein nicht genügt“
Moderation: Paul Werner Wagner
 
Daniela Dahn denkt gründlich darüber nach, wie denn die Herrschaftsverhältnisse der neuen Gesellschaft aussehen könnten. Das ist so bei ­Revolutionären: Sie denken vor. Und dass die Autorin schon einmal an einer Revolution ­beteiligt war, jener, die mit der Losung “Wir sind das Volk” hoch ­gesprungen war und dann mit der Bitte um 
“Ein Volk” ­kläglich landete, schärft das Denkvermögen. Und an diesem Vermögen lässt uns Frau Dahn mit ihrem neuen Buch WIR SIND DER STAAT großzügig teilhaben. Ein sprachliches und intellektuelles Lese­vergnügen, das neben der radikalen Analyse der jetzigen Gesellschaft ­einen wunderbaren Plan für deren Perspektive liefert.

 

 

 

 

Mittwoch, 19.06.

18.00 Uhr,

Kino Toni am Antonplatz in Berlin-Weißensee

 

ND- FILMCLUB im KINO TONI

DÄMMERUNG – Ostberliner Bohème der 50er Jahre (D 1993, 98‘)
80. Geburtstag von Peter Voigt Dokumentarfilmer, Brecht-Schüler 
Gäste: Peter Voigt und Kameramann Christian Lehmann
Moderation: Paul Werner Wagner
 
Peter Voigt geboren am 26. Mai 1933 in Dessau, 1953-1958 Regieassistent beim Berliner Ensemble, Arbeit als Regisseur und Autor im Studio Heynowski & Scheumann sowie im DEFA Studio für Dokumentarfilme. Filmzyklus über deutsche Geschichte von 1933-1953: „Stein schleift Schere“, „Knabenjahre“, „Frühlings Erwachen“, „Metanoia“, Filme zu Brecht: „Der Zögling“, “Theaterarbeit“,  „Episches Theater“, „Eine Hinterlassenschaft“, weitere Filme: „Dämmerung - Ostberliner Bohème der 50er Jahre“, „Wieland Förster - Protokoll einer Gefangenschaft“,  „Ich bin Ernst Busch“, „Busch singt – Aurora Morgenrot“.
Eine Veranstaltung von neues deutschland, Friedrich-Wolf-Gesellschaft und KINO Toni & Tonino. 
 

 

 

 

 

 

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