Veranstaltungen

Lehnitzer Lesung und Gespräch
23.04. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Friedrich Wolf und der Antikriegsfilm

Gespräch mit Hans Müncheberg | Moderation: Paul Werner Wagner

Hans Müncheberg wurde 1929 in Templin / Uckermark geboren. Er kam als Zehnjähriger auf die Napola in Potsdam und wurde mit Fünfzehn in einem Kampfeinsatz schwer verwundet. Später Landarbeiter, daneben 1948 Abitur und nach einem Arbeitseinsatz im Formstahl- und Walzwerk Riesa Student der Pädagogik. 1951 Examen. Bis Ende 1952 Dramaturgieassistent im DEFA-Spielfilmstudio. Ab 1953 Dramaturg und Autor beim Deutschen Fernsehfunk / Fernsehen der DDR. Er war an rund 100 Stoffentwicklungen beteiligt und schrieb die Drehbücher für rund 30 Fernsehspiele und Filme. Hans Müncheberg lernte durch die Fernsehverfilmung von Der verschenkte Leutnant den Autor Friedrich Wolf persönlich kennen und schätzen. Auch für die Verfilmung von Lucie und der Angler von Paris schrieb er das Drehbuch. Lesenswert ist sein Erinnerungsbuch Blaues Wunder aus Adlershof.

ISBN: 978-3360009241
Buchcover "Blaues Wunder aus Adlershof"
nd-Filmclub im Kino Toni
26.04. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1959, fa, 107 min

Verwirrung der Liebe

Zum 80. Geburtstag von Annekathrin Bürger
Gespräch mit Annekathrin Bürger | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Erzählt wird die Liebesgeschichte zweier junger Paare. „Standesgemäß“ geht der Maurer Edy mit der Angestellten Siegi und der Medizinstudent Dieter mit der Kunststudentin Sonja. Auf einem Faschingsball gerät Dieter an Siegi. Ihre frisch-fröhliche, mädchenhafte Art gefällt Dieter. Sonja beobachtet dieses Spiel gelassen, sieht in diesem Intermezzo einen Prüfstein für ihre Beziehung. Während Siegi und Dieter zum Urlaub ans Meer fahren, verliebt sich Sonja in Edy. Die Würfel scheinen gefallen für diese neue Konstellation. Aber als beide Paare vor dem Standesamt stehen...

Es war der letzte Film, den Regisseur Dudow vollständig abdrehte, und der erste Film der DDR, in dem Nacktszenen enthalten waren.

Drehbuch und Regie: Slatan Dudow, Kamera: Helmut Bergmann,
Musik: Wolfgang Hohensee, Gerd Natschinski, Theo Schumann und Günter Hörig,
Darsteller: Annekathrin Bürger, Angelica Domröse, Stefan Lisewski, Willi Schrade, Martin Flörchinger, Friedrich Richter, Erik S. Klein, Hannes Fischer, Gerhard Bienert

Foto: ©DEFA-Stiftung
Szenenfoto mit Annekathrin Bürger und Stefan Lisewski
Andere
Lesung
02.05. Dienstag | 18:30

Café Sibylle
Karl-Marx-Allee 72
10243 Berlin

(030) 29 35 22 03
info@cafe-sibylle.de

Immer sind die Weiber weg ... und Immer sind die Männer schuld

Jörg Gudzuhn liest Stefan Heym
Moderation: Paul Werner Wagner

Stefan Heym hat  Immer sind die Weiber weg und  Immer sind die Männer schuld als Geburtstagsgeschenk für seine Ehefrau Inge geschrieben. Vergnügte, humorvolle und weise Geschichten geben ein ganz neues Bild von Stefan Heym. Es geht um die misslungene Tanzstunde, um ein verlorengegangenes Gebiss und vieles mehr, gewürzt mit Selbstironie und Altersweisheit. Stefan Heym wurde 1913 in Chemnitz geboren, emigrierte, als Hitler an die Macht kam, nach New York und schrieb dort seine ersten Romane. Nach dem Krieg kehrte er nach Europa zurück und fand in der DDR seine neue Heimat. Aber es gab auch dort neue Schwierigkeiten. Er zählt zu den erfolgreichsten Autoren der Deutschen Gegenwartsliteratur.

Jörg Gudzuhn wurde 1945 in Seilershof, Landkreis Ruppin, geboren. Er besuchte die Schauspielschule Ernst Busch in Berlin und war dann in Karl-Marx-Stadt und Potsdam engagiert, später trat er im Maxim-Gorki-Theater in Berlin auf. Ab 1987 war Jörg Gudzuhn festes Ensemble-Mitglied am Deutschen Theater Berlin. Bereits Ende der 1960er war Jörg Gudzuhn im Fernsehen zu sehen. Bekannt ist sein Kommissar Hoffer in der ZDF-Krimiserie Der letzte Zeuge.

Foto: Privatarchiv Jörg Gudzuhn
Jörg Gudzuhn
Andere
Russischer Filmabend
08.05. Montag | 18:00

Russisches Haus
der Wissenschaft
und Kultur Berlin
Friedrichstraße 176-179
10117 Berlin
(030) 20 30 22 52
info@russisches-haus.de

UdSSR 1962, s /w, 95 min

Iwans Kindheit

Gespräch mit Prof. Dr. Oksana Bulgakowa | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Am Ufer des Dnjepr wird mitten im Krieg der zwölfjährige Iwan von sowjetischen Truppen aufgegriffen und zu Oberleutnant Galzew gebracht. Iwans Vater ist gefallen, seine Mutter und Schwester wurden von Faschisten ermordet. Der Junge verlangt, den Chef der Aufklärung zu sprechen. Galzew willigt ein und Hauptmann Cholin bestätigt, dass Iwan, der einem deutschen Vernichtungslager entkommen ist, als Kundschafter arbeitet. Cholin will Iwan auf eine Schule schicken, doch Iwan möchte zurück hinter die feindlichen Linien und setzt seinen Willen durch. Aber diesmal kommt Iwan nicht von der Front zurück. Erst zum Kriegsende, nach der Eroberung Berlins, entdecken Cholin und Galzew in einer Gestapo-Dienststelle ein Dokument, aus dem hervorgeht, dass Iwan von den Deutschen gefangengenommen und erschossen worden ist.

Tarkowski lässt die Handlung des Films häufig von Traumszenen unterbrechen. Stimmungen und formale Elemente spielen eine stärkere Rolle als die Entwicklung der Handlung, ein poetisches Element bei Tarkowski. Der Film führte zu einer Kontroverse, in der Jean-Paul Sartre den Film gegen eine Kritik im italienischen kommunistischen Parteiorgan L’Unità verteidigte, in dem Tarkowski eine kleinbürgerliche symbolistische Ästhetik vorgeworfen worden war.

Regie: Alexander Tarkowski, Buch: Michail Papawa, Kamera: Wadim Jussow, Darsteller: Nikolai Burljajew, Walentin Subkow, Jewgeni Scharikow, Stepan Krylow, Nikolai Grinko, Walentina Maljawina

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft in Kooperation mit RUSSISCHES HAUS der Wissenschaft und Kultur, neues deutschland sowie dem Go East Generationen e. V. zum Tag der Befreiung.

Frühlingsfest
27.05. Samstag | 14:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Frühlingsfest

Stargast: Hans-Eckardt Wenzel
Moderation: Paul Werner Wagner

In Haus und Garten von Else und Friedrich Wolf erwarten wir Mitglieder, Freunde und Gäste zum traditionellen Frühlingsfest der Friedrich-Wolf-Gesellschaft. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen Ausflug zum Lehnitzsee mit Ihrer Familie, Freunden und Bekannten.

Besonders freuen wir uns auf Hans-Eckardt Wenzel als prominenten Gesprächspartner von Paul Werner Wagner. Wer seine Lieder und Konzerte noch nicht kennt, sollte sich einen Auftrittstermin sichern. Aber Vorsicht – Fans des musikalischen Temperaments, der Poesie und des streitbaren Geistes sind schon immer auf seinen Spuren unterwegs. Bei uns gibt es die Kostprobe zum Genuss.
Begleitet wird der Nachmittag mit Klezmermusik in der Tradition von Lin Jaldati der Gruppe manifest um Harald Petzold, der unter anderem als Brandenburger im Kulturausschuss des Bundestages für die Linke aktiv ist.

Programm
14:00 Uhr  | Eröffnung mit Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Brätel, Bier und Wein – Bewirtung durch das Team von Horst Niebel vom Lehnitzer Schweizer Haus  
14:30 Uhr  | Gespräch mit Hans Eckardt Wenzel
15:30 Uhr  | Klezmer-Musik mit der Gruppe manifest Potsdam
Im Anschluss Führung durch die Gedenkstätte und Zeit für Gespräche und Freude am Frühling

Foto: Privatarchiv der Familie Wolf
Haus Lehnitz
Andere
27.05. Samstag | 14:30
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Frühlingsfest

Stargast: Hans-Eckardt Wenzel

Der 1955 in Kropstädt bei Wittenberg geborene Hans-Eckardt Wenzel ist vielen Musikfreunden als Sänger bekannt. Darüber hinaus ist der Musiker auch Regisseur, Schriftsteller, Schauspieler, ein Teil des Duos WENZEL & MENSCHING und Mitbegründer des Liedertheaters Karls ENKEL. Nach dem Abitur studierte Wenzel von 1976 bis 1981 Kulturwissenschaften und Ästhetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach seinem Studium arbeitete er als freischaffender Künstler. Zu diesen freischaffenden Tätigkeiten gehörte auch das Mitwirken am Liedertheater KARLS ENKEL. Außerdem trat er ab 1979 (bis 1999) gemeinsam mit dem Schauspieler, Sänger und Autor Steffen Mensching als Kabarett-Clowns-Duo WENZEL & MENSCHING auf. Am Theater ist Hans-Eckardt Wenzel seit 1987 als Autor und Regisseur tätig. Im DEFA-Film Letztes aus der Da Da eR (1990) spielen Mensching und er die Clowns Weh und Meh. Hans-Eckardt Wenzel ist ein politisch denkender und engagierter Künstler, dessen Herz links schlägt. Die Abende mit Wenzel und seiner Band sind immer wieder ein Erlebnis besonderer Art. Inzwischen ist das vierzigste Album von Wenzel erschienen bei Matrosenblau, im Vertrieb von INDIGO.

Foto: ©Salvadore Brandt
Hans-Eckardt Wenzel
nd-Filmclub im Kino Toni
31.05. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1983, fa, 89 min

Insel der Schwäne

Gespräch mit Hermann Zschoche | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Der vierzehnjährige Stefan kommt aus einem beschaulichen Dorf in das Neubaugebiet Berlin-Marzahn, wo sein Vater als Bauarbeiter tätig ist. Es wird gezeigt, wie sich dadurch Stefans Spektrum an sozialen Erfahrungen und Regeln erweitert. Er lernt den ängstlichen Hubert kennen und stößt auf „Windjacke“, der hinter seiner Jovialität gegenüber Erwachsenen seine schikanöse „Politik der Stärke und Erpressung“ Jüngeren gegenüber versteckt. Und er gerät zwischen zwei Mädchen, für die der „Kampf um den Jungen“ eine Frage des Sozialprestiges ist ... In der DDR-Presse hagelte es nach der Filmpremiere heftigste politisch motivierte Kritik.

Regie: Hermann Zschoche, Drehbuch: Ulrich Plenzdorf nach dem gleichnamigen Roman von Benno Pludra, Kamera: Günter Jaeuthe, Musik: Peter Gotthardt, Darsteller: Axel Bunke, Sven Martinek, Britt Baumann, Kerstin Reiseck, Ursula Werner, Christian Grashof, Monika Lennartz, Dietrich Körner, Heidemarie Wenzel

Foto: ©DEFA-Stiftung / Waltraut Pathenheimer
Szenenfoto aus "Insel der Schwäne"
Lehnitzer Lesung und Gespräch
11.06. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Luther im Spiegel: von Lessing bis Thomas Mann

Lesung und Gespräch mit Friedrich Dieckmann
Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

In Luthers Namen nimmt der renommierte Publizist Friedrich Dieckmann seine Leser mit auf Streifzüge durch die deutsche Literatur, schließlich geht er der Frage nach, welche Rolle Luther und dessen Schriften in Leben und Werk der deutschen Dichter und Denker spielt. Ein wirkungsgeschichtliches Kaleidoskop ersteht, das viele Facetten des Lutherschen Wirkens – literarische, politische, philosophische und theologische – in Sicht bringt.

Friedrich Dieckmann, geboren am 25. Mai 1937, wuchs in Dresden auf, übersiedelte 1951 mit seinen Eltern nach Birkenwerder und besuchte die Oberschule in Oranienburg. Dieckmann studierte in Leipzig Germanistik, Philosophie und Physik. Seit 1963 ist er freischaffend als Kritiker und Essayist tätig. Friedrich Dieckmann ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, der Sächsischen Akademie der Künste und der Berliner Akademie der Künste.

Friedrich Dieckmann: Luther im Spiegel. Von Lessing bis Thomas Mann. Quintus-Verlag, 2016

ISBN-10: 3945256763
Buchcover "Luther im Spiegel: von Lessing bis Thomas Mann"
Russischer Filmabend
19.06. Montag | 18:00

Russisches Haus
der Wissenschaft
und Kultur Berlin
Friedrichstraße 176-179
10117 Berlin
(030) 20 30 22 52
info@russisches-haus.de

UdSSR 1983, fa, 107 min

Abschied von Matjora

Gespräch mit Prof. Dr. Oksana Bulgakowa | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Im Morgengrauen und von den Dorfbewohnern Matjoras unbemerkt beginnen fremde Arbeiter mit der Planierung des alten Friedhofs auf der Insel, die nach staatlichem Willen in den Fluten eines Stausees verschwinden soll. Für die Dorfbewohner wird eine Betonsiedlung flussaufwärts errichtet und als das fortschrittliche und gute Leben gepriesen – kein Platz für die Kuh, dafür aber konstante Stromversorgung, fließend Wasser und dergleichen. Der Spielfilm erzählt die Geschichte einer missglückten Umsiedlung und durfte lange nicht im Ausland gezeigt werden. Erst Glasnost und Perestroika ermöglichten die Präsentation des Films auf der Berlinale 1987. Das Thema der Zwangsumsiedlung setzt Klimow in stark symbolische, teils mythische Bilder um.  

Regie: Larissa Schepitko und Elem Klimow nach dem Roman von Valentin Rasputin, Kamera: Wladimir Chukhnow, Alexei Rodionow, Juri Skhirtladze, Sergei Taraskin, Musik: Wjatscheslaw Artjomow, Alfred Schnittke, Darsteller: Stefanja Stanjuta, Lew Durow, Alexej Petrenko, Leonid Krjuk, Wadim Jakowenko, Juri Katin-Jarzew

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft in Kooperation mit RUSSISCHES HAUS der Wissenschaft und Kultur, neues deutschland sowie dem Go East Generationen e. V.