Veranstaltungen

Wir treffen uns auch wieder zu Veranstaltungen in Lehnitz. Der Garten von Else und Friedrich Wolf lädt im Sommer geradezu ein, Nähe mit Abstand zu pflegen. Die Stühle sind lose mit gebotenem Abstand auf der Wiese verteilt und können auch partnerschaftlich zusammengerückt werden. Hygieneregeln werden umgesetzt. Verfolgen Sie bitte unser aktuelles Programm und den Wetterbericht. Wir sind bereit.

Programmheft zum Download | PDF | 1,5 MB >>

Berliner Filmmontag im Toni
07.12. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1957, s/w, 81‘

Joachim Hasler: Gejagt bis zum Morgen

Gesprächspartner: Dr. Ralf Schenk
Moderation: Paul Werner Wagner

Regie: Joachim Hasler, Drehuch: Arthur A. Kuhnert, Ludwig Turek, Joachim Hasler, Kamera: Joachim Hasler, Otto Hanisch, Musik: Walter Sieber, Darsteller: Manja Behrens, Raimund Schelcher, Siegfried Schürenberg, Annemarie Hase, Friedrich Gnaß, Günter Ballier, Wolf von Beneckendorff, Adolf Peter Hoffmann, Gustav Püttjer, Traute Sense, Werner Senftleben, Gerry Wolf, Marianne Wünscher, Nico Turoff

Schicksal einer Arbeiterfamilie um die Jahrhundertwende. Nach dem tödlichen Betriebsunfall ihres Mannes steht Martha Kurda ohne Unterstützung und Arbeit mit zwei Kindern allein. Der 13jährige Ludwig versucht mit Bettelei die Not zu lindern. Als der kleine Bruder Ulli an Lungenentzündung erkrankt, fehlt dennoch das Geld für den Arzt und der Junge stirbt. Ludwig will sein Bett opfern, damit Tischler Baumann wenigstens einen Sarg für den Bruder zimmert. Auf dem Friedhof kommt es zu einem Unfall, Baumann ist betrunken und stürzt in die ausgehobene Grabstelle. Wegen der vorausgegangenen Auseinandersetzung, die es um den Sarg gab, verdächtigt die kaiserliche Polizei Ludwig des Mordes. Die ganze Nacht ist der Junge auf der Flucht, bis er am Morgen von Baumanns Sohn Karl gerettet wird. Karl, der als Sozialist mit der Polizei ebenfalls auf Kriegsfuß steht, ist von der Unschuld des Jungen überzeugt.

Programm-Flyer zum Download >>

Eine Filmreihe von Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino TONI mit freundlicher Unterstützung von Bauwert AG, neues deutschland, DEFA-Stiftung – Deutsche Kinemathek und Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Kurator und Moderator: Paul Werner Wagner

Eintritt: 9 €, ermäßigt: 7 €  | Kartenvorbestellungen: (030) 92 79 12 00

Logos Berliner Filmmontag
Weihnachtsgans-Auguste-Markt
11.12. Freitag | 12:00

Weihnachtsgans-
Auguste-Markt
Schlossplatz 1
16515 Oranienburg

Öffnungzeiten:  
12:00 – 20:00 Uhr

Die Veranstaltung fällt coronabedingt aus!

Alle Jahre wieder: Weihnachtsgans-Auguste-Markt in Oranienburg

Am jeweils 3. Adventswochenende ist "Weihnachtsgans-Auguste-Markt" in Oranienburg. Dieser ganz besondere Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz würdigt seine literarische Namensgeberin: die Weihnachtsgans Auguste nach Friedrich Wolfs gleichnamiger Geschichte. Der Autor wohnte einst im Ortsteil Lehnitz und hat dort auch seine beliebte Geschichte rund um das zutrauliche Federvieh im Strickpullover und Peterle verfasst. Jedes Jahr sorgen die festlich geschmückte Tanne, Feuerschalen und tausende Lichter für eine heimelige Atmosphäre auf dem Schlossplatz. Eine strahlende Weihnachtsgans Auguste beobachtet vom Schlossbalkon aus das vorweihnachtliche Treiben.

Auch die Friedrich-Wolf-Gesellschaft hat traditionell ihren Platz auf dem Weihnachtsmarkt und sorgt mit Büchern und CDs der Geschichte "Die Weihnachtsgans Auguste" dafür, dass jeder seine "Gustje" mit nach Hause nehmen kann.

Weihnachtsmarkt Auguste
Lehnitzer Lesung und Gespräch
13.12. Sonntag | 15:00

Achtung!
Neuer Veranstaltungsort:
Kulturhaus Friedrich Wolf
Friedrich-Wolf-Str. 31
16515 Oranienburg

Hans-Eckardt Wenzel

Konrad Wolf: Chronist der Extreme
Moderation: Paul Werner Wagner

Im Verlag  DIE ANDERE BIBLIOTHEK  erschien im Herbst 2019 Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme.  Der Musiker, Sänger und Schriftsteller Hans-Eckardt Wenzel und die ehemalige Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestags Dr. Antje Vollmer werfen einen Blick auf Leben und Werk von Konrad Wolf, dem wichtigsten Filmemacher der DDR. Rekonstruiert wird die vernachlässigte Perspektive Ostdeutschlands auf die Verheerungen und Hoffnungen des 20. Jahrhunderts. Wolfs Filme geben Aufschluss über die Gründe und Verheißungen einer "sozialistischen Alternative"; dialogisch entwickeln Antje Vollmer aus dem Westen und Hans-Eckardt Wenzel aus dem Osten eine gesamtdeutsche Erzählung vom Scheitern und Gelingen – vom Verhältnis von Kunst zu Wirklichkeit.

Dr. Antje Vollmer, Hans-Eckardt Wenzel: Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme; Verlag: Die Andere Bibliothek (2019); ISBN: 978-3847704164

Buchcover: Antje Vollmer und Hans-Eckardt Wenzel
nd-Filmclub im Kino Toni
16.12. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA/Mosfilm 1961, fa, 107‘

Lew Arnstam, Heinz Thiel, Anatolij Golowanow: Fünf Tage – Fünf Nächte

Gesprächspartnerinnen: Annekathrin Bürger und Prof. Dr. Oksana Bulgakowa (Filmhistorikerin)
Moderation: Paul Werner Wagner

Regie: Lew Arnstam, Heinz Thiel, Anatoli Golowanow; Drehbuch: Leo Arnstam, Wolfgang Ebeling; Kamera: Alexander Schelenkow, Jolanda Tschen; Musik: Dmitri Schostakowitsch; Darsteller: Annekathrin Bürger, Hans-Dieter Knaup,
Wsewolod Safanow, Wsewolod Sanajew, Marga Legal, Wilhelm Koch-Hooge, Barbara Dittus, Raimund Schelcher, Ruth Kommerell

Dresden am 8. Mai. In der zerstörten Stadt wird der Maler Paul Naumann von sowjetischen Soldaten aufgefordert, sie zur Gemäldegalerie zu bringen. Hauptmann Leonow hat den Auftrag, die weltberühmten Kunstwerke zu retten. Paul kann angesichts des Zusammenbruchs keinen Elan aufbringen, ebenso wenig die zwischen den Trümmern sitzende Museumsangestellte Luise Rank. Der Einsatz der Soldaten aber aktiviert die beiden, sich an der Suche nach den ausgelagerten Gemälden zu beteiligen. In einem Bergschacht finden sie die Kunstschätze, doch der Zugang ist vermint. Ein Soldat verliert bei der Bergung sein Leben. Spezialisten aus der Sowjetunion beginnen mit der Restauration. Und als Paul seine längst tot geglaubte Freundin Katrin, die in einem KZ war, wiederfindet, wird auch für ihn das Ende zu einem neuen Anfang.

Es war die erste filmische Zusammenarbeit zwischen der DDR und der Sowjetunion. Der sowjetische Regisseur Lew Arnstam hatte 1932 bei seinem Film „Der Gegenplan“ mit Dmitri Schostakowitsch erfolgreich zusammengearbeitet. Nun bat er ihn fast vierzig Jahre später um seine Mitwirkung bei „Fünf Tage – Fünf Nächte“. Um ihn für die Filmmusik zu inspirieren, lud er den Komponisten in die Sächsische Schweiz und nach Dresden ein. Hier schrieb Schostakowitsch sein berühmtes 8. Streichquartett op. 110, aus dem wesentliche Motive in die Filmmusik eingingen.

Programm-Flyer zum Download >>

Eine Veranstaltung von nd, Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Kino TONI und Berliner Film- und Fernsehverband mit freundlicher Unterstützung von Kulturforum der  Rosa-Luxemburg-Stiftung und DEFA-Stiftung.  

Die Film-Gesprächsabende finden in der Regel jeden letzten Mittwoch im Monat um 18:00 Uhr im Kino Toni statt. Kurator und Moderator der Filmreihe ist Paul Werner Wagner.

Eintritt: 9 €, ermäßigt: 7 €  | Kartenvorbestellungen: (030) 92 79 12 00

Logos nd-Filmclub