Veranstaltungen

nd-Filmclub im Kino Toni
31.05. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1983, fa, 89 min

Insel der Schwäne

Gespräch mit Hermann Zschoche | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Der vierzehnjährige Stefan kommt aus einem beschaulichen Dorf in das Neubaugebiet Berlin-Marzahn, wo sein Vater als Bauarbeiter tätig ist. Es wird gezeigt, wie sich dadurch Stefans Spektrum an sozialen Erfahrungen und Regeln erweitert. Er lernt den ängstlichen Hubert kennen und stößt auf „Windjacke“, der hinter seiner Jovialität gegenüber Erwachsenen seine schikanöse „Politik der Stärke und Erpressung“ Jüngeren gegenüber versteckt. Und er gerät zwischen zwei Mädchen, für die der „Kampf um den Jungen“ eine Frage des Sozialprestiges ist ... In der DDR-Presse hagelte es nach der Filmpremiere heftigste politisch motivierte Kritik.

Regie: Hermann Zschoche, Drehbuch: Ulrich Plenzdorf nach dem gleichnamigen Roman von Benno Pludra, Kamera: Günter Jaeuthe, Musik: Peter Gotthardt, Darsteller: Axel Bunke, Sven Martinek, Britt Baumann, Kerstin Reiseck, Ursula Werner, Christian Grashof, Monika Lennartz, Dietrich Körner, Heidemarie Wenzel

Foto: ©DEFA-Stiftung / Waltraut Pathenheimer
Szenenfoto aus "Insel der Schwäne"
Lehnitzer Lesung und Gespräch
11.06. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Luther im Spiegel: von Lessing bis Thomas Mann

Lesung und Gespräch mit Friedrich Dieckmann
Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

In Luthers Namen nimmt der renommierte Publizist Friedrich Dieckmann seine Leser mit auf Streifzüge durch die deutsche Literatur, schließlich geht er der Frage nach, welche Rolle Luther und dessen Schriften in Leben und Werk der deutschen Dichter und Denker spielt. Ein wirkungsgeschichtliches Kaleidoskop ersteht, das viele Facetten des Lutherschen Wirkens – literarische, politische, philosophische und theologische – in Sicht bringt.

Friedrich Dieckmann, geboren am 25. Mai 1937, wuchs in Dresden auf, übersiedelte 1951 mit seinen Eltern nach Birkenwerder und besuchte die Oberschule in Oranienburg. Dieckmann studierte in Leipzig Germanistik, Philosophie und Physik. Seit 1963 ist er freischaffend als Kritiker und Essayist tätig. Friedrich Dieckmann ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, der Sächsischen Akademie der Künste und der Berliner Akademie der Künste.

Friedrich Dieckmann: Luther im Spiegel. Von Lessing bis Thomas Mann. Quintus-Verlag, 2016

ISBN-10: 3945256763
Buchcover "Luther im Spiegel: von Lessing bis Thomas Mann"
Russischer Filmabend
19.06. Montag | 18:00

Russisches Haus
der Wissenschaft
und Kultur Berlin
Friedrichstraße 176-179
10117 Berlin
(030) 20 30 22 52
info@russisches-haus.de

UdSSR 1983, fa, 107 min

Abschied von Matjora

Gespräch mit Prof. Dr. Oksana Bulgakowa | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Im Morgengrauen und von den Dorfbewohnern Matjoras unbemerkt beginnen fremde Arbeiter mit der Planierung des alten Friedhofs auf der Insel, die nach staatlichem Willen in den Fluten eines Stausees verschwinden soll. Für die Dorfbewohner wird eine Betonsiedlung flussaufwärts errichtet und als das fortschrittliche und gute Leben gepriesen – kein Platz für die Kuh, dafür aber konstante Stromversorgung, fließend Wasser und dergleichen. Der Spielfilm erzählt die Geschichte einer missglückten Umsiedlung und durfte lange nicht im Ausland gezeigt werden. Erst Glasnost und Perestroika ermöglichten die Präsentation des Films auf der Berlinale 1987. Das Thema der Zwangsumsiedlung setzt Klimow in stark symbolische, teils mythische Bilder um.  

Regie: Larissa Schepitko und Elem Klimow nach dem Roman von Valentin Rasputin, Kamera: Wladimir Chukhnow, Alexei Rodionow, Juri Skhirtladze, Sergei Taraskin, Musik: Wjatscheslaw Artjomow, Alfred Schnittke, Darsteller: Stefanja Stanjuta, Lew Durow, Alexej Petrenko, Leonid Krjuk, Wadim Jakowenko, Juri Katin-Jarzew

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft in Kooperation mit RUSSISCHES HAUS der Wissenschaft und Kultur, neues deutschland sowie dem Go East Generationen e. V.