Veranstaltungen

nd-Filmclub im Kino Toni
28.02. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
(DEFA 1980, ORWOCOLOR, 84 min)

Die Verlobte

Gespräch mit Jutta Wachowiak | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Die Kommunistin Hella Lindau kämpft mit ihrem Verlobten Hermann im Untergrund gegen das Naziregime. Bei einer gemeinsamen Aktion wird sie festgenommen, doch gelingt es ihr, alle Schuld auf sich zu nehmen und so Hermann zu schützen. Zehn Jahre Gefängnis wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ lautet das Urteil. Hella droht an der Einzelhaft zu zerbrechen. Als Hella nach zwei Jahren in Gruppenhaft kommt, bessert sich ihre Lage, der Kontakt mit anderen Häftlingen und die Hoffnung auf Hermann helfen ihr. Doch dann wird auch Hermann von den Nazis verhaftet. Auf dem XXII. Internationalen Filmfestival Karlovy Vary wurde der Film mit dem Grand Prix ausgezeichnet.

Drehbuch und Regie: Günther Rücker, Günter Reisch; Kamera: Jürgen Brauer; Musik: Karl-Ernst Sasse; Darsteller: Jutta Wachowiak, Regimantas Adomaitis, Käthe Reichel, Hans-Joachim Hegewald, Inge Keller, Katrin Sass, Christine Gloger, Rolf Ludwig, Karla Runkehl, Christa Lehmann, Barbara Zinn

Foto: @DEFA-Stiftung_Waltraut-Pathenheimer
Foto aus dem Film: Die Verlobte
Lehnitzer Lesung und Gespräch
11.03. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Verdammt und entrechtet 

Stuttgart – Basel – Moskau ... 16 Jahre Gulag und Verbannung
Lesung und Gespräch mit Konrad Rayß | Moderation: Paul Werner Wagner

Lieselotte Strub-Rayss (1912 – 2008) hinterließ die aufregende Geschichte ihres Lebens, das zeitweilig auch eng mit dem von Friedrich und Else Wolf verbunden war. Liselotte wächst in einer bürgerlichen Familie in Stuttgart auf, besucht die Kunstgewerbeschule, engagiert sich in der linken Szene, arbeitet als Pionierleiterin, auch für Markus und Konrad Wolf, und wird die Geliebte von Friedrich Wolf.
1934 kommt in Zürich die gemeinsame Tochter Lena (heute in Moskau lebend) zur Welt. Über Prag flieht Lotte Rayß nach Moskau. Sie studiert Pädagogik in Engels (Wolgadeutsche Republik) und heiratet den Journalisten Lorenz Lochthofen.
1938 wird sie ein Opfer des Stalinschen Terrors. Es folgen 16 Jahre im Gulag.
Erst 1954 kann sie mit ihrem Sohn nach Deutschland, in die DDR zurückkehren.

Konrad Rayß hat die Lebenserinnerungen seiner Mutter in der Trafo-Verlagsgruppe herausgegeben. Er wurde 1946 im GULAG in Kastachstan geboren. In der DDR absolvierte er eine Lehre als Maschinenbauer und studierte Ökonomie in Sofia.
Bis 1989 war er im Außenhandel der DDR tätig.

Foto: Flyer
Lesung und Gespräch
20.03. Dienstag | 18:30
Café Sibylle
Karl-Marx-Allee 72
10243 Berlin
(030) 29 35 22 03

Die Erdorgel oder Wunderbare abgründige Welt

Siegfried Kühn
Anlässlich der Buchvorstellung lesen Christel Bodenstein, Inge Heym und Siegfried Kühn | Moderation: Paul Werner Wagner

Von den vierziger Jahren seiner schlesischen Kindheit bis ans Ende der DDR spannt sich die Geschichte des Protagonisten Friedrich. In komisch-satirischen Episoden erzählt Siegfried Kühn von dessen amourösen und skurrilen Abenteuern. Entstanden ist eine Collage aus Fiktion und Wirklichkeit bei der bildstarke Erinnerungen, augenzwinkernder Humor und der präzise Zugriff auf zeitgeschichtliche Ereignisse Hand in Hand gehen.

Siegfried Kühn, Jahrgang 1935, gilt als einer der eigenwilligsten deutschen Regisseure. „Im Film Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow, der als groteske Komödie innerhalb des DEFA-Geschehens einzigartig dasteht, tritt die spezielle Begabung Kühns mit verblüffender Kraft und Originalität zutage“. (E. Richter) Aus dieser Schule kommend, beschreibt Kühn, der Wahrheit zuliebe, in seiner Erzählung Die Erdorgel, die Welt als groteskes Geschehen.

Foto: aus dem Cover zum Buch "Die Erdorgel oder Wunderbare abgründige Welt"
Siegfried Kühn: Die Erdorgel oder Wunderbare abgründige Welt. Verlag Neues Leben, 2018 ISBN-13: 978-3355018708
aus dem Cover zum Buch "Die Erdorgel oder Wunderbare abgründige Welt"
nd-Filmclub im Kino Toni
28.03. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
UdSSR 1976, fa, 101 min

Das Zigeunerlager zieht in den Himmel

zum 150. Geburtstag von Maxim Go
Zu Beginn eine Lesung aus Friedrich Wolfs Essay „Maxim Gorki“ | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Der Zigeuner und Pferdedieb Sobar wird bei einem Zusammenstoß mit Gendarmen verwundet und von der jungen Zigeunerin Rada gesund gepflegt. Eine Legende über Liebe, Freiheit und Tod.

Der wunderbar fotografierte Film ist von großer Sinnlichkeit und einer faszinierenden
Musikdramaturgie.

Regie: Emil Lotjanu; Drehbuch: Emil Lotjanu frei nach Maxim Gorki; Kamera: Sergei Wronski; Musik: Eugen Doga; Darsteller: Swetlana Toma, Grigori Grigoriu, Boris Mulajew, Sergej Finiti

Foto: Szenenbild
Szenenbild aus: Das Zigeunerlager zieht in den Himmel
Lehnitzer Lesung und Gespräch
08.04. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Immer schön auf Augenhöhe

Lesung und Gespräch mit Gesine Lötzsch | Moderation: Paul Werner Wagner

Gesine Lötzsch ist die Berliner Powerfrau der Linkspartei. Seit 2002 sitzt sie im Bundestag und hat als Stellvertretende Fraktionsvorsitzende manche Schlacht geschlagen. Ob im Kampf gegen Schikanen bei der Raumvergabe oder bei der Erfüllung von Wahlkampfversprechen – Gesine Lötzsch hat sich ihren politischen Schneid bis heute erhalten. Für wen der Osten Deutschlands noch immer Ausland ist, wieso jede Zahl im Bundeshaushalt besser frisiert wird als sämtliche Finanzminister zusammen und warum gewisse Parteien über Fußfesseln für ihre Abgeordneten nachdenken sollten, darüber schreibt Lötzsch so heiter wie klug. Entstanden ist ein kurzweiliges Buch, das zum Lachen, Ärgern, aber vor allem zum Nachdenken über Politik in Deutschland anregt.

Foto: aus dem Cover zum Buch "Immer schön auf Augenhöhe" von Gesine Lötzsch
Gesine Lötzsch: Immer schön auf Augenhöhe. Verlag Eulenspiegel, 2017 ISBN-13: 978-3359017325
Foto: aus dem Cover zum Buch "Immer schön auf Augenhöhe" von Gesine Lötzsch
Premiere
14.04. Samstag | 19:30

Friedrich-Wolf-Theater
Neustrelitz
Karl-Marx-Allee 72
10243 Berlin

(03981) 277 0
info@landestheater-mecklenburg.de

Premiere in Neustrelitz

Die Matrosen von Cattaro

Schauspiel von Friedrich Wolf

„Kameraden, das nächste Mal besser!“
Friedrich Wolfs Antikriegsstück entstand 1930. Wolf stützte sich dabei auf die Dokumentationen über den realen Matrosenaufstand in Cattaro. Zum 100-jährigen Jubiläum des Endes des 1. Weltkriegs und 100. Jahrestag des Aufstands zeigt die Theater und Orchester GmbH am ehemaligen Friedrich- Wolf-Theater ein Stück dieses Autors. Franz Rasch, Held aus dem Stück Die Matrosen von Cattaro richtet sich an seine Kameraden den Satz, „das nächste Mal besser“ und appelliert an die Utopie einer erfolgreichen Revolution. An den Leutnant gewandt äußert Rasch vor seiner Erschießung die Überzeugung: „das ist nicht das Ende, das ist erst der Anfang!“ Wolf war mit seinen Dramen wie Der arme Konrad, Thomas Münzer oder auch Professor Mamlock auf Seiten derer, die sich gegen Unrecht erhoben und musste immer wieder Niederlagen verarbeiten, die blutige Opfer bedeuteten. Wann wird also eine Situation revolutionär und was könnte dieses „besser“ bedeuten. Spielleiter Dr. Wolfgand Bordel will mit seiner Inszenierung das Drama Wolfs nach Entscheidungssituationen für das Heute befragen.

Die Friedrich-Wolf-Gesellschaft organisiert für Mitglieder und Freunde einen gemein­schaftlichen Premierenbesuch am 14. April. Wir bitten Interessenten, sich bis zum 1. März anzumelden.

Foto: Friedrich-Wolf-Theater, Neustrelitz
Friedrich-Wolf-Theater, Neustrelitz
Sonntagmatinee
15.04. Sonntag | 11:00

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin
030 200572000
info@adk.de

Sonntagmatinee

Filmexil in der Sowjetunion

Buchvorstellung: Christoph Hesse, Filmexil Sowjetunion. Deutsche Emigranten in der sowjetischen Filmproduktion der 1930er und 1940er Jahre, München 2017

Mit dieser umfangreichen Monographie legt Christoph Hesse die Ergebnisse seiner langjährigen Forschungen zum deutschen Exil 1933-1945 in der Sowjetunion, speziell auf dem Gebiet des Films einem breiteren Publikum vor. Bislang unbekannte Dokumente aus zahlreichen Archiven in Berlin und Moskau bilden die Grundlage der Darstellung und lassen die Lektüre zu einer wahren Entdeckungsreise werden. Die Exilfilme, die in der Sowjetunion entstehen – Erwin Piscators Aufstand der Fischer (1934), Gustav von Wangenheims Kämpfer (1936) oder Professor Mamlock von Herbert Rappaport – sind lediglich das sichtbare Resultat der Film-Arbeit deutscher Emigranten. Die Studie beschreibt nämlich auch jene Projekte und Pläne, die nicht realisiert werden konnten; damit liefert sie zum ersten Mal einen umfassenden Überblick über das deutsche Filmexil in der Sowjetunion.

Christoph Hesse hat die zahl- und materialreichen Bestände des Archivs der Akademie der Künste (Erwin Piscator, Gustav von Wangenheim, Alexander Granach, Friedrich Wolf und Willi Bredel), des Bundesarchivs Berlin (z.B. Nachlaß Arthur Pieck), des Deutschen Exilarchivs in Frankfurt/Main wie des Russischen Staatsarchivs für Literatur und Kunst, Moskau durchgesehen und ausgewertet.
Für sein Buch erhielt Christoph Hesse im November 2017 den renommierten Willy Haas Preis.

Im Rahmen der Matinee werden ausgewählte Szenen aus den erwähnten Film gezeigt, moderiert durch den Autor und ergänzt durch die Lesung von wichtigen Dokumenten durch den Berliner Schauspieler Hermann Beyer.

Der Eintritt ist frei.

Foto: Erwin Piscator bei den Dreharbeiten am Schwarzen Meer (1932)
Erwin Piscator bei den Dreharbeiten am Schwarzen Meer (1932)
Im Gespräch
17.04. Dienstag | 18:30
Café Sibylle
Karl-Marx-Allee 72
10243 Berlin
(030) 29 35 22 03

Jürgen Walter

„Ich bestrafe meine Freunde mit Treue“
Gespräch mit Jürgen Walter | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Jürgen Walter studierte Germanistik und Romanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Er war Mitbegründer des Hootenannyclub, aus dem der Oktoberklub wurde. 1967 trat er zum ersten Mal im DDR-Fernsehen auf. Ihn verband eine enge Zusammenarbeit mit Gisela Steineckert, Thomas Natschinski und Arndt Bause. Mit dem Titel Muss ich denn ein Clown sein belegte er 1972 den dritten Platz beim Schlagerfestival der Ostseeländer.  Zu seinen bekanntesten Titeln zählen Wär’ mir doch alles ganz egal, Schallala, schallali, Von dort kam sie her und Clown sein. Später wechselte er in das Genre des Chanson. In den Jahren 1988/89 hatte Jürgen Walter eine Filmrolle in den DEFA-Filmen  Mensch, mein Papa...! von Ulrich Thein und Der Bruch von Frank Beyer.

Gisela Steineckert schrieb einmal über Jürgen Walter: „Er ist in seiner Auswahl sehr kritisch, als Arbeitspartner anspruchsvoll und unbequem, aber das ist er auch mit sich selber. Er kann interpretieren, andeuten, erzählen, sich vorzüglich bewegen, fast artistisch, scheinbar mühelos.“

Foto: aus dem Cover der aktuellen CD "Alles Kehrt Wieder" von Jürgen Walter
aus dem Cover der aktuellen CD "Alles Kehrt Wieder" von Jürgen Walter
nd-Filmclub im Kino Toni
25.04. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1956, s/w, 92 min

Mich dürstet

Gespräch mit Edwin Marian | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Kurz vor Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges: Die Bauern sind abhängig von den Granden, die die Herren über die Wasservorräte sind. Die Bauern benötigen dringend Wasser zur Bewässerung der Felder. Der Bauernsohn Pablo ruft zum Protest auf. Drehbuchautor Walter Gorrish war auch Autor von „Fünf Patronenülsen“.

Regie: Karl Paryla; Drehbuch: Walter Gorrish und Karl Paryla; Kamera: Otto Merz; Musik: Eberhard Schmidt; Darsteller: Edwin Marian, Harry Hindemith, Isabell Carenato, Uwe-Jens Pape, Rolf Ludwig

Im Gespräch
05.05. Samstag | 18:30
Café Sibylle
Karl-Marx-Allee 72
10243 Berlin
(030) 29 35 22 03

Vladimir Kotenev

Warum eine Verständigung von Russen und Deutschen so wichtig ist und warum wir Brückenbauer mehr denn je brauchen
Gespräch mit dem früheren russischen Botschafter in Deutschland Herrn Vladimir Kotenev | Moderation: Paul Werner Wagner

Unser Gast Vladimir Kotenev, Jahrgang 1957, ist keine unbekannte Größe in Deutschland. Bereits der Vater von Vladimir Kotenev war im diplomatischen Dienst tätig. Deshalb hat Vladimir als Kind drei Jahre in Neu Delhi gelebt. Nach dem Schulabschluss absolvierte er das Studium der Politik und Germanistik am Staatlichen  Moskauer Institut für Internationale Beziehungen. Von 1979 – 1984 arbeitete Kotenev im Sowjetischen Konsulat in den Westsektoren von Berlin und danach zwei Jahre bei der Sowjetischen Botschaft in der DDR – Unter den Linden. Nachdem er lange Jahre in verantwortungsvollen Positionen des russischen Außenministeriums tätig war, bekleidete er von 2004 – 2010 das Amt des Botschafters der Russischen Föderation in Deutschland. Auf der Trauerfeier für Markus Wolf hielt er eine bewegende Trauerrede. Er liebt die deutsche Sprache und Kultur, kennt die sprachlichen und kulturellen Unterschiede in Mitteleuropa und setzte sich vehement für die Verbesserung der deutsch-russischen Beziehungen ein.

Foto: ©Privatarchiv der Familie Wolf: Vladimir Kotenev, 2006
Vladimir Kotenev, 2006
Lehnitzer Lesung und Gespräch
20.05. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80
Zum 120. Geburtstag von Else Wolf

Gefährtin eines Feuerkopfs

Lesung mit Heidemarie Wenzel
Paul Werner Wagner im Gespräch mit Tatjana Trögel und Bodo Becker

Es war der jungen Remscheiderin Else Dreibholzaus bürgerlichem Hause nicht in die Wiege gesungen, dass sie Ihr Schicksal mit der Umtriebigkeit eines Dramatikers verbinden würde, der die Welt verändern will. Eine tiefe und fast bedingungslose Liebe verband sie mit Friedrich Wolf, der als Jude und Kommunist über Jahre des Kampfes, der Flucht und des Exils gleichzeitig Gefährte, Ehemann und Vater war, aber auch immer wieder lange fern – an Theatern, auf Reisen, interniert oder an der Front. Else Wolf, in der Familie Meni genannt, blieb auch im Moskauer Exil der Fels in der Brandung, war Ort der Heimkehr in der Fremde, zeigte Mut und half Verfolgten, sorgte sich um Freunde, auch um die Geliebten ihres Mannes und deren Kinder.
In Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen wird die berührende Geschichte einer Liebe in den Aufbrüchen, Kämpfen und Niederlagen des 20. Jahrhunderts erzählt.

1968 wird Else Wolf Ehrenbürgerin von Lehnitz.
Seit 50 Jahren ist der Titel Ausdruck ihres Engagements für Bildung und Kultur in der Gemeinde, des Respektes vor einem würdevollen Leben.

Historiker und Ortschronist Bodo Becker kennt als Lehnitzer die Geschichte der Bewohner der Waldsiedlung in Lehnitz, zu denen auch die Wolfs und einige der bekannten Intellektuellen gehörten, mit denen sie Kontakte und Freundschaften pflegten. Tatjana Trögel kann aus dem Erleben ihrer Großeltern erzählen und ist mit Geschichten und Erinnerungen um Meni vertraut, die sie noch mit ihrer ersten Urenkelin bekanntmachen konnte.

Foto: ©Privatarchiv der Familie Wolf: Else und Friedrich Wolf zur Premiere von „Cyankali“ 1929 in Berlin
Else und Friedrich Wolf zur Premiere von „Cyankali“ 1929 in Berlin
Frühlingsfest
26.05. Samstag | 14:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Frühlingsfest

Stargast: Renate Krößner | Moderation: Paul Werner Wagner

Wir laden Mitglieder, Freunde und Gäste zum traditionellen Frühlingsfest der Friedrich-Wolf-Gesellschaft in Haus und Garten von Else und Friedrich Wolf. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen Frühlingsausflug mit Ihrer Familie, Freunden und Bekannten. Besonders freuen wir uns, die Schauspielerin Renate Krößner als prominente Gesprächspartnerin von Paul Werner Wagner begrüßen zu können. Begleitet wird der Nachmittag mit Musik und der bewährten Bewirtung durch das Team von Horst Niebel vom Lehnitzer Schweizerhaus.

Programm
14:00 Uhr    Eröffnung mit Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Brätel, Bier und Wein und musikalischer Einstimmung
14:45 Uhr    Begrüßung durch Paul Werner Wagner, Vorsitzender der Friedrich-Wolf-Gesellschaft
15:00 Uhr    Gespräch Renate Krößner und Paul Werner Wagner
16:00 Uhr     Ausklang mit Musik, Zeit für Gespräche und Führung durch das Haus von Else und Friedrich Wolf

Foto: ©Privatarchiv der Familie Wolf: Renate Krößner im Gespräch mit Paul-Werner Wagner, 2014 in Wolfen
Renate Krößner im Gespräch mit Paul-Werner Wagner, 2014 in Wolfen
nd-Filmclub im Kino Toni
30.05. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1969, s/w, 95 min

Mohr und die Raben von London

Gespräch mit Prof. Dr. Dieter Wiedemann, Peter Rabenalt (angefr.) | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Das Jahr 1856. Karl Marx lebt in London im Exil. Durch einen 13 Jahre alten Arbeiterjungen, der jeden Tag zwölf Stunden in einer Spinnerei arbeitet, wird er mit dem Leid der Kinderarbeit konfrontiert. Der Film entstand anlässlich des 150. Geburtstages von Karl Marx.

Regie: Helmut Dziuba; Drehbuch: Margot Beichler, Helmut Dziuba nach Ilse und Vilmos Korn; Kamera: Helmut Bergmann; Musik: Peter Rabenalt; Darsteller: Alfred Müller, Barbara Adolph, Marina Propp, Christina Daum, Barbara Dittus, Mathias Redweik, Helmut Straßburger, Peter Reusse

Im Gespräch
05.06. Dienstag | 18:30
Café Sibylle
Karl-Marx-Allee 72
10243 Berlin
(030) 29 35 22 03

Meinungsfreiheit oder die Macht der Medien

Lesung und Gespräch mit Dr. Dieter Korczak | Moderation: Paul Werner Wagner

Das von Dr. Korczak herausgegebene Buch Meinungsfreiheit oder die Macht der Medien setzt sich mit den Entwicklungen in der Medienwelt auseinander, die durch die digitalisierte Verbreitung von Nachrichten hervorgerufen worden sind. Erfahrene Journalisten aus Funk und Fernsehen, Online- und Printmedien sowie Wissenschaftler schildern anhand verschiedener Beispiele, wie die sogenannten Mainstream-Medien die öffentliche Diskussion prägen. Der Druck zur schnellen Verwertung und Verbreitung von Nachrichten steigt. Breaking News bestimmen das Tagesgeschehen. Die Macht suggestiver Bilder ersetzt häufig fundierte und ergebnisoffene Recherche. Investigativer Journalismus ist zum Luxus geworden. Zwar ist die Meinungs- und Pressefreiheit durch Artikel 5 des Grundgesetzes geschützt. Doch äußere Bedrohungen durch Terrorismus, aber auch staatliche Zensur nehmen ebenso zu wie die „Schere im Kopf“. Erschwert wird die individuelle Meinungsbildung auch durch den „Informationskrieg“, der von den Großmächten im Internet und in den sozialen Medien angezettelt worden ist. Der Band widmet sich intensiv der Frage, inwieweit Journalisten und Medien ihrer Aufklärungs- und Kontrollfunktion gerecht werden können.

Dr. Dieter Korczak (* 1948) ist Soziologe und war  u. a. bei Reemtsma, Infratest und Marplan tätig. Er lehrte als Dozent für Medizinsoziologie an der Fachschule Nordhessen. Korczak war Vorsitzender der Interdisziplinären Studiengesellschaft für Praktische Psychologie (ISG) in München. Korczak war als Gutachter am 1., 2. und 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung beteiligt. Am 2. November 2010 wurde er zum Präsidenten der European Society for Opinion and Marketing Research (EDOMAR) gewählt.

Foto: ©Privatarchiv Dr. Dieter Korczak
Dr. Dieter Korczak