Veranstaltungen

Veranstaltungen der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Wir freuen uns sehr, dass wir ab dem 6. Juni 2021 mit Veranstaltungen und Lesungen in unserem Garten beginnen können.

Wichtige Hinweise: Da die Anzahl der Teilnehmer*Innen aufgrund der geltenden Bestimmungen der COVID-19-Eindämmungsverordnung des LAVG Brandenburg begrenzt werden muss, bitten wir um Voranmeldung zu unseren Veranstaltungen. (siehe Menü oben).

Dies kann ebenfalls telefonisch unter der Nummer
03301-5796987

oder über das Anmeldeformular:
Link zum Anmeldeformular

sowie auch per E-Mail an die Adressen
kontakt@friedrichwolf.de bzw. besuch.gedenkstaette@friedrichwolf.de erfolgen.

Bitte beachten Sie auch unbedingt unser Hygienekonzept, das die Regeln zum Infektionsschutz enthält: zum Hygienekonzept

 

Filme gegen das Vergessen
07.12. Dienstag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Hier die Termine für unsere kommenden Filmveranstaltungen:

Jüdische Filmwoche vom 7. bis 12. Dezember 2021

Filme gegen das Vergessen
Moderation: Paul Werner Wagner

Dienstag, 7. Dezember                 

18.00                                             Levins Mühle (DEFA 1980, fa, 118 min)

Gesprächspartner:                        Christian Grashof (Hauptdarsteller) und Prof. Dr. Andreas F. Kelletat (Germanist)

 

Mittwoch, 8. Dezember

18.00                                              Die Unsichtbaren – wir wollen leben (D 2017, fa , 110 min)

Gesprächspartner:                         Claus Räfle (Regisseur)

 

Donnerstag, 9. Dezember

18.00                                              Lauf Junge, lauf (D 2013, fa, 107 min)

Gesprächspartner:                         Pepe Danquart (Regisseur)

 

Freitag, 10. Dezember

18.00                                               Rabbi Wolff (D, fa, 94 min)

Gesprächspartnerin:                       Britta Wauer (Regisseurin)

 

Samstag, 11. Dezember                        

18.00                                               Die Grünsteinvariante (D 1985, fa, 105 min)

Gesprächspartner:                          Wolfgang Kohlhaase (Autor); Jörg Gudzuhn (Hauptdarsteller)

 

Sonntag, 12. Dezember 

16.30                                                Herr Zwilling und Frau Zuckermann (D 1999, fa, 126 min)

Gesprächspartner:                           Volker Koepp (Regisseur)

 

Berliner Filmmontag im Toni
Berlin im Film
06.12. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Hier die Termine für unsere kommenden Filmveranstaltungen im Kino Toni

Filmvorführungen und Filmgespräche 2021

Moderation: Paul Werner Wagner
Beginn jeweils um 18:00 Uhr

- 6. Dezember: "Boxhagener Platz" - Gesprächspartner: Matti Geschonneck

- 7. bis 12. Dezember: "Jüdische Filmwoche 2021" (nähere Informationen dazu folgen gesondert)

- 15. Dezember: "Bis dass der Tod euch scheidet" - Gesprächspartner: Katrin Sass, Martin Seifert

 

- 20. September: "Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?" - Gesprächspartner: René Pikarski

- 29. September: "KLK an PTX - Die Rote Kapelle" - Gesprächspartnerin: Jutta Wachowiak

- 4. Oktober: "Sommer vorm Balkon" - Gesprächspartner: Andreas Dresen

- 18. Oktober: "Die Buntkarierten" - Gesprächspartner: Dr. Ralf Schenk

- 26. Oktober: Buchpremiere "Lebens Licht und Lebens Schatten" Filmkunst der DDR im Gespräch (von Paul Werner Wagner und Hans-Dieter Schütt);

 "Bankett für Achilles" - Gesprächspartnerin: Stefanie Eckert

- 27. Oktober: "Dach überm Kopf" - Gesprächspartnerin: Renate Geißler

- 1. November: "Einfach Blumen aufs Dach" - Gesprächspartner: Roland Oehme

- 22. November: "Der Himmel über Berlin" - Gesprächspartner: Wim Wenders

- 24. November: "Coming out" - Gesprächspartner: Matthias Freihof

- 1. Dezember: "Die Weihnachtsgans Auguste" - Gesprächspartner: Stefanie Stappenbeck, Bodo Fürneisen

 

Weihnachtsgans-Auguste-Markt
26.11. Freitag | 12:00

Weihnachtsgans-
Auguste-Markt
Schlossplatz 1
16515 Oranienburg

Öffnungzeiten:  
12:00 – 20:00 Uhr

Fällt wegen der Corona-Bestimmungen aus!

Weihnachtsgans-Auguste-Markt in Oranienburg

Fällt wegen der Corona-Bestimmungen auch 2021 aus!

In diesem Jahr bereits am ersten Adventswochenende findet er endlich wieder statt: der "Weihnachtsgans-Auguste-Markt" in Oranienburg. Dieser ganz besondere Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz würdigt seine literarische Namensgeberin: die Weihnachtsgans Auguste nach Friedrich Wolfs gleichnamiger Geschichte.

Wolf hat in seinem Wohnhaus in Lehnitz die beliebte Geschichte rund um das zutrauliche Federvieh im Strickpullover und die Familie des Opernsängers Luitpold Löwenhaupt verfasst. Jedes Jahr sorgen die festlich geschmückte Tanne, Feuerschalen und tausende Lichter für eine heimelige Atmosphäre auf dem Schlossplatz. Eine strahlende Weihnachtsgans Auguste beobachtet vom Schlossbalkon aus das vorweihnachtliche Treiben.

Auch die Friedrich-Wolf-Gesellschaft hat traditionell ihren Platz auf dem Weihnachtsmarkt und sorgt mit Büchern und CDs – unter anderem auch der Geschichte "Die Weihnachtsgans Auguste" – dafür, dass jeder seine "Gustje" mit nach Hause nehmen kann. Aber auch zahlreiche Gespräche mit Besuchern des Marktes dienen dazu, das Interesse am Werk Wolfs zu wecken und neugierig auf einen Besuch der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte in Lehnitz und ihre zahlreichen Veranstaltungen zu machen.

Weihnachtsgans-Auguste-Markt
Lehnitzer Lesung und Gespräch
04.11. Donnerstag | 18:00

Orangerie Oranienburg

Kanalstraße 26A

16515 Oranienburg

Der Vorstandsvorsitzende des Deutsch-Russischen Forums e. V.

Matthias Platzeck

"Wir brauchen eine neue Ostpolitik - Russland als Partner"
Moderation: Hans-Dieter Schütt

Hier sind die Links zum Nachschauen der Aufnahmen: https://youtu.be/VsNm7OzGttA     und    

https://youtu.be/O2oyhXwHWAA

Das politische Vertrauen zwischen Russland und dem Westen ist zerstört. Ein gefährlicher Rüstungswettlauf hat begonnen. Gewalt gehört nach dem Ende des Kalten Krieges keineswegs der Vergangenheit an.

Die Konflikte im ehemaligen Jugoslawien und in der Ukraine sind alarmierende Beispiele.

Matthias Platzeck, den russischen Menschen und ihrem Land eng verbunden, fordert nichts weniger als eine neue Ostpolitik — im Sinne Willy Brandts
„Gräben zu überwinden, nicht zu vertiefen“.

Denn ohne oder gegen Russland wird dieser Kontinent den Europäern kein friedliches Zuhause sein.

Bild: © Deutsch-Russisches Forum e. V.
Buch: ISBN: 978-3-549-10014-1
Kein Frieden ohne Russland
Lehnitzer Lesung und Gespräch
24.10. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987

Wo Du hingehst

- Brecht und die Bibel
Moderation: Prof. Thomas Naumann

Brecht benutzt die Bibel von Jugend an als Betriebskapital seiner literarischen Produktion: Seine "Hauspostille" lehnt sich direkt an Luthers Taschenpostille an. Oft verwendet er alttestamentliche Bilder oder apokalyptische Visionen. Auch in den Chorälen der Dreigroschenoper nutzt er biblische Motive, um sein soziales Anliegen zu formulieren.

Die Intensität, mit der Brecht gerade auf die Bibel zurückgreift, ist enorm. Man fragt sich: Hat Brecht von der Bibel Besitz ergriffen - oder die Bibel von Brecht?

Brecht entnahm der Bibel nicht nur Formen und Bilder. Sie diente ihm nicht nur zur Verfremdung oder Parodie. Er nutzte die Sprengkraft der existentiellen Situationen des Alten Testaments und die moralischen Herausforderungen des Neuen Testaments, um die elende Verfassung des "Tales, das vor Jammer schallt" darzustellen - und zur Vereränderung der Welt aufzurufen.

Gefördert durch den Brandenburgischen Literaturrat aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

 

Lehnitzer Lesung und Gespräch
02.10. Samstag | 14:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Dr. Arnold Pistiak

„Was ich jetzt zu schweigen habe“

Hanns Eislers Ernste Gesänge. Annäherungen an das Spätwerk des Komponisten
Moderation: Prof. Thomas Naumann

Hanns Eislers letzte vollendete Komposition war 1962 der Zyklus  "Ernste Gesänge für Bariton und Streichorchester".

In diesen Gesängen drückt er seine Verzweiflung über den Stalinismus wie auch seine Hoffnung auf eine menschliche Perspektive des Kommunismus aus.

Die Titel der Lieder sind:

Asyl, Traurigkeit, Verzweiflung, An die Hoffnung, XX. Parteitag, Komm ins Offene Freund, Epilog.

Vier Texte stammen von Friedrich Hölderlin sowie je einer von Berthold Viertel, Giacomo Leopardi, Helmut Richter und Stephan Hermlin.

Subtil und raffiniert setzt Eisler traditionelle und moderne Musizierweisen ein. Die "Ernsten Gesänge" wurden posthum an seinem ersten Todestag uraufgeführt.

Hanns Eisler
Lehnitzer Lesung und Gespräch
im Garten der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
19.09. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Dr. Klaus-P. Anders

Die Lyrik von Friedrich Wolf

Moderation: Prof. Thomas Naumann

Das "Poesiealbum 254 Friedrich Wolf" erschien erstmals 1988. Die Dramen dominieren Wolfs Werk. Seine Gedichte stehen unverdienter Weise im Schatten, was diese Auswahl belegt.

Die zusätzlichen Gedichte der Neuauflage von 2020 hat Prof. Thomas Naumann ausgewählt. Geboren 1953, ist er der jüngste Sohn Friedrich Wolfs, Physiker am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY und Vorsitzender der Friedrich-Wolf-Gesellschaft. Dr. Klaus-P. Anders  ist der Leiter des Märkischen Verlags Wilhelmshorst, in dem die ursprünglich 1967 im Verlag Neues Leben in der DDR gegründete Lyrikreihe "Poesiealbum" weitergeführt wird. Sowohl die Autoren- als auch die Gedichtauswahl trafen und treffen der Verlag gemeinsam mit kompetenten Experten mit umfassender Werkkenntnis, die die Strömungen der Zeit sowie die Bedeutung des klassischen Erbes als Kriterium ihrer Auswahl betrachten.

In seiner Jugend besingt Friedrich Wolf die Natur seiner rheinischen Heimat. Diese Naturlyrik endet jedoch, sobald er als Militärarzt 1914 das Grauen des Krieges aus nächster Nähe erlebt. Wolf wird zum Kriegsgegner und mit der Novemberrevolution zum politischen Dichter. In revolutionären politischen Gedichten stellt er sich 1920 auf die Seite der Arbeiter und gegen das Bündnis der Sozialdemokratie mit den Offizieren des Kaisers. Und er bekennt sich zur russischen Revolution: „Wir haben Völkergemeinschaft gelobt und - den Bruder im Osten verleugnet!“ Unter dem Einfluss der Jugendbewegung kritisierte Wolf schon vor dem Krieg die bürgerliche Zivilisation. "Zerbrecht die Städte!" fordert er 1921 in seinem Zyklus „Krull“. Wolf macht seine Lyrik zur Waffe: Für seinen „Spieltrupp Südwest“ schafft er ab 1931 Satire für Agitprop-Stücke. In den ersten Jahren der Moskauer Emigration entsteht der Gedichtzyklus „Emigrantin“. Seine Stalingrad-Ballade „Fluch der Zweihunderttausend" lässt Wolf als Frontpropagandist der Roten Armee 1943 als Flugblatt an der Front verbreiten. In den Gedichten der Jahre 1943 bis 1945 verbindet er die Dramatik einer Liebe eng mit der des Krieges und einem Bekenntnis zur Sowjetunion, die ihm und seinen Söhnen Konrad und Markus zur zweiten Heimat wird. So hinterlässt uns der Mensch und Kommunist Friedrich Wolf ein zweifaches Vermächtnis:

„Kunst ist Waffeund „Ohne Liebe ist nichts getan“.