Veranstaltungen

Veranstaltungen der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Unsere Veranstaltungen und Lesungen finden ab Mai 2022 endlich wieder im wunderschönen Garten des Hauses von Else und Friedrich Wolf in Lehnitz statt.

Wichtiger Hinweis: Da die Anzahl der Teilnehmer*Innen aufgrund des Platzangebotes begrenzt ist, bitten wir um Voranmeldung zu unseren Veranstaltungen. (siehe Menü oben).

Bitte melden Sie sich mit dem folgenden Formular an:

Formular zur Anmeldung >

 

Weihnachtsgans-Auguste-Markt 09.-11.12.2022
09.12. Freitag | 12:00

Weihnachtsgans-
Auguste-Markt
Schlossplatz 1
16515 Oranienburg

Öffnungzeiten:  
12:00 – 20:00 Uhr

Weihnachtsgans-Auguste-Markt in Oranienburg

In diesem Jahr findet er endlich wieder statt: der "Weihnachtsgans-Auguste-Markt" in Oranienburg. Dieser ganz besondere Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz würdigt seine literarische Namensgeberin: die Weihnachtsgans Auguste nach Friedrich Wolfs gleichnamiger Geschichte.

Wolf hat in seinem Wohnhaus in Lehnitz die beliebte Geschichte rund um das zutrauliche Federvieh im Strickpullover und die Familie des Opernsängers Luitpold Löwenhaupt verfasst. Jedes Jahr sorgen die festlich geschmückte Tanne, Feuerschalen und tausende Lichter für eine heimelige Atmosphäre auf dem Schlossplatz. Eine strahlende Weihnachtsgans Auguste beobachtet vom Schlossbalkon aus das vorweihnachtliche Treiben.

Auch die Friedrich-Wolf-Gesellschaft hat traditionell ihren Platz auf dem Weihnachtsmarkt und sorgt mit Büchern und CDs – unter anderem auch der Geschichte "Die Weihnachtsgans Auguste" – dafür, dass jeder seine "Gustje" mit nach Hause nehmen kann. Aber auch zahlreiche Gespräche mit Besuchern des Marktes dienen dazu, das Interesse am Werk Wolfs zu wecken und neugierig auf einen Besuch der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte in Lehnitz und ihre zahlreichen Veranstaltungen zu machen.

Berliner Filmmontag im Toni
05.12. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00

Heute abend und morgen früh

(DEFA 1980, s/w, 54 min)
Gesprächspartner: Dietmar Hochmuth und Christine Schorn; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Buch und Regie: Dietmar Hochmuth; Kamera: Jürgen Lenz; Musik: Günther Fischer; Darsteller: Christine Schorn, Rolf Hoppe, Jan Spitzer, Mario Turra, Trude Bechmann

Nach einer arbeitsreichen Woche leert sich der Behandlungssaal der Stomatologie. Eine Zahnärztin wartet, bis sie allein ist, ruft vergebens zu Hause an. Sie lässt sich an diesem Abend Zeit und erlebt den Alltag anders als sonst. Schließlich genießt sie das Glück, zu Hause erwartet zu werden. Samstag früh. Das Kostbarste: Man hat Zeit füreinander. Szenen einer Ehe im Umgang von Mann und Frau.

Der Film wurde vom DDR-Fernsehfunk in Auftrag gegeben, aber nie gesendet. Er war der Diplomfilm des an der Moskauer Filmhochschule studierenden Regisseurs Dietmar Hochmuth. Erst 2015 wurde eine Kopie des Films im Archiv der Moskauer Filmhochschule entdeckt.

nd-Filmclub special
23.11. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Zum Gedenken an Wolfgang Kohlhaase (13.03.1931 – 05.10.2022)

Zum Gedenken an Wolfgang Kohlhaase: "Der Aufenthalt"

Regie: Frank Beyer; Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase; Kamera: Eberhard Geick; Musik: Günther Fischer
Moderation und Einführung: Paul Werner Wagner

Stefanie Eckert (Vorstand der DEFA-Stiftung) erinnert an Wolfgang Kohlhaase.

Gesprächspartner: Sylvester Groth, Eberhard Geick, Hans Uwe Bauer, Rainer Heise

Wolfgang Kohlhaase war ein Meister des Wortes, Beherrscher einer poetischen Filmsprache und ein großer Geschichtenerzähler. Bei der filmischen Umsetzung von Literatur besaß er ein unglaubliches Gespür für das Auffinden des Wesentlichen. Eines seiner Meisterwerke ist der grandiose DEFA-Spielfilm „Der Aufenthalt“ in der Regie von Frank Beyer nach dem 1977 erschienenen gleichnamigen Roman von Hermann Kant.

Oktober 1945. Der 19-jährige deutsche Kriegsgefangene Mark Niebuhr kommt mit anderen Gefangenen auf einem Warschauer Bahnhof an. Eine polnische Frau, die auf ihren Zug wartet, glaubt in ihm den SS-Offizier zu erkennen, der ihre Tochter bei einer Razzia in Lublin ermordet hat. Niebuhr kommt in Haft. Er erlebt den Hass eines polnischen Mitgefangenen, bei Arbeitseinsätzen wird er zu den gefährlichsten Aufgaben eingeteilt. Er wird in eine neue Zelle verlegt, wo bereits andere deutsche Kriegsgefangene sitzen. Unter ihnen herrscht eine strenge militärische Ordnung, die auf ihren einstigen Dienstgraden basiert. Langsam erkennt Niebuhr, dass er mit Mördern, Henkern und echten Kriegsverbrechern in einer Zelle sitzt.

In seinem 1977 erschienenen Roman „Der Aufenthalt“ verarbeitete der Schriftsteller Hermann Kant eigene Erlebnisse während der polnischen Kriegsgefangenschaft zwischen 1945 und 1949. Kant war in einem Arbeitslager in Warschau inhaftiert. In Polen erregte das Buch Unwillen, da es angeblich eine polnische Armee zeige, die einen Unschuldigen festhalte und drangsaliere. Dieses Bild würde, hieß es, dem polnischen Volk nicht gerecht werden und antipolnische Ressentiments schüren. Aufgrund der Intervention des polnischen Botschafters verhinderte die DDR-Regierung, dass der Film auf der Berlinale 1983 in Westberlin laufen durfte, obwohl ihm Chancen auf einen Preis eingeräumt wurden. Der Film wurde auf dem Nationalen Spielfilmfestival mit fünf Preisen ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung von nd.DerTag/nd.DieWoche, Kino Toni und DEFA-Stiftung mit freundlicher Unterstützung von Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Berliner Film- und Fernsehverband

Jüdische Filmtage 2022
13.11. Sonntag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00

Chronik eines Mordes

Regie: Joachim Hasler; Drehbuch: Angel Wagenstein
Gesprächspartner: Mirko Wiermann und Prof. Dr. Julius Schoeps; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Die Jüdin Ruth Bodenheim ist nach Kriegsende völlig gebrochen in ihre westdeutsche Heimatstadt zurückgekehrt. Mit siebzehn war sie von den Deutschen in ein Bordell nach Polen verschleppt worden, ihre Eltern ins KZ. Mit viel Geduld und Liebe hat ihr damaliger Verlobter, Dr. Martin, der sie nach der Rückkehr heiratete, neuen Lebenswillen in ihr wecken können. Doch die furchtbare Vergangenheit lebt wieder auf, als der für die Deportation der Juden Verantwortliche Zwischenzahl wieder auftaucht, als Bürgermeister kandidiert und gewählt wird. Bei der Amtseinführung erschießt Ruth ihn und hinterlegt ihre bundesdeutsche „Wiedergutmachungsakte“, die den Opfern als Abfindung angeboten wurde. Doch Ruth will kein Geld, sie will einen Prozess, der das Geschehen offenlegt. In Staatsanwalt Hoffmann findet sie einen Mitstreiter.

„Eine extreme Geschichte. Bestimmt. Aber sie hat etwas Symptomatisches. 1946 konnte Wolfgang Staudte seinen Film Die Mörder sind unter uns  noch mit der Hoffnung auf juristische Gerechtigkeit schließen, wenn auch diese Hoffnung sich schon ins Allegorische verflüchtigte.“ (Neue Zeit 1965)

Eine Veranstaltung von Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Kino Toni, Tageszeitung nd und DEFA-Stiftung in Kooperation mit Deutsches Rundfunkarchiv – gefördert von BAUWERT AG, Sruel Prajs und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Kurator und Moderator: Paul Werner Wagner
Jüdische Filmtage 2022
13.11. Sonntag | 11:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00

Im Himmel, unter der Erde

Drehbuch und Regie: Britta Wauer
Gesprächspartnerin: Britta Wauer; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Im Norden der Stadt, versteckt in einem Wohngebiet, umgeben von Mauern und bedeckt von einem Urwald aus Bäumen, Rhododendron und Efeu, liegt der Jüdische Friedhof Berlin-Weißensee. Er wurde 1880 angelegt, ist 42 Hektar groß, hat derzeit 115.000 Grabstellen und immer noch wird auf ihm bestattet. Weder der Friedhof noch sein Archiv sind je zerstört worden – ein Paradies für Geschichten-Sammler.

Britta Wauer und ihr Kameramann Kaspar Köpke waren immer wieder auf dem Jüdischen Friedhof und haben einen höchst lebendigen Ort vorgefunden. Menschen aus aller Welt kommen dort hin und können von jüdischer, Berliner und zugleich deutscher Geschichte erzählen, von der dieser Ort erfüllt ist. „Ein Dokumentarfilm voller einfühlsamer Gespräche, verblüffenden Rückblenden und unbeschwerter Musik. Aus einem toten Ort wird ein Garten. Zum Trauern, Erinnern und Glücklichsein.“ (Der Spiegel)
 

Eine Veranstaltung von Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Kino Toni, Tageszeitung nd und DEFA-Stiftung in Kooperation mit Deutsches Rundfunkarchiv – gefördert von BAUWERT AG, Sruel Prajs und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Kurator und Moderator: Paul Werner Wagner
Jüdische Filmtage 2022
12.11. Samstag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00

Professor Mamlock

Regie: Konrad Wolf; Drehbuch: Karl-Georg Egel, Konrad Wolf
Gesprächspartner: Prof. Dr. Oksana Bulgakowa und Prof. Dr. Thomas Naumann; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Professor Mamlock ist Chefarzt einer chirurgischen Klinik. Nach der Machtergreifung Hitlers verändert sich für den jüdischen Arzt und seine Familie das Leben spürbar. Seinem Sohn, der den Vater warnt und im Widerstand engagiert ist, weist er die Tür. Seine Tochter wird vom Gymnasium verwiesen. Zunächst kann er in seiner Klinik noch arbeiten, muss aber unter Druck die Entlassungspapiere anderer jüdischer Kollegen unterschreiben. Als der Nazi Dr. Hellpach, sein Oberarzt, kommissarischer Klinikleiter wird, begreift Mamlock wie richtig die politische Einschätzung seines Sohnes war.

Eine Veranstaltung von Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Kino Toni, Tageszeitung nd und DEFA-Stiftung in Kooperation mit Deutsches Rundfunkarchiv – gefördert von BAUWERT AG, Sruel Prajs und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Kurator und Moderator: Paul Werner Wagner
Jüdische Filmtage 2022
11.11. Freitag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00

Die Schauspielerin

Drehbuch und Regie: Siegfried Kühn
Gesprächspartner: Siegfried Kühn und Jenny Erpenbeck / Corinna Harfouch; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Die beiden Schauspieler Maria und Mark sind ein Paar. Doch die neuen Berufs- und sogenannten Rassegesetze im Deutschland der 1930er Jahre stehen dem Glück im Weg, denn Mark ist Jude. Maria will das nicht akzeptieren, fingiert einen Selbstmord, bricht damit ihre vielversprechende Karriere auf den großen deutschen Bühnen ab und ‚verwandelt‘ sich in eine ‚Jüdin‘, um unter falschem Namen an Marks Seite zu bleiben. Sie geht zu ihm nach Berlin, wo Mark am Jüdischen Theater spielt. Ein folgenschwerer Entschluss.

„Es ist eine unerhörte, eine schier unglaubliche Geschichte. Knapp, aber intensiv wird in nur wenigen Szenen der Zeithintergrund gezeichnet, ebenso sparsam ist auch das Bild der großen Liebe, die Maria und Mark verbindet. Nichts Sentimentales und Melodramatisches und keine psychologisierenden Motivierungen. Es ist ein beeindruckender Film, der in der antifaschistischen Tradition der DEFA eine neue Variante gefunden hat.“ (Helmut Ullrich in Neue Zeit) Corinna Harfouch erhielt beim Filmfestival Karlovy Vary den Preis für die beste weibliche Hauptrolle.


Eine Veranstaltung von Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Kino Toni, Tageszeitung nd und DEFA-Stiftung in Kooperation mit Deutsches Rundfunkarchiv – gefördert von BAUWERT AG, Sruel Prajs und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Kurator und Moderator: Paul Werner Wagner
Jüdische Filmtage 2022
10.11. Donnerstag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00

Ehe im Schatten

Regie und Drehbuch: Kurt Maetzig
Gesprächspartnerinnen: Stefanie Eckert und Dr. Lisa Schoß; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Hans Wieland, ein junger Schauspieler, lehnt es im Dritten Reich ab, sich von seiner jüdischen Frau Elisabeth scheiden zu lassen. Hans steht Abend für Abend auf der Bühne, während seine Frau Berufsverbot hat. Eines Tages, bereits im Krieg, nimmt er sie mit zu einer Premiere, wo sie auffällt. Vor die Alternative gestellt, sich scheiden zu lassen oder an die Front geschickt zu werden, was die Verschleppung seiner Frau in ein KZ zur Folge hätte, sieht er nur einen Ausweg: den gemeinsamen Tod. Er kocht Kaffee für die beiden und mischt Gift hinein.Elisabeth sieht dies, aber sagt nichts, sondern erkennt und begrüßt diesen einzigen Ausweg, der ihnen noch bleibt, um zusammenzubleiben.3. Oktober 1947, im zerstörten Berlin. Der DEFA-Spielfilm Ehe im Schatten, gedreht von Kurt Maetzig, wird erstmals in den Kinos gezeigt. Ehe im Schatten – und dies ist die Ausnahme im deutschen Nachkriegsfilm –
startet in allen vier Berliner Sektoren gleichzeitig. Mehr als zwölf Millionen Menschen sehen das bewegende Filmdrama über das Schicksal des Ehepaars Wieland, das von den Nationalsozialisten in den Freitod getrieben wird. Die Geschichte war angelehnt an das Schicksal des Schauspielerpaares Joachim und Meta Gottschalk. Ehe im Schatten wird zu einem der erfolgreichsten deutschen Filme der Nachkriegszeit. Im Filmschaffen der unmittelbaren Nachkriegszeit ist Ehe im Schatten einer der wenigen Filme, der sich dezidiert mit der jüngsten Vergangenheit auseinandersetzte und dabei auch Verfolgtenerfahrungen vom Regisseur und den Schauspielern wie Alfred Balthoff und Willi Prager aufgriff.
 

Eine Veranstaltung von Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Kino Toni, Tageszeitung nd und DEFA-Stiftung in Kooperation mit Deutsches Rundfunkarchiv – gefördert von BAUWERT AG, Sruel Prajs und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Kurator und Moderator: Paul Werner Wagner
Jüdische Filmwoche 9. - 13. November 2022
09.11. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Eröffnung der Jüdischen Filmtage

Jüdische Filmwoche: "Sterne"

Regie: Konrad Wolf; Drehbuch: Angel Wagenstein
Gesprächspartner: Hans-Eckardt Wenzel; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Herbst 1943: Der deutsche Unteroffizier Walter, ein Künstler und nun in einer bulgarischen Stadt stationiert, trifft auf die griechische Jüdin Ruth. Zusammen mit anderen Juden soll sie vom bulgarischen Zwischenlager aus nach Auschwitz deportiert werden. Zunächst begegnet Walter den Deportierten desinteressiert, doch Ruth packt Walter bei seiner Moral. Er beginnt zu ahnen, an welchen Verbrechen er teilhat. Die beiden entwickeln Zuneigung zueinander. Walter versucht den Deportierten zu helfen, zumindest Ruth zu retten. Alle seine Versuche scheitern. Am Ende rollen die Züge nach Auschwitz.

Konrad Wolfs Film wurde auf den Filmfestivals in Edinburgh, Wien und Cannes ausgezeichnet. Das in Co-Produktion mit Bulgarien entstandene Werk, eine aufrüttelnde Darstellung individueller Verantwortung in einem menschenverachtenden Krieg, konnte in Cannes aufgrund bundesdeutscher Proteste nur als bulgarischer Beitrag gezeigt werden. Ironischerweise wurde in Bulgarien der Film zunächst nicht freigegeben, weil man ein zu positiv gezeichnetes Bild der Deutschen monierte. In der BRD hingegen glaubte man, durch Kürzung der Schlusssequenzen die Geschichte besser in Szene zu setzen. Die Filmhandlung geht auf ein persönliches Erlebnis von Wagenstein zurück. Hitler hatte dem zwangsverbündeten Bulgarien ein Stück von Griechenland „geschenkt“, das Bulgarien nach dem ersten Weltkrieg verloren hatte. Um solche griechischen Juden handelt es sich bei dem Transport, der im Film in einer kleinen bulgarischen Stadt Station macht. Wagenstein war interniert im Judenlager und musste Zwangsarbeit leisten als Bautechniker
im Eisenbahnbau. Sterne ist aus seinen Erlebnissen und Erinnerungen geschrieben. Der Junge mit dem Ranzen, der Arznei aus dem deutschen Militärlager besorgt hat, war er. Nur, dass er nicht verhaftet wurde wie der Junge im Film.

Eine Veranstaltung von Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Kino Toni, Tageszeitung nd und DEFA-Stiftung in Kooperation mit Deutsches Rundfunkarchiv – gefördert von BAUWERT AG, Sruel Prajs und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Kurator und Moderator: Paul Werner Wagner
Berliner Filmmontag im Toni
07.11. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00

Irgendwo in Berlin

(DEFA 1946, s/w, 85 min)
Gesprächspartner: Charles Brauer; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Drehbuch und Regie: Gerhard Lamprecht; Kamera: Werner Krien; Musik: Erich Einegg; Darsteller: Charles Knetschke (Brauer), Harry Hindemith, Hedda Sarnow, Paul Bildt,
Fritz Rasp, Lotte Loebinger

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs: Berlin liegt in Trümmern. Die Kinder nutzen die Trümmerlandschaft als Abenteuerspielplatz. Mit Feuerwerkskörpern spielen sie Krieg. Die elfjährigen Jungen Gustav und Willi sind befreundet. Als Gustavs Vater aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrt ist er ein seelisches Wrack. Willi erklettert eine Hausruine, stürzt ab und stirbt. Der tragische Tod reißt alle aus der Lethargie. Gemeinsam beginnen sie den Wiederaufbau.

Irgendwo in Berlin  ist einer der ersten deutschen Trümmerfilme und ein zeitgeschichtliches Dokument. Der Film war das Leinwand-Debüt des damals elfjährigen Charles Knetschke, dem späteren Tatort-Kommissar an der Seite von Manfred Krug.

Foto copyright: DEFA-Stiftung Kurt Wunsch
Lehnitzer Lesung und Gespräch
06.11. Sonntag | 15:00

Achtung! Änderung: Die Lesung findet im Kulturhaus Friedrich Wolf in Lehnitz statt!

«Der Traum vom ewigen Frieden darf keine Utopie bleiben»

Im Krieg verlieren auch die Sieger

Nur der Frieden kann gewonnen werden
Daniela Dahn stellt ihr neuestes Buch vor

Es ist wieder Krieg in Europa. Und längst geht es nicht mehr um die Frage, ob wir involviert sind, sondern um das Wie. Mit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist die westliche Friedensarchitektur zusammengebrochen. Aber gab es sie denn jemals?

Politiker Deutschlands, der USA, der NATO und die Leitmedien erklären unisono, in der Ukraine werde unsere Freiheit verteidigt, deshalb müsse sie siegreich aus dem aufgezwungenen Krieg hervorgehen. Aber geht das überhaupt? Erfüllt unsere Antwort mit Wirtschaftskrieg und Waffenlieferungen den beabsichtigten Zweck?  Sind Verhandlungen geeigneter, den Krieg zu beenden?  

Börne-Preisträgerin Daniela Dahn präsentiert neue Texte zum Krieg in der Ukraine und solche aus der unmittelbaren Zeit davor: über seine Vorgeschichte, den Maidan, die russischen und die westlichen Positionen. Sie zeigt, dass der Westen Teil des Problems ist und die UNO gestärkt werden muss. Und sie wendet sich gegen Denkverbote:  «Wer den Opfern helfen will, sollte die Genesis von Krisen und Kriegen zur Kenntnis nehmen.»

Berliner Filmmontag im Toni
24.10. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00

Insel der Schwäne

(DEFA 1983, fa 89 min)
Gesprächspartner: Christian Grashof; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Regie: Herrmann Zschoche; Drehbuch: Ulrich Plenzdorf und Herrmann Zschoche nach dem gleichnamigen Roman von Benno Pludra; Kamera: Günter Jaeuthe; Musik: Peter Gotthard; Darsteller: Axel Bunke, Sven Martinek, Britt Baumann, Kerstin Reiseck, Christian Grashof, Ursula Werner, Dietrich Körner, Monika Lennartz

Der vierzehnjährige Stefan kommt aus einem beschaulichen Dorf in das Neubaugebiet Berlin-Marzahn, wo sein Vater als Bauarbeiter tätig ist. Stefans Spektrum an sozialen Erfahrungen und Regeln erweitert sich. Er lernt den ängstlichen Hubert kennen und stößt auf „Windjacke“, der hinter seiner Jovialität gegenüber Erwachsenen seine schikanöse „Politik der Stärke und Erpressung“ Jüngeren gegenüber versteckt. Und er gerät zwischen zwei Mädchen, für die der „Kampf um den Jungen“ eine Frage des Sozialprestiges ist.

Ort der Handlung des Films ist das Neubaugebiet Marzahn. Der Film schildert die Lebenssituation von Jugendlichen in der DDR der 1980er Jahre und wurde politisch hart kritisiert.

nd-Filmclub special
17.10. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Angel Wagenstein zum 100. Geburtstag

Art is a Weapon

Ein Film über Angel Wagenstein
Einführung und Laudatio: Paul Werner Wagner

Anlässlich des 100. Geburtstages des Regisseurs Angel Wagenstein zeigen die Friedrich-Wolf-Gesellschaft und die DEFA-Stiftung in Kooperation mit dem Kino Toni und nd.Der Tag/nd.Die Woche diesen Dokumentarfilm.

Angel Wagenstein hat mehrere Revolutionen erlebt, drei politische Regimes überlebt und immer wieder von neuem angefangen. Geboren am 17. Oktober 1922 in Plowdiw, wuchs er in Paris auf, kehrte nach Bulgarien zurück und kämpfte als Partisan im antifaschistischen Widerstand. Er war Konrad Wolfs bester Freund und schrieb für ihn die Drehbücher zu „Sterne“, „Der kleine Prinz“ und „Goya oder der arge Weg der Erkenntnis“. Als Autor wirkte er mit an den DEFA-Spielfilmen „Chronik eines Mordes“ (Regie Jo Hasler) und „Eolomea“ (Regie: Herrmann Zschoche). In Frankreich fand er starke Beachtung als Romancier.

Hans-Eckardt Wenzel fliegt an diesem Tag zu Angel Wagenstein nach Sofia und wird auch in unse-rem Namen gratulieren. Wir werden versuchen, vom Kino aus Angel Wagenstein in Sofia anzurufen und ihm im Namen des Publikums und all seiner Freunde zu gratulieren.

 

 

Bild zum Film von Angel Wagenstein: Art is a weapon
Berliner Filmmontag im Toni
10.10. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00

Sabine Kleist, 7 Jahre

(DEFA 1978, fa, 73 min)
Gesprächspartnerinnen: Petra Lämmel und Simone von Zglinicki; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Drehbuch und Regie: Helmut Dziuba; Kamera: Helmut Bergmann; Musik: Christian Steyer; Darsteller: Petra Lämmel, Simone von Zglinicki, Martin Trettau, Petra Barthel, Johanna Clas, Karl-Heinz Choynski, Uwe Kockisch, Johanna Clas, Gert Gütschow, Heide Kipp

Die kleine Sabine lebt nach dem Unfalltod ihrer Eltern im Heim. In ihrer Erzieherin Edith sieht sie fast eine zweite Mutter. Als Edith wegen ihrer Schwangerschaft den Beruf aufgibt, bricht für Sabine eine Welt zusammen. Sie läuft aus dem Heim davon, irrt zwei Tage und Nächte durch Berlin auf der Suche nach Menschen, denen sie sich mit ihrem Kummer anvertrauen kann.

Die Hauptdarstellerin Petra Lämmel wurde auf dem Internationalen Filmfestival Moskau 1983 mit dem Preis der Jury für Kinderfilme geehrt.

Der Autor und sein Ort
09.10. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987

Bertolt Brecht in Berlin

Gast: Der Leiter des Bertolt-Brecht-Archivs der Akademie der Künste Berlin
Prof. Dr. Erdmut Wizisla

Bertolt Brecht und Friedrich Wolf waren beide wichtige Theaterautoren der Weimarer Republik. Beide mussten während der NS-Herrschaft fliehen und lebten im Exil. Beide, obwohl aus Westdeutschland stammend, wählten nach 1945 ihren Wohnort in Berlin. Beide waren aktiv am kulturellen Wiederaufbau im Osten Deutschlands beteiligt.

Im Gespräch wird es ausgiebig Möglichkeit geben, über weitere Parallelen, aber auch verschiedene Positionen in den Auseinandersetzungen jener Zeit, über Nachkriegsgeschichte und -kultur und ihre Bedeutung für die Gegenwart zu sprechen.

Der Leiter der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte, Dr. Jens Ebert, wird mit seinen Gästen ausloten, wo literarische, weltanschauliche und ästhetische Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den jeweiligen Autorinnen und Autoren und Friedrich Wolf liegen.

 

Lehnitzer Symposium
02.10. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987

„Ritterkreuzsiedlung – Ernst-Thälmann-Siedlung – Waldsiedlung“

Lehnitzer Symposium
Dr. Norbert Rohde; Bodo Becker

Die Lehnitzer Siedlung kann mittlerweile auf eine mehr als 80jährige Geschichte zurückblicken. Nicht nur durch Friedrich Wolf wurde die Siedlung auch zu einem literarischen Ort. Viele Lehnitzer Geschichten sind aber noch zu entdecken.

Wir wollen herausfinden, was man der Öffentlichkeit durch eine zukünftige Ausstellung in der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte präsentieren kann, soll und muss. Architekturgeschichte und ihre Bewahrung ist ein Aspekt dabei. Die Gedenkstätte ist das einzige Gebäude der Siedlung, das öffentlich zugänglich ist.

Das erste Lehnitzer Symposium wird die verschiedenen Facetten der Geschichte aufgreifen. Dies soll aber nur der Anfang sein. Alle Lehnitzer, aber auch andere, die von der Geschichte Kenntnisse haben, sind eingeladen zum Diskutieren, Erforschen und Sammeln – zum Mitmachen!

Dr. Norbert Rohde und Bodo Becker geben in ihren Vorträgen tiefe Einblicke in die wechselvolle Geschichte von Lehnitz und speziell der heutigen Waldsiedlung.

Eintritt: 5 €

Das Symposium wird freundlich unterstützt durch:

                

 

 

BUCH IM GESPRÄCH
27.09. Dienstag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00

Egon Krenz - Buch im Gespräch

„Aufbruch und Aufstieg“ – Erinnerungen
Egon Krenz im Gespräch mit Paul Werner Wagner

Der einstige Staatschef der DDR legt seine Memoiren vor. Egon Krenz berichtet über seinen Weg, der nicht untypisch für die DDR und dennoch ein besonderer war und ihn nach Schlosserlehre, Lehrerstudium und Arbeit als Jugendfunktionär zum »Nachwuchskader« der Partei machte. Und, wie alsbald in den Westmedien gemunkelt wurde, zu »Honeckers Kronprinzen«. Als er dessen Nachfolger an der Spitze des Staates wurde, war der Untergang des Landes nicht mehr aufzuhalten. Durch sein gesamtes Leben zieht sich gleichsam leitmotivisch die Vorstellung von einer besseren Gesellschaft, »dass ein gutes Deutschland blühe«, wie es in Brechts »Kinderhymne« heißt, die in jener Zeit entstand, in die auch der Beginn des politischen Lebens von Krenz fällt. „Aufbruch und Aufstieg“ ist der erste Band seiner auf drei Bände angelegten Memoiren.

 

ISBN 978-3-360-02805-1
Konzert
18.09. Sonntag | 15:00
Garten und Bühne des Friedrich-Wolf-Hauses
Alter Kiefernweg 5
16515 Oranienburg (Lehnitz)
DAS ALLERSCHÖNSTE NOCH NICHT GESEHN

Wenzel im Trio

mit Hannes Scheffler und Thommy Harendt

Das Allerschönste noch nicht gesehn – heißt, die Zukunft als betörendes Ereignis zu träumen. In den stillen Stunden des Lockdowns experimentierte die Band mit leisen und lauten Tönen, der Sprachlosigkeit zu entkommen. Da tobt der Wahn, da spioniert der Denunziant, da gesundet der Zweifelnde an der weichen Haut seiner Liebe. Das Netz der musikalischen Fäden spannt sich weit über das irdische Suchen und Finden. In Zeiten, da das Geschrei zur bestimmenden Kommunikationsweise aufgestiegen ist, windet sich der heilige Zorn aus den leisen Bedenken. Sprich leise, sonst hören wir nicht die Welt.

Wenzel ist Autor, Komponist, Musiker, Sänger, Schauspieler und Regisseur. Tourneen führten ihn durch Frankreich, Österreich, Amerika, Nikaragua, Kuba, die Türkei u.a.. Wenzel stand mit Arlo Guthrie, Randy Newman, Billy Bragg, Konstantin Wecker und vielen anderen Musikern auf der Bühne. Wenzel hat Ehrungen überstanden von der GOLDENEN AMIGA, dem Heinrich-Heine-Preis über den Deutschen Kleinkunstpreis, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik (acht Mal) sowie dem Preis der Liederbestenliste.

Termin:  Sonntag, 18. September 2022, 15 Uhr

Zum Anmeldeformular >

Ort: Bühne im Garten der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte

Alter Kiefernweg 5 in Lehnitz, 16515 Oranienburg

Einlass ab 14 Uhr               Eintritt  22 € (Tickets direkt vor Ort an der Kasse)

Für Essen und Trinken ist gesorgt.

Wir bitten um Voranmeldung per Mail an  kontakt@friedrichwolf.de
oder über unsere Webseite   www.friedrichwolf.de

bzw. direkt hier: Zum Anmeldeformular >

Ein Hinweis zur Anreise:

Es stehen leider keine Pkw-Parkplätze direkt im Alten Kiefernweg zur Verfügung. Bitte nutzen Sie die Parkmöglichkeiten in der und rund um die Friedrich-Wolf-Straße oder den Parkplatz an der Friedrich-Wolf-Grundschule in der Dianastraße.

Copyright: © Frau-müller.de
Berliner Filmmontag im Toni
05.09. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Berlin im Film - 2. Halbjahr 2022

Berlin um die Ecke

(DEFA 1965/90, s/w, 85 min)
Gesprächspartner: Wolfgang Kohlhaase; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Regie: Gerhard Klein; Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase; Musik: Georg Katzer; Darsteller: Dieter Mann, Monika Gabriel, Erwin Geschonneck,
Kaspar Eichel, Kurt Böwe, Harald Warmbrunn, Hans Hardt-Hardtloff

Junge Arbeiter in einem Berliner Metallbetrieb Mitte der 1960er Jahre. Vieles im Betrieb stört sie, doch niemand nimmt ihre Kritik wahr. Nur mit dem alten Meister können die jungen Kollegen offen reden. Eines Tages bricht der Meister im Betrieb tot zusammen. Ein fanatischer Redakteur der Betriebszeitung kritisiert die Jungen rigide. Einer der Jungen reagiert mit Gewalt.
Der Film wurde im Zustand des Rohschnitts abgebrochen und erst 1990 beendet. Die Wunden seiner Entstehung sind sichtbar. Wir erinnern an den kürzlich verstorbenen Dieter Mann.

Foto copyright: DEFA-Stiftung Heinz Wenzel
Andere
Friedrich Wolf für Kinder
30.06. Donnerstag | 10:00
Garten und Bühne des Friedrich-Wolf-Hauses
Alter Kiefernweg 5
16515 Oranienburg (Lehnitz)
Märchenstunden bei Else und Friedrich Wolf

Friedrich Wolf für Kinder

Bummi und Bolle
gelesen von Sabine Högner und Kristina Peters

„Gegensätzlicher kann ein Freundespaar nicht sein: Bummi, der quirlige Schnauzer, stets zu Streichen aufgelegt, und Bolle, der gemütvolle Dackel, den nichts aus der Ruhe bringt. Und doch sind sie ein Herz und eine Seele ...“

Friedrich Wolf schrieb in Lehnitz diese Geschichte über Freundschaft und Verlässlichkeit.

Am Donnerstag, dem 30. Juni 2022, werden die Vorschulkinder im ehemaligen Wohnhaus und Garten von Else und Friedrich Wolf die ganze Geschichte erfahren. Gemeinsam mit Sabine Högner und Kristina Peters gibt es dort noch viel zu entdecken.

Sommerfest der Friedrich-Wolf-Gesellschaft 2022
19.06. Sonntag | 15:00
Garten und Bühne des Friedrich-Wolf-Hauses
Alter Kiefernweg 5
16515 Oranienburg (Lehnitz)
Musikalisch-literarischer Höhepunkt des Jahres:

Sommerfest der Friedrich-Wolf-Gesellschaft 2022

Andreas Dresen / Hans Dieter Schütt: Glücks Spiel – Porträt eines Regisseurs
Moderator: Hans-Dieter Schütt, musikalische Begleitung: Andreas Dresen und Jürgen Ehle

Fällt leider aus

Andreas Dresen zählt zu den bekanntesten und international erfolgreichen Regisseuren in Deutschland. Seine preisgekrönten Filme beschäftigen sich immer wieder mit den oft unscheinbaren Abgründen des Alltags und mit dem Verhältnis von Ost und West.

Mit Filmen wie HALBE TREPPE, SOMMER VORM BALKON, WOLKE 9, HALT AUF FREIER STRECKE, GUNDERMANN und zuletzt RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH hat er sich einen festen Platz im deutschen Kino der Gegenwart und ein ebenso treues Publikum erarbeitet. Viele seiner Filme sind preisgekrönt und begeistern neben dem Kino-Publikum auch die Filmkritiker. Andreas Dresens Filme zeigen in jedem Falle Haltung, regen zu spannenden Diskussionen an und hinterlassen Spuren.

In diesem Buch spricht Dresen offen und ausführlich über sein Leben, seine künstlerische Arbeit und seine Ansprüche an eine gelingende Existenz. So blickt der Leser nicht nur hinter die Kulissen des Kinos, sondern erfährt auch von den Bemühungen, beim Leben nicht in den falschen Film zu geraten.

Hans-Dieter Schütt ist Herausgeber und Autor von Biografien u. a. über Kurt Böwe, Klaus Löwitsch, Reinhold Messner, Alfred Hrdlicka, Frank Castorf, Gerhard Gundermann, Sahra Wagenknecht, Regine Hildebrandt, Ursula Karusseit, Thomas Langhoff, Rüdiger Nehberg, Friedrich Schorlemmer, Frank Castorf und Dieter Mann und veröffentlichte mehrere Essays wie zum Beispiel »Doppelt leben« und »Glücklich beschädigt«. 

Jürgen Ehle ist ein begnadeter Gitarrist und Sänger, der schon bei der Gruppe "4 PS" spielte, aus der 1981 die legendäre Rock-Kult-Band "Pankow" hervorging, die im vergangenen Jahr bereits ihr vierzigjähriges Bestehen feiern konnte. Er war auch Mitglied der "Gitarreros" - einem für das Festival Rock für den Frieden im Jahr 1986 zeitweiligen Zusammenschluss der besten Musiker der DDR-Rockmusik.

Inspiriert durch die Beschäftigung mit der Musik von Gundi Gundermann bei der Produktion des gleichnamigen Films, gründeten Andreas Dresen, Hauptdarsteller Alexander Scheer und Jürgen Ehle vor etwa 4 Jahren eine Band und treten seitdem gemeinsam mit nichtabreißendem Erfolg bei deutschlandweiten Konzerten auf.

 

Das Foto zeigt Andreas Dresen.

 

Das Foto zeigt Andreas Dresen.
Berliner Filmmontag im Toni
13.06. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00

Die Verrufenen

D 1925, Stummfilm
Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner; Gast: Hans Helmut Prinzler (Filmhistoriker)

Die Verrufenen: Das ist ein Milieu-Film, in dem das reiche und das arme Berlin kontrastiert werden. Ein Ingenieur, Robert Kramer, kommt durch einen Meineid ins Gefängnis und fällt damit aus seinem stabilen Lebenszusammenhang. Er findet keine Arbeit mehr, will ganz aufgeben, wird durch die Prostituierte Emma gerettet, findet einen Freund – einen Fotografen, den wir durchaus als Zille-affin betrachten dürfen – und kehrt mit dessen Hilfe und seinem technischen Geschick in seine alten Berufszusammenhänge zurück. Am Ende stirbt Emma in Roberts Armen und er findet bei einer Industriellen ein neues Glück.

Eine Veranstaltung von Friedrich-Wolf-Gesellschaft, nd und Kino Toni mit freundlicher Unterstützung von BAUWERT AG.

Märchenstunden bei Else und Friedrich Wolf
12.06. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Märchenstunden bei Else und Friedrich Wolf

Pit Pikus und die Möwe Leila

Geschichten für große und kleine Menschen - von Friedrich Wolf
Sabine Högner liest

Aller guten Dinge sind DREI: Nach dem „Osterhasenfell“ und den „Märchen von Blumen und Pflanzen“ setzt die Friedrich-Wolf-Gedenkstätte im Juni ihre Veranstaltungsreihe für Kinder fort.

Am 12. Juni 2022 stehen Pit Pikus und die Möwe Leila im Mittelpunkt. Die ungewöhnliche Freundschaft zwischen der Möwe und einem Specht kann die Kinder anregen, stets über aktuelle Fragen des Zusammenlebens von Menschen nachzudenken. Durch die wachsende Freundschaft der Tiere, entgegen der Meinung der Älteren, überwinden die Möwe und der Specht alle Vorurteile. Sabine Högner liest diese wundervolle Geschichte mit Happy End. Aber es gilt weitere spannende Tiermärchen zu entdecken: „Bummi und Bolle“ oder auch „Die Geschichte vom alten und jungen Pferd“. Sogar Bienen und Affen spielen in den „Geschichten für große und kleine Menschen“ von Friedrich Wolf mit. Einige haben einen engen Bezug zu der Zeit, als der Arzt und Schriftsteller in Lehnitz lebte. Ihm und seiner Frau, Else Wolf, waren Kinder stets wichtig. Das zeigen heute noch Ausstellungsstücke in der Gedenkstätte, die zu einem Besuch in Lehnitz, Alter Kiefernweg 5, einlädt.

Alle Veranstaltungen für Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren finden in der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte statt. Der Eintritt beträgt 3 €.

Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung unter Telefon 03301-5796987 oder per Mail an besuch.gedenkstaette@friedrichwolf.de