Veranstaltungen

Veranstaltungen der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Unsere Veranstaltungen und Lesungen finden ab Mai 2022 endlich wieder im wunderschönen Garten des Hauses von Else und Friedrich Wolf in Lehnitz statt.

Wichtiger Hinweis: Da die Anzahl der Teilnehmer*Innen aufgrund des Platzangebotes begrenzt ist, bitten wir um Voranmeldung zu unseren Veranstaltungen. (siehe Menü oben).

Dies kann ebenfalls telefonisch unter den Nummern
03301-5796987

0163 -8971031

oder über das Anmeldeformular:
Link zum Anmeldeformular

sowie auch per E-Mail an die Adressen
kontakt@friedrichwolf.de bzw. besuch.gedenkstaette@friedrichwolf.de erfolgen.

 

 

Lehnitzer Lesung und Gespräch
29.05. Sonntag | 15:00
Garten und Bühne des Friedrich-Wolf-Hauses
Alter Kiefernweg 5
16515 Oranienburg (Lehnitz)
Juan Moreno - Journalist des Jahres 2019

Glück ist kein Ort

Stories von unterwegs

Als der Reporter Juan Moreno von einer seiner Auslandsreisen zurückkommt, sieht er nervös die Drogenspürhunde am Zoll – er ist sich sicher, nach Kokain geradezu zu stinken. Er hat bei kolumbianischen Rebellen im Dschungel auf Kokainplatten geschlafen, anders ging es nicht – aber wie erklärt man das einem deutschen Zollbeamten?

Juan Morenos Geschichten von unterwegs sind eine großartige Lektüre, überraschend, dramatisch, packend.

Moreno fährt viertausend Kilometer quer durch Europa mit einem Kleinbus voller Arbeitsmigranten, spricht mit Killern der Farc-Guerilla über Auftragsmord und mit Mike Tyson über Schmerz und Ruhm. Mit kubanischen Fischern fährt er aufs Meer, und er überlebt die gefährlichste Flüchtlingsroute der Welt, den Darién Gap. Als er eine Auszeit braucht, geht er ein Jahr lang auf Weltreise. Aber das Abenteuer wartet auf den, der es versteht, auch anderswo: ob zu Hause, bei den frommen Pilgern auf dem Jakobsweg oder in der Heimat Spanien. Dies alles erzählt Moreno in dem typischen Sound, der ihm seit Jahren eine große Leserschaft sichert: mit Witz und Tiefgang, stilistisch elegant und scharf beobachtet.    

Link zur Anmeldung: http://www.friedrichwolf.de/?q=content/anmeldung-zu-lehnitzer-veranstaltung-im-garten-der-friedrich-wolf-gedenkst%C3%A4tte

 

Juan Moreno © Mirco Taliercio
Internationaler Museumstag
15.05. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Dr. Jens-Uwe Schade vom MLUK Brandenburg

Wölfe in Brandenburg

Dr. Jens Ebert / Dr. Jens-Uwe Schade

Ausnahmsweise stehen dieses Mal die vierbeinigen Wölfe im Mittelpunkt des Lehnitzer Gesprächs in der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte. Der Leiter, Dr. Jens Ebert, hat als Gesprächspartner Dr. Jens-Uwe Schade vom Brandenburger Ministerium  für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz eingeladen.

Dr. Schade leitet dort die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und hat unlängst eine Informationsbroschüre zum Thema verfasst, die an diesem Tag kostenlos in der Gedenkstätte erhältlich ist. Im Mittelpunkt wird die Geschichte der Wolfspopulationen in Brandenburg stehen, ihre Entwicklung, Fragen des Naturschutzes und Probleme im Zusammenhang mit der bäuerlichen Tierhaltung.

Andere
14.05. Samstag | 16:00
Garten und Bühne des Friedrich-Wolf-Hauses
Alter Kiefernweg 5
16515 Oranienburg (Lehnitz)

Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
 

Festliches Frühlingskonzert mit den Ensembles der Kreismusikschule

Kulturdezernent Matthias Rink und Musikschulleiter Manfred Schmidt

Auf bestes Frühlingswetter hofft die Kreismusikschule Oberhavel am Samstag, dem 14. Mai: Nach coronabedingt längerer Pause darf wieder gemeinsam musiziert und zum traditionellen Frühlingskonzert aufgespielt werden. Das Konzert findet unter freiem Himmel statt.

"Die Schülerinnen und Schüler unserer Kreismusikschule haben mit Unterstützung der Lehrkräfte und ihrer Eltern in den vergangenen Monaten fleißig geübt und viel dazugelernt. Das hinzugewonnene Können wollen sie nun gemeinsam präsentieren und freuen sich auf ein großes Publikum, das ihnen zuhören und zuschauen wird", lädt Kulturdezernent Matthias Rink zu dem Konzert ein.

Es treten auf:

Jugendkammerorchester
BANDe
VokalAnsemble

Während der Open-Air-Musikveranstaltung werden sich bekannte Ensembles, neu gegründete Bands sowie Solistinnen und Solisten gleichermaßen vorstellen. "Neben verschiedenen Tänzen, beeindruckenden Eigenkompositionen, Jazz- und Popklassikern wird auch die klassische Musik nicht fehlen. Stücke von Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi sind ebenso geplant wie bekannte Songs, darunter ‚Stairway to Heaven‘ oder ‚The Final Countdown‘. Kurzum: Unsere Gäste dürfen ein kurzweiliges Programm erwarten, bei dem jeder musikalisch auf seine Kosten kommt“, kündigt Musikschulleiter Manfred Schmidt an.

Andere
05.05. Donnerstag | 18:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987

Bühne im Garten der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte in Lehnitz

5. Geburtstag

Theater der Verrückten

Stimmen! Hören! Spielen!
Stephan B. Antczack - Netzwerk Stimmenhören e. V.

Das »Theater der Verrückten« ist ein Kollektiv von krisenerfahrenen Menschen, die sich mit ästhetischen Mitteln gegen die Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Problemen einsetzen.

Dabei nutzen sie u. a. Werkzeuge des »Theaters der Unterdrückten« nach Augusto Boal. Sie besprechen ihre Fragen mit dem Publikum, und es gibt die Gelegenheit, andere Möglichkeiten zu erproben.

Mitmachen kann jede/r. Der Fokus richtet sich auf: Genesung, Öffnung und Vielfalt in der Gesellschaft. Das Theater der Verrückten strebt nach Unabhängigkeit von der Mainstream-Psychiatrie und gehört zur Selbsthilfe-Organisation Netzwerk Stimmenhören e.V.

Anlass des Auftritts bei der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte ist der 5. Geburtstag des Theaterkollektivs am »internationalen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen« und dem »Tag der Theaterpädagogik«.

Friedrich Wolf war Arzt, Antifaschist und Autor der Arbeiter*innenbewegung, der in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts in Stuttgart den »Spieltrupp Südwest« initiiert und geleitet hat.

Unterstützung erfährt das »Theater der Verrückten« durch ABZ GmbH: umalleskuemmerkaefer.de und zeitlich begrenzt für diesen Auftritts- und Probenprozess durch das Netzwerk Selbsthilfe.

Anmeldungen für den Auftritt und per Mail:
theater.der.verrueckten@gmail.com oder unter kontakt@friedrichwolf.de

sowie
telefonisch unter: 0178 522 92 46.

Berliner Filmmontag im Toni
02.05. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Berlin im Film - 1. Halbjahr 2022

Frauenschicksale

(DEFA 1952); Regie: Slatan Dudow
Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner, Gesprächspartner: Dr. Ralf Schenk

Ort der Handlung ist das Berlin der 1950er Jahre mit der noch offenen Grenze. Slatan Dudow eröffnet den Film mit einer effektvollen Montage: mit Bildern aus Berlin, dem Dächermeer der Stadt, der Totale einer Fabrik mit hoch in den Himmel ragenden Schornsteinen, einer morgendlichen Straße. Bertolt Brecht steuerte das Lied vom Glück bei. Der Film wurde kritisiert, weil Dudow keinen positiven Arbeiterhelden in den Mittelpunkt rückte, sondern einen Westberliner Taugenichts, der die Frauen allesamt erst „durch Schaden klug werden“ lässt. Das widersprach den Prinzipien des „Sozialistischen Realismus“.

Junge Frauen aus Ost und West begegnen dem verführerischen Conny, der sie nach Belieben ausnutzt und wieder fallenlässt. Renate, aus bürgerlichen Verhältnissen stammend, wird für ihn zur Diebin und schuld am Tod ihres Bruders. Die Jurastudentin Barbara, Überlebende eines KZ, sehnt sich nach etwas Geborgenheit. Die Näherin Anni erwartet ein Kind von Conny und wird eiskalt abserviert. Allein die abgetakelte Westberliner Adlige Isa von Trautwald scheint die passende Gefährtin für Connys lockeren Lebenswandel zu sein.

Tickets können direkt im Kino oder online unter www.kino-toni.de erworben werden.

Ausstellung - Finissage
27.04. Mittwoch | 18:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Finissage zur Ausstellung über Else Wolf

„Ohne Liebe ist nichts getan“

Else Wolf (1898–1973)
Stationen eines unruhigen Lebens

Finissage: 27. April 2022, 18:00 Uhr in der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte

Cornelia Bera liest aus dem Briefwechsel von Else und Friedrich Wolf

Die Ausstellung, die am 31. März 2022 in der Stadtbibliothek Oranienburg eröffnet wird und bis zum 25. April dort zu sehen ist, gibt Einblicke in das Leben von Else Wolf und das ­ihres Ehemannes, des Schriftstellers und Arztes Friedrich Wolf, ­sowie ihrer Söhne Markus und Konrad.  | Download Flyer zur Ausstellung (PDF)

Lehnitzer Lesung und Gespräch
24.04. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Katharina Höftmann Ciobotaru

"Alef"

Eine Geschichte zweier Familien konträrer Herkunft.
Moderation: Dieter Starke (Institut Neue Impulse)

Hier der Link zum Mitschnitt: http://youtu.be/GpaOwl9GyKg                         

Der erste literarische Roman von Katharina Höftmann Ciobotaru, der in Teilen auch ihre eigene Geschichte beleuchtet und den sie selbst als "die echteste Geschichte, die ich erzählen konnte", bezeichnet.

Alef  erzählt von Maja und Eitan – und einer großen Liebe.

Maja wächst in Ostdeutschland auf. Ihre alkoholkranke Mutter wird trotz dieser Sucht zu einer Gewinnerin der Wende, während ihr Vater sich in diesen Zeiten verliert. In Eitans Familie spielt die Verarbeitung der Holocaust-Erfahrungen die dominante Rolle. Seine Großmutter wartet täglich auf den in Auschwitz ermordeten Bruder, seine Mutter ist nach einem Pogrom mit ihren Eltern vom Irak nach Israel geflüchtet. Als Maja und Eitan sich begegnen und es für sie die eine, wahre Liebe ist, müssen sie mit dem Aufeinanderprallen dieser zwei Welten kämpfen. Eitan fühlt sich in Deutschland verloren, Maja kämpft mit der Glaubensfrage.

Alef  erzählt die Geschichte zweier Familien, deren Herkunft konträrer nicht sein kann. Eine Geschichte von Schicksalsschlägen und Veränderungen, von Schuld und davon, was Liebe überwinden kann – und was nicht.

Die Lesung ist eine Kooperationsveranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und des Instituts Neue Impulse e.V.

Bild: Katharina Höftmann Ciobotaru © Kat Kaufmann; Buchcover "Alev" © Ecco Verlag

Berliner Filmmontag im Toni
04.04. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00

Die Legende von Paul und Paula

Gesprächspartner: Winfried Glatzeder (Hauptdarsteller)
Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Paula, alleinerziehende Mutter zweier Kinder, lernt in einem Ostberliner
Musiklokal den Staatsbeamten Paul kennen. Paul ist verheiratet,
wird aber von seiner Frau betrogen. Die beiden verlieben sich
ineinander. Während Paula bereit ist, für das gemeinsame Glück mit
allen bürgerlichen Konventionen zu brechen, zögert Paul zunächst.
Bis auch er erkennt, dass er in Paula seine große Liebe gefunden hat.
Der Film wurde zum großen Teil in der Singerstraße in Berlin-
Friedrichshain
gedreht. Zur Zeit der Entstehung des Films war das
östliche Ende der Straße eine große Baustelle mit vielen entstehenden
Plattenbauten. Der Film zeigt dabei die Ausmaße des Stadtumbaus,
für den ganze Straßenzüge nach und nach weggesprengt
wurden. Die Verfilmung von Heiner Carow war mit etwa drei Millionen
Zuschauern ein Kassenschlager. Dabei drohte ursprünglich
ein Aufführungsverbot, bis Erich Honecker persönlich entschied,
den Film freizugeben. Die Legende von Paul und Paula wurde einer
der Kultfilme der DEFA.
„Ein erfrischend unterhaltsamer und offener Film, der Traum und
Wirklichkeit, Poesie und banale Alltagsrealität mischt und mit Spaß,
Ironie und Ernst künstlerisch entfaltet. Der schauspielerisch beachtliche
Film macht durch seine grotesken Übersteigerungen deutlich,
dass den Menschen auch in der realsozialistischen Gesellschaft das
Glück nicht von vornherein in die Wiege gelegt wird. Sowohl das
emotionale als auch das kritische Potential des Films, nicht zuletzt
sein Plädoyer für Individualität und die Kraft der Träume, sorgten in
der DDR für einen anhaltenden Publikumserfolg.“ – filmdienst.

Lehnitzer Lesung und Gespräch
27.03. Sonntag | 15:00

Hier der Link zum Mitschnitt: https://youtu.be/iwLbFNq2Nlc

Um die Ecke in die Welt

Wolfgang Kohlhaase zum 91. Geburtstag

Mit: Ines Burdow, Bastienne Voss und Wolfgang Kohlhaase

Hier der Link zum Mitschnitt: https://youtu.be/iwLbFNq2Nlc

„Man schreibt immer von dem, was man schon weiß, und von dem, was einem gerade widerfährt. Man spricht von dem, was man erkundet, und von dem, was man lange kennt und besser zu kennen glaubt als jeder andere. Und wieder etwas anderes erfährt man nur durch das Schreiben, man weiß vorher nicht genau, was. Wenn im Schreiben kein Abenteuer wäre, wie sollte eins im Leben sein?“ (1974) Wolfgang Kohlhaase

Filme wie Solo Sunny, Sommer vorm Balkon, Die Stille nach dem Schuss, In Zeiten des abnehmenden Lichts und noch viele mehr sind allgemein bekannt. Bastienne Voss und Ines Burdow lesen aus Wolfgang Kohlhaases Erinnerungen, die er in seinem Buch "Um die Ecke in die Welt" niedergeschrieben hat.

Bastienne Voss ist Schauspielerin, Sprecherin und Schriftstellerin. Ines Burdow ist Schauspielerin, Sprecherin und Autorin.

Wolfgang Kohlhaase wird im zweiten Teil der Veranstaltung mit Ines Burdow und Bastienne Voss ins Gespräch kommen und Fragen aus dem Publikum beantworten.

Unterstützt durch Brandenburgischer Literaturrat aus Mitteln des MWFK.

 

Filme gegen das Vergessen
10.03. Donnerstag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
FILM UND GESPRÄCH

zum 40. Todestag von Konrad Wolf

Sonnensucher
Moderation: Paul Werner Wagner; Gesprächspartner: Hans-Eckardt Wenzel, Dr. Rainer Karlsch

Nach dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki im August 1945 wurde der Bau der sowjetischen Atombombe von Stalin zur dringlichsten Aufgabe erhoben.

Auf der Suche nach geeigneten Abbaugebieten des „Bombenstoffs“ Uran geriet die Region Erzgebirge/Vogtland ins Blickfeld sowjetischer Interessen. Die daraufhin im Frühjahr 1947 gegründete Wismut AG entwickelte sich rasch zum wichtigsten Uran-Bergbaubetrieb im sowjetischen Machtbereich. Der Film „Sonnensucher“ von Konrad Wolf aus dem Jahr 1958 erzählt die Geschichte zweier Frauen (Lutz: Ulrike Germer; Emmi: Manja Behrens), die nach einer Schlägerei zur Arbeit im Betrieb zwangsverpflichtet werden. In seiner überzeugenden Bildsprache spiegelt er die Atmosphäre der 50er Jahre im größten Reparationsbetrieb des 20. Jahrhunderts und ist „ein packendes Abbild des schweren, oft kaum zu bewältigenden Neuanfangs“

Wegen seines ungewöhnlich realistischen und konfliktreichen Stoffes musste „Sonnensucher“ kurz vor der Premiere 1959 zurückgezogen werden und blieb dreizehn Jahre verboten, bis er 1972, nach der Machtübernahme Erich Honeckers, endlich in die DDR- Kinos kam.

Der beeindruckende Film des Meisterregisseurs Konrad Wolf besticht durch schauspielerisches Können, imposante Bilder aus der Arbeitswelt unter Tage und herrliche Milieustudien der deutschen und russischen Bergleute. Ein besseres Verständnis zwischen Deutschen und Russen war für Konrad Wolf, den ehemaligen Offizier der Roten Armee, ein Herzensanliegen.

Filme gegen das Vergessen
12.12. Sonntag | 16:30
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Hier die Termine für unsere kommenden Filmveranstaltungen:

Jüdische Filmwoche vom 7. bis 12. Dezember 2021

Filme gegen das Vergessen
Moderation: Paul Werner Wagner

Sonntag, 12. Dezember 

16.30                                                Herr Zwilling und Frau Zuckermann (D 1999, fa, 126 min)

Gesprächspartner:                           Volker Koepp (Regisseur)

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Dienstag, 7. Dezember                 

18.00                                             Levins Mühle (DEFA 1980, fa, 118 min)

Gesprächspartner:                        Christian Grashof (Hauptdarsteller) und Prof. Dr. Andreas F. Kelletat (Germanist)

 

Mittwoch, 8. Dezember

18.00                                              Die Unsichtbaren – wir wollen leben (D 2017, fa , 110 min)

Gesprächspartner:                         Claus Räfle (Regisseur) und Alejandra López (Drehbuchautorin)

Donnerstag, 9. Dezember

18.00                                              Lauf Junge, lauf (D 2013, fa, 107 min); Gesprächspartner: Pepe Danquart (Regisseur)

Freitag, 10. Dezember

18.00                                               Rabbi Wolff (D, fa, 94 min)

Gesprächspartnerin:                       Britta Wauer (Regisseurin) und Kaspar Köpke (Kameramann)

Samstag, 11. Dezember                        

18.00                                               Die Grünsteinvariante (D 1985, fa, 105 min); Gesprächspartner:                          Wolfgang Kohlhaase (Autor)

Weihnachtsgans-Auguste-Markt
26.11. Freitag | 12:00

Weihnachtsgans-
Auguste-Markt
Schlossplatz 1
16515 Oranienburg

Öffnungzeiten:  
12:00 – 20:00 Uhr

Fällt wegen der Corona-Bestimmungen aus!

Weihnachtsgans-Auguste-Markt in Oranienburg

Fällt wegen der Corona-Bestimmungen auch 2021 aus!

In diesem Jahr bereits am ersten Adventswochenende findet er endlich wieder statt: der "Weihnachtsgans-Auguste-Markt" in Oranienburg. Dieser ganz besondere Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz würdigt seine literarische Namensgeberin: die Weihnachtsgans Auguste nach Friedrich Wolfs gleichnamiger Geschichte.

Wolf hat in seinem Wohnhaus in Lehnitz die beliebte Geschichte rund um das zutrauliche Federvieh im Strickpullover und die Familie des Opernsängers Luitpold Löwenhaupt verfasst. Jedes Jahr sorgen die festlich geschmückte Tanne, Feuerschalen und tausende Lichter für eine heimelige Atmosphäre auf dem Schlossplatz. Eine strahlende Weihnachtsgans Auguste beobachtet vom Schlossbalkon aus das vorweihnachtliche Treiben.

Auch die Friedrich-Wolf-Gesellschaft hat traditionell ihren Platz auf dem Weihnachtsmarkt und sorgt mit Büchern und CDs – unter anderem auch der Geschichte "Die Weihnachtsgans Auguste" – dafür, dass jeder seine "Gustje" mit nach Hause nehmen kann. Aber auch zahlreiche Gespräche mit Besuchern des Marktes dienen dazu, das Interesse am Werk Wolfs zu wecken und neugierig auf einen Besuch der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte in Lehnitz und ihre zahlreichen Veranstaltungen zu machen.

Weihnachtsgans-Auguste-Markt
Lehnitzer Lesung und Gespräch
04.11. Donnerstag | 18:00

Orangerie Oranienburg

Kanalstraße 26A

16515 Oranienburg

Der Vorstandsvorsitzende des Deutsch-Russischen Forums e. V.

Matthias Platzeck

"Wir brauchen eine neue Ostpolitik - Russland als Partner"
Moderation: Hans-Dieter Schütt

Hier sind die Links zum Nachschauen der Aufnahmen: https://youtu.be/VsNm7OzGttA     und    

https://youtu.be/O2oyhXwHWAA

Das politische Vertrauen zwischen Russland und dem Westen ist zerstört. Ein gefährlicher Rüstungswettlauf hat begonnen. Gewalt gehört nach dem Ende des Kalten Krieges keineswegs der Vergangenheit an.

Die Konflikte im ehemaligen Jugoslawien und in der Ukraine sind alarmierende Beispiele.

Matthias Platzeck, den russischen Menschen und ihrem Land eng verbunden, fordert nichts weniger als eine neue Ostpolitik — im Sinne Willy Brandts
„Gräben zu überwinden, nicht zu vertiefen“.

Denn ohne oder gegen Russland wird dieser Kontinent den Europäern kein friedliches Zuhause sein.

Bild: © Deutsch-Russisches Forum e. V.
Buch: ISBN: 978-3-549-10014-1
Kein Frieden ohne Russland
Lehnitzer Lesung und Gespräch
24.10. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987

Wo Du hingehst

- Brecht und die Bibel
Moderation: Prof. Thomas Naumann

Brecht benutzt die Bibel von Jugend an als Betriebskapital seiner literarischen Produktion: Seine "Hauspostille" lehnt sich direkt an Luthers Taschenpostille an. Oft verwendet er alttestamentliche Bilder oder apokalyptische Visionen. Auch in den Chorälen der Dreigroschenoper nutzt er biblische Motive, um sein soziales Anliegen zu formulieren.

Die Intensität, mit der Brecht gerade auf die Bibel zurückgreift, ist enorm. Man fragt sich: Hat Brecht von der Bibel Besitz ergriffen - oder die Bibel von Brecht?

Brecht entnahm der Bibel nicht nur Formen und Bilder. Sie diente ihm nicht nur zur Verfremdung oder Parodie. Er nutzte die Sprengkraft der existentiellen Situationen des Alten Testaments und die moralischen Herausforderungen des Neuen Testaments, um die elende Verfassung des "Tales, das vor Jammer schallt" darzustellen - und zur Vereränderung der Welt aufzurufen.

Gefördert durch den Brandenburgischen Literaturrat aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

 

Lehnitzer Lesung und Gespräch
02.10. Samstag | 14:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Dr. Arnold Pistiak

„Was ich jetzt zu schweigen habe“

Hanns Eislers Ernste Gesänge. Annäherungen an das Spätwerk des Komponisten
Moderation: Prof. Thomas Naumann

Hanns Eislers letzte vollendete Komposition war 1962 der Zyklus  "Ernste Gesänge für Bariton und Streichorchester".

In diesen Gesängen drückt er seine Verzweiflung über den Stalinismus wie auch seine Hoffnung auf eine menschliche Perspektive des Kommunismus aus.

Die Titel der Lieder sind:

Asyl, Traurigkeit, Verzweiflung, An die Hoffnung, XX. Parteitag, Komm ins Offene Freund, Epilog.

Vier Texte stammen von Friedrich Hölderlin sowie je einer von Berthold Viertel, Giacomo Leopardi, Helmut Richter und Stephan Hermlin.

Subtil und raffiniert setzt Eisler traditionelle und moderne Musizierweisen ein. Die "Ernsten Gesänge" wurden posthum an seinem ersten Todestag uraufgeführt.

Hanns Eisler
Lehnitzer Lesung und Gespräch
im Garten der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
19.09. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Dr. Klaus-P. Anders

Die Lyrik von Friedrich Wolf

Moderation: Prof. Thomas Naumann

Das "Poesiealbum 254 Friedrich Wolf" erschien erstmals 1988. Die Dramen dominieren Wolfs Werk. Seine Gedichte stehen unverdienter Weise im Schatten, was diese Auswahl belegt.

Die zusätzlichen Gedichte der Neuauflage von 2020 hat Prof. Thomas Naumann ausgewählt. Geboren 1953, ist er der jüngste Sohn Friedrich Wolfs, Physiker am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY und Vorsitzender der Friedrich-Wolf-Gesellschaft. Dr. Klaus-P. Anders  ist der Leiter des Märkischen Verlags Wilhelmshorst, in dem die ursprünglich 1967 im Verlag Neues Leben in der DDR gegründete Lyrikreihe "Poesiealbum" weitergeführt wird. Sowohl die Autoren- als auch die Gedichtauswahl trafen und treffen der Verlag gemeinsam mit kompetenten Experten mit umfassender Werkkenntnis, die die Strömungen der Zeit sowie die Bedeutung des klassischen Erbes als Kriterium ihrer Auswahl betrachten.

In seiner Jugend besingt Friedrich Wolf die Natur seiner rheinischen Heimat. Diese Naturlyrik endet jedoch, sobald er als Militärarzt 1914 das Grauen des Krieges aus nächster Nähe erlebt. Wolf wird zum Kriegsgegner und mit der Novemberrevolution zum politischen Dichter. In revolutionären politischen Gedichten stellt er sich 1920 auf die Seite der Arbeiter und gegen das Bündnis der Sozialdemokratie mit den Offizieren des Kaisers. Und er bekennt sich zur russischen Revolution: „Wir haben Völkergemeinschaft gelobt und - den Bruder im Osten verleugnet!“ Unter dem Einfluss der Jugendbewegung kritisierte Wolf schon vor dem Krieg die bürgerliche Zivilisation. "Zerbrecht die Städte!" fordert er 1921 in seinem Zyklus „Krull“. Wolf macht seine Lyrik zur Waffe: Für seinen „Spieltrupp Südwest“ schafft er ab 1931 Satire für Agitprop-Stücke. In den ersten Jahren der Moskauer Emigration entsteht der Gedichtzyklus „Emigrantin“. Seine Stalingrad-Ballade „Fluch der Zweihunderttausend" lässt Wolf als Frontpropagandist der Roten Armee 1943 als Flugblatt an der Front verbreiten. In den Gedichten der Jahre 1943 bis 1945 verbindet er die Dramatik einer Liebe eng mit der des Krieges und einem Bekenntnis zur Sowjetunion, die ihm und seinen Söhnen Konrad und Markus zur zweiten Heimat wird. So hinterlässt uns der Mensch und Kommunist Friedrich Wolf ein zweifaches Vermächtnis:

„Kunst ist Waffeund „Ohne Liebe ist nichts getan“.


20201988

Lehnitzer Lesung und Gespräch
im Garten der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
05.09. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Monika Melchert

"Im Schutz von Adler und Schlange"

Anna Seghers im mexikanischen Exil
Moderation: Dr. Jens Ebert

In ihrem neuesten Buch erzählt Monika Melchert die dramatische Flucht von Anna Seghers 1941 aus Marseille in das flüchtlingsfreundliche Mexiko und ihr Leben in dem mythenreichen, fremdartigen südlichen Land, das ihre literarischen Texte nachhaltig prägte.

Die Literaturwissenschaftlerin Monika Melchert studierte Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach ihrer Promotion arbeitete sie bis 1999 dort als wissenschaftliche Assistentin, unterbrochen von mehrjährigen Universitäts-Lektoraten in Madagaskar und Polen in den 80er Jahren. Anschließend war sie in der Anna-Seghers-Gedenkstätte der Akademie der Künste in Berlin tätig.

Gefördert durch den Brandenburgischen Literaturrat aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Lehnitzer Lesung und Gespräch
im Garten der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
22.08. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Andreas Ulrích

Die Kinder von der Fischerinsel

Gespräch und Lesung zum neuesten Buch
Moderation: Tanja Trögel

Andreas Ulrich studierte Journalismus an der Uni Leipzig. Beim rbb ist er Reporter für die Sendung ZiBB und Fußballexperte, beim MDR-Fernsehen als Moderator u. a. für Wissenschaftsquizsendungen.

Sein inzwischen fünftes Buch schrieb er über den zwischen 1969 und 1973 erbauten Hochhauskiez in Berlins Mitte, die Fischerinsel. In die markanten Neubauten dort zogen neben kinderreichen Familien vor allem Künstler, Wissenschaftler, Funktionäre und Diplomaten ein – DDR-Alltag traf hier auf Prominenz und Extravaganz. Auch Andreas Ulrich lebte mit seinen Eltern eine Zeitlang auf der Fischerinsel. Fünf Jahrzehnte später begab sich der Journalist auf die Suche nach seinen einstigen Mitschülern aus diesem Kiez, um herauszufinden, was aus ihnen geworden ist. Die Recherchen führten ihn weit über Berlin hinaus und offenbaren bewegende und außergewöhnliche Lebensgeschichten.

Lehnitzer Gespräch
Lehnitzer Forum – online –
01.08. Sonntag | 16:00

-- online --

Link zur Aufzeichnung: https://youtu.be/5ey-l89bEoA

Dr. Anne Hartmann

Deutsche Emigranten im sowjetischen Exil und im Kulturbetrieb der DDR

Gesprächsführung: Paul Werner Wagner

Frau Dr. Anne Hartmann hat zum Thema der deutsch-russischen Kulturbeziehungen in den 1920er und 30er Jahren geforscht und sich dabei auch mit der Moskaureise Lion Feuchtwangers und der Exilzeit Friedrich Wolfs in der Sowjetunion befasst.

Anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls Deutschlands auf die Sowjetunion haben wir Frau Dr. Hartmann eingeladen und mit ihr über ihre Forschungsergebnisse aus dieser Zeit gesprochen.

Frau Dr. Anne Hartmann, geb. 1954.

Studium der Germanistik und Slavistik in Münster und Bochum. Nach der Promotion (1982) Lektorin für deutsche Literatur und Sprache an der Universität Liège und Dozentin an der Universität Namur (Belgien). Seit 1988 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Slavistik/Lotman-Institut der RUB: bis 1993 in einem DFG-Projekt zu den russisch-deutschen Kulturbeziehungen in der SBZ/DDR; 1993-2001 im Rahmen der Kooperations- und Wissenschaftsberatung des Landes NRW für deutsche und russische Hochschulen ("Russland-Beauftragung"), seither im Bereich von Lehre und Forschung. Verschiedene internationale Kooperationsprojekte (u. a. "Modell Bochum zur Weiterqualifizierung russischer GermanistInnen", "Promotionskolleg Ost-West"). Verschiedene Kooperations- und Forschungsprojekte zusammen mit dem Institut für Deutschlandforschung der Ruhr-Universität, aktuell zum Thema "Nach Moskau. Deutsche Emigranten im sowjetischen Exil und im Kulturbetrieb der DDR" (gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung).

Link zur Aufzeichnung: https://youtu.be/5ey-l89bEoA

 

Lehnitzer Lesung und Gespräch
im Garten der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
31.07. Samstag | 16:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Knut Elstermann

Der Mann, der mehr als Kino kann

Gespräch und Lesung zu zwei neuen Büchern von Knut Elstermann
Moderation: Frank Jahnel

Zu Gast ist der Filmjournalist, Moderator und Buchautor Knut Elstermann. Er ist vor allem bekannt durch seine diversen Sendungsformate beim RBB und MDR, auf Radio Eins oder von verschiedenen Veranstaltungen in Funk und Fernsehen.

Dass Knut Elstermann Autor mehrerer sehr interessanter Bücher ist, wissen ebenfalls viele Buch- und Filmfreunde. Im Mittelpunkt des Gesprächs in Lehnitz werden vor allem seine zwei jüngsten Bücher stehen – zum einen „Der Canaletto vom Prenzlauer Berg“, ein Werk über das Leben und Schaffen des Berliner Malers Konrad Knebel – und zum anderen das erst vor kurzem erschienene Buch „Im Gespräch“, in dem Knut Elstermann seine Erinnerungen an eine Auswahl seiner in 30 Jahren zahlreichen Interviews und Gespräche mit Persönlichkeiten aus Film und Fernsehen schildert. „Sein Buch ist zugleich eine persönliche Annäherung an das Erbe der DEFA – mit den bleibenden künstlerischen Leistungen, aber auch den Leerstellen und Widersprüchen.“ (be.bra verlag)

 


Gefördert durch den Brandenburgischen Literaturrat aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. 

Foto: (Knut Elstermann) 

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Knut Elstermann
Lehnitzer Gespräch
Lehnitzer Forum – online –
30.06. Mittwoch | 15:00

-- online --

Dr. Friedrich Wolff

Ein Leben - Vier Mal Deutschland

Moderation: Paul Werner Wagner
Juli 2021

Hier der Link zur Aufnahme:  https://youtu.be/ODKN-UuHr5s

Dr. Friedrich Wolff wurde im Juli 1922 geboren und feiert in Kürze seinen 99. Geburtstag. Er blickt auf ein langes, erfülltes Leben zurück, hat er doch die Weimarer Republik, das Deutsche Reich der Nationalsozialisten, die DDR und die Bundesrepublik Deutschland erlebt.

Der promovierte Jurist hat als Anwalt unzählige Angeklagte verteidigt, darunter auch prominente Persönlichkeiten der DDR, aber auch Nazigrößen wie Globke - allerdings als Pflichtverteidiger in Abwesenheit des Angeklagten. Viele Jahre lang stand Dr. Wolff dem Kollegium der Rechtsanwälte in (Ost)-Berlin vor und war auch Vorsitzender des Rates der Vorsitzenden der 15 Kollegien der Rechtsanwälte in der DDR. Er ist seit vielen Jahren Mitglied der Friedrich-Wolf-Gesellschaft.