Veranstaltungen

Lehnitzer Lesung und Gespräch
20.10. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Ulrich Scharfenorth

Da war mehr als Bitter Feld – Erzählungen, Streiflichter, Reflexionen
Moderation: Paul Werner Wagner

Kaum etwas kann radikaler sein als eine Umwandlung vom Ossi zum Rheinländer. Verwurzelt und aufgewachsen im Brandenburgischen, wo ich mit Freude gelebt und nicht nur pflichtgemäß plangewirtschaftet habe, veränderte das Ende der DDR auch mein Leben von Grund auf. Bar der alten Identität suchte ich eine neue und stürzte mich entschlossen auf den wilden Westen. Bis heute bin ich kritisch/selbstkritisch unterwegs. Spüre dem nach, was – zu recht oder unrecht – verloren liegt und fahre dem Neu-Gefundenen, wenn nötig, in die Parade. In einem Mosaik aus Erzählungen, Streiflichtern und Reflexionen ist so eine biographische Landschaft entstanden, in der sich ganz sicher die Erfahrungen und Gefühlslagen vieler Menschen widerspiegeln.

Ulrich Scharfenorth: Da war mehr als Bitter Feld. Erzählungen, Streiflichter, Reflexionen; Verlag: Labonde, H (2017); ISBN: 978-3937507804

Foto: ©Privatarchiv Ulrich Scharfenorth
Ulrich Scharfenorth
Andere
nd im Club
06.11. Mittwoch | 18:00

Münzenbergsaal im
Bürogebäude FMP1
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Egon Bahr

Was nun? – Ein Weg zur deutschen Einheit
Gespräch mit Prof. Dr. Peter Brandt | Ehrengast: Prof. Dr. Adelheid Bahr | Moderation: Paul Werner Wagner

Im März 1966 stellt Egon Bahr ein Manuskript fertig. Unter dem Titel „Was nun?“ skizziert er, damals Pressesprecher des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, darin eine neue Ost- und Deutschlandpolitik. Er übergibt es stolz seinem Chef – und der Text verschwindet in der Schublade. Angesichts der Möglichkeit einer Großen Koalition berge die Denkschrift zu viel Sprengstoff, fürchtet Willy Brandt. Doch die beiden machen sich schon bald daran, Bahrs Konzept im Zuge der „Neuen Ostpolitik“ Schritt für Schritt zu verwirklichen: Sie lassen die Hallstein-Doktrin hinter sich, setzen auf „Wandel durch Annäherung“ und bringen die Ostverträge auf den Weg. Brandts Kniefall in Warschau steht bis heute sinnbildlich für diese Politik. Dem Kanzler wird sie den Friedensnobelpreis einbringen, seinem wichtigsten Berater und engsten Freund den Ruf des brillanten außenpolitischen Analytikers.

30 Jahre nach dem Mauerfall wird Egon Bahrs Denkschrift nun im Suhrkamp Verlag veröffentlicht. Herausgeber ist der  Historiker Prof. Dr. Peter Brandt, der Bahrs Strategie in das politische Spannungsfeld der sechziger Jahre einordnet. Ein historisches Dokument ersten Ranges.

Egon Bahr: Was nun? Ein Weg zur deutschen Einheit; Suhrkamp Verlag (2019); ISBN: 978-3518428764

Buchcover: Egon Bahr - Was nun?
Lehnitzer Lesung und Gespräch
24.11. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80
zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane

Gunter Schoß

Entenbrühe mit Apfelperlen – Ein literarischer Spaziergang
Moderation: Paul Werner Wagner

„Gleich nach dem schlafenden kommt der essende Mensch.“ – das sagt Theodor Fontane, der große Erzähler aus Preußen. In seinem literarischen Werk schaut der Schriftsteller in die Töpfe bürgerlicher Köchinnen und adeliger Gourmets. Zu seinem 200. Geburtstag folgt Schauspieler Gunter Schoß den lustvollen Beschreibungen der kulinarischen Erlebnisse Fontanes in einem herzhaften und geschmackvollem Programm. Schoß versteht es, mit seiner sonoren Stimme diese humorvollen und oft hintersinnigen Zeilen so vorzutragen, wie es Fontane gebührt: charmant, klug, unverschämt, vor allem aber unverschämt gut!

Im Februar 2019 erschien im Eulenspiegel Verlag Theodor Fontane. Ein Lebensbild in Anekdoten – herausgegeben von Gunter Schoß.

Gunter Schoß: Theodor Fontane. Ein Lebensbild in Anekdoten;
Eulenspiegel Verlag (2019); ISBN: 978-3359013976

Foto: © Mathias Scheuer | audioberlin.com
Gunter Schoß
Lehnitzer Lesung und Gespräch
01.12. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Daniela Dahn

Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute. Die Einheit – eine Abrechnung
Moderation: Paul Werner Wagner

Drei Jahrzehnte ist der Fall der Mauer her, aber die innere Spaltung zwischen Ost und West ist nicht überwunden. Trotz der Anpassung an das westliche Lebensmodell zeichnen sich auf der sozialen, mentalen und politischen Landkarte die einstigen Staatsgrenzen der DDR noch trennscharf ab. Warum? – Es wird Zeit, so Daniela Dahn, nicht mehr nur das DDR-Erbe aufzuarbeiten, sondern auch die 30 Jahre danach. Denn so manche Kluft ist mit der Vereinigung überhaupt erst entstanden, ob es um Integration, Medien und Kulturindustrie oder den Verfall unserer Werte geht. Daniela Dahn sieht keinen Anlass für ein „Weiter so“; sie plädiert vielmehr für „Vernunftmaximierung statt Profitmaximierung“.

Daniela Dahn: Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute.
Die Einheit – eine Abrechnung; Rowohlt Taschenbuch (2019);
ISBN: 978-3499001048

Foto: © Herrmann Willers
Daniela Dahn
Andere
Lesung und Gespräch
02.12. Montag | 18:00

Salon | Rosa-Luxemburg- Stiftung
Bürogebäude FMP1
Franz-Mehring-Platz 1 10243 Berlin
(030) 44310-0
info@rosalux.org

Konrad Wolf

Chronist im Jahrhundert der Extreme
Lesung und Gespräch mit Dr. Antje Vollmer und Hans-Eckardt Wenzel Moderation: Paul Werner Wagner

Im Verlag  DIE ANDERE BIBLIOTHEK  erscheint im Herbst 2019 Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme.  Autoren sind die ehemalige Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestags Dr. Antje Vollmer und der Musiker, Sänger und Schriftsteller Hans-Eckardt Wenzel. Durch den Blick auf Leben und Werk von Konrad Wolf, dem wichtigsten Filmemacher der DDR, wird die vernachlässigte Perspektive Ostdeutschlands auf die Verheerungen und Hoffnungen des 20. Jahrhunderts rekonstruiert. Seine Filme geben Aufschluss über die Gründe und Verheißungen einer »sozialistischen Alternative«; dialogisch entwickeln Antje Vollmer aus dem Westen und Hans-Eckardt Wenzel aus dem Osten eine gesamtdeutsche Erzählung vom Scheitern und Gelingen – vom Verhältnis von Kunst zu Wirklichkeit.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und freundlicher Unterstützung von DEFA-Stiftung und Tageszeitung neues deutschland.

Dr. Antje Vollmer, Hans-Eckardt Wenzel: Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme; Verlag: Die Andere Bibliothek (2019); ISBN: 978-3847704164

 

Buchcover: Konrad Wolf - chronist im jahrhundert der extreme
nd im Club
11.12. Mittwoch | 18:00

Münzenbergsaal im
Bürogebäude FMP1
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zum 200. Geburtstag von Theodor Fontan

„Wir sind gut beraten, Fontane auf kein Podest zu stellen“

Gespräch mit Prof. Dr. Roland Berbig, Vorsitzender der Theodor-Fontane-Gesellschaft | Moderation: Paul Werner Wagner

Theodor Fontane – Preußendichter und Wanderer, Journalist und Schriftsteller. Ist sein Werk überhaupt noch zeitgemäß? Theodor Fontane hatte viele Facetten.  Eine der größten seiner Stärken sei, dass seine Werke auch heute noch viele Anknüpfungspunkte bieten. Das mache Fontane einzigartig. Seine Stärke sei es gewesen, Stoff und Wissen zu ordnen. Auch sein „unglaublicher“ Humor zeichnet den Schriftsteller aus. Mit dem  Stechlin (1897) hinterließ Fontane einen märkischen und zugleich politischen Roman. Die Skepsis und Desillusionierung, mit der der alte Fontane seine Zeit beurteilt, ist groß. Das macht ihn zu einem modernen Autor.

Prof. Dr. Roland Berbig: Theodor Fontane Chronik; Verlag: De Gruyter; ASIN: B01LP28580

Foto: ©Privatarchiv Prof. Dr. Roland Berbig
Prof. Dr. Roland Berbig
Weihnachtsgans Auguste Markt
13.12. Freitag | 12:00

Weihnachtsgans-
Auguste-Markt
Schlossplatz 1
16515 Oranienburg

Öffnungzeiten:  
12:00 – 20:00 Uhr

13. -15. Dezember ab 12:00 Uhr

Alle Jahre wieder…

Weihnachtsgans Auguste Markt in Oranienburg

Am jeweils 3. Adventswochenende ist »Weihnachtsgans-Auguste-Markt« in Oranienburg. Dieser ganz besondere Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz würdigt seine literarische Namensgeberin: die Weihnachtsgans Auguste nach Friedrich Wolfs gleichnamiger Geschichte. Der Autor wohnte einst im Ortsteil Lehnitz und hat dort auch seine beliebte Geschichte rund um das zutrauliche Federvieh im Strickpullover und Peterle verfasst. Jedes Jahr sorgen die festlich geschmückte Tanne, Feuerschalen und tausende Lichter für eine heimelige Atmosphäre auf dem Schlossplatz. Eine strahlende Weihnachtsgans Auguste beobachtet vom Schlossbalkon aus das vorweihnachtliche Treiben.

Auch die Friedrich-Wolf-Gesellschaft hat traditionell ihren Platz auf dem Weihnachtsmarkt und sorgt mit Büchern und CDs der Geschichte »Die Weihnachtsgans Auguste« dafür, dass jeder seine »Gustje« mit nach Hause nehmen kann.

Foto: © Günther Wolfram