Veranstaltungen

Wir treffen uns auch wieder zu Veranstaltungen in Lehnitz. Der Garten von Else und Friedrich Wolf lädt im Sommer geradezu ein, Nähe mit Abstand zu pflegen. Die Stühle sind lose mit gebotenem Abstand auf der Wiese verteilt und können auch partnerschaftlich zusammengerückt werden. Hygieneregeln werden umgesetzt. Verfolgen Sie bitte unser aktuelles Programm und den Wetterbericht. Wir sind bereit.

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Berliner Filmmontag im Toni
05.10. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1957/2002, fa, 86‘

Ernesto Remani: Die Schönste

Gesprächspartner: Dr. Ralf Schenk
Moderation: Paul Werner Wagner

Regie: Ernesto Remani, Drehbuch: Arthur A. Kuhnert, Kamera: Robert Baberske, Musik: Manfred Nitschke, Darsteller: Jürgen Büttner, Joachim Hesse, Willy A. Kleinau, Ursula Burg, Gerhard Bienert, Gisela May, Siegfried Schürenberg, Friedrich Gnaß, Maly Delschaft, Charlotte Daudert

Mitte der 50er Jahre in Westberlin. Die Familie des Geschäftsmannes Berndorf ist reich, die des Werkmeisters Hannes Wille rechtschaffen. Dessen Sohn Hannes verdient sich sein Taschengeld, indem er gelegentlich den Mercedes 300 von Berndorf auf Hochglanz poliert. Thomas, Berndorfs dreizehnjähriger Sprössling, freundet sich mit Hannes an. Beide kommen auf die Idee, ihren Müttern Schmuck zu entwenden: Frau Berndorf das teure Kollier, Mutter Wille die mühsam zusammengesparte Goldbrosche. Für Hannes ist es nur ein Streich – nachdem er sieht, dass die Mutter den Verlust mit Gelassenheit trägt, legt er die Goldbrosche wieder zurück. Thomas aber möchte sehen, ob seine Mutter auch ohne Kollier die Schönste ist. Das Verschwinden des Schmuckes löst im Hause Berndorf eine Krise aus. Die „Vernunftehe“ der Berndorfs droht zu zerbrechen. Hannes und Thomas sind derweil nach Hamburg getrampt und treffen dort auf einen Landstreicher, der sie – nebst Kollier – wieder zurück nach Berlin bringt.

Der Film wurde verboten und hatte erst 2002 seine Premiere.

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Eine Filmreihe von Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino TONI mit freundlicher Unterstützung von Bauwert AG, neues deutschland, DEFA-Stiftung – Deutsche Kinemathek und Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Kurator und Moderator: Paul Werner Wagner

Eintritt: 9 €, ermäßigt: 7 €  | Kartenvorbestellungen: (030) 92 79 12 00

Logos Berliner Filmmontag
nd im Club
21.10. Mittwoch | 18:00
Münzenbergsaal im FMP1-Gebäude (ND)
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Prof. Dr. Karl Schlögel

Das russische Berlin
Moderation: Paul Werner Wagner

Fast eine halbe Million russischer Flüchtlinge nahm Berlin Anfang der 1920er Jahre auf. Die Stadt war in der Zwischenkriegszeit nicht nur die „Stiefmutter der russischen Städte“, sondern auch heimliches Zentrum der Weltrevolution. Karl Schlögel spürt die große Geschichte in der kleinen auf. Die Welt der Bahnhöfe und die der Salons im Tiergartenviertel, die Dichter des Silbernen Zeitalters und die Agitkünstler der Sowjetmacht, den Empfang in der sowjetischen Botschaft und Nabokovs Beobachtungen zum Aufstieg der Nazis, die Stadtwahrnehmung der Taxifahrer und den Skandal um die „Zarentochter Anastasia“. Ebenso betrachtet er die heutige Situation, denn seit der Entfremdung zwischen Russland und der EU ist auch das hochvernetzte „Russkij Berlin” der Gegenwart politisch gespalten.
                
Karl Schlögel, geboren 1948, hat an der FU Berlin, in Moskau und Leningrad Philosophie, Soziologie, Osteuropäische Geschichte und Slawistik studiert. Er ist Professor für Osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt(Oder). Schlögel ist Autor und Herausgeber u. a. der Bücher: Moskau lesen. Die Stadt als Buch; Das Wunder von Nishnij oder die Rückkehr der Städte; Der Große Exodus. Die russische Emigration und ihre Zentren 1917 – 1941; GO EAST oder die zweite Entdeckung des Ostens.

ISBN: 978-3518428566
Buchcover: Prof. Dr. Karl Schlögel
nd-Filmclub im Kino Toni
28.10. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1977, fa, 92‘

Ein irrer Duft von frischem Heu

zum 85. Geburtstag von Roland Oehme
Gesprächspartner: Roland Oehme, Ursula Werner und Peter Reusse

Regie: Roland Oehme; Drehbuch: Rudi Strahl, Roland Oehme nach dem gleichnamigen Lustspiel von Rudi Strahl; Kamera: Jürgen Lenz; Musik: Günther Fischer; Darsteller: Ursula Werner, Peter Reusse, Martin Hellberg, Ursula Staack, Thomas Neumann, Jan Triska, Oswald Foerderer, Gertrud Brendler

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Im mecklenburgischen Dorf Trutzlaff hat der LPG-Vorsitzende Mattes das „zweite Gesicht“. Er kann Verlorengegangenes, sei es nun ein Ehemann oder ein Notstromaggregat, mit absoluter Sicherheit aufspüren, ohne es zu suchen. Außerdem kann er Kranke heilen, was er an dem krummen Paul bewiesen hat. Und dass seine Wettervorhersagen immer stimmen, gehört beinahe schon zu den alltäglichen Erscheinungen. Mattes’ Ruf ist bis in die Bezirksstadt vorgedrungen. Durch einen Brief des Dorfschusters hat man sogar im Vatikan davon erfahren. Hier wie dort ist man hellhörig geworden und will der Sache auf den Grund gehen. Was Genossin Dr. phil. Angelika Unglaube und Monsignore Romeo Aventuro in Trutzlaff erleben, übersteigt bei Weitem ihre Erwartungen und bleibt für beide nicht ohne ernsthafte persönliche Folgen. Der Einzige, der einen klaren Kopf behält, ist Bauer Mattes. Aber dann ist da noch „Der irre Duft von frischem Heu“.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück, das Rudi Strahl 1975 verfasste. Bereits 1976 begannen die Dreharbeiten. Szenen der Bahnfahrt wurden auf dem „Rasenden Roland“, unter anderem vor Ort am Bahnhof Sellin, gedreht. Die Verfilmung des Stücks erlebte am 23. September 1977 im Urania 70 in Halle (Saale) seine Premiere.

Der DEFA-Filmregisseur Roland Oehme wurde am 27. Oktober 1935 in Grünhainichen (Erzgebirge) geboren. Seine Vorliebe galt den Filmkomödien. Zu seinen erfolgreichsten Filmen zählen: „Der Mann, der nach der Oma kam“ (1971), „Wie füttert man einen Esel“ (1974), „Ein irrer Duft von frischem Heu“ (1977), „Einfach Blumen aufs Dach“ (1979), „Asta, mein Engelchen“ (1980) und „Meine Freau Inge und meine Frau Schmidt“ (1985). Von 1993 bis 2002 inszenierte er die Störtebeker-Festspiele in Ralswiek (Rügen). Ab 2006 engagierte er sich viele Jahre für die Freiluftspiele Waren (Müritz).

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Eine Veranstaltung von nd, Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Kino TONI und Berliner Film- und Fernsehverband mit freundlicher Unterstützung von Kulturforum der  Rosa-Luxemburg-Stiftung und DEFA-Stiftung.  

Die Film-Gesprächsabende finden in der Regel jeden letzten Mittwoch im Monat um 18:00 Uhr im Kino Toni statt. Kurator und Moderator der Filmreihe ist Paul Werner Wagner.

Eintritt: 9 €, ermäßigt: 7 €  | Kartenvorbestellungen: (030) 92 79 12 00

Logos nd-Filmclub
Lehnitzer Lesung und Gespräch
31.10. Samstag | 14:00

Achtung!
Neuer Veranstaltungsort:
Kulturhaus Friedrich Wolf
Friedrich-Wolf-Str. 31
16515 Oranienburg

Lebens Traum und Lebens Lauf

Hans-Dieter Schütt im Gespräch mit Paul Werner Wagner

Der aus Bitterfeld-Wolfen stammende Kultur- und Literaturwissenschaftler Paul Werner Wagner leitet als Initiator und Moderator seit 2002 die Veranstaltungsreihe „Forum Kultur und Politik“ der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen-Anhalt in Halle (Saale). Seine Gesprächspartner waren und sind Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, die Rede und Antworten stehen zu ihrer Arbeitsbiografie und Themen ihres Lebens. Der Quintus Verlag Berlin stellt nun unter dem Titel „Lebens Traum und Lebens Lauf – Zeitgenossen aus Ost und West im Gespräch“ eine Auswahl von Gesprächen mit Carmen Maja Antoni, Egon Bahr, Tissy Bruns, Friedrich Dieckmann, Frank Hörnigk, Rainer Karlsch, Peter Maffay, Armin Mueller-Stahl, Karl Schlögel, Michael Verhoeven, Antje Vollmer und Angel Wagenstein vor. Der Journalist Hans-Dieter Schütt hat die Dialoge gekürzt und bearbeitet. Das Buch bietet einen Querschnitt aus ost- und westdeutschen Backgrounds, politischen Haltungen und Lebenswegen.

Paul Werner Wagner und Hans-Dieter Schütt: Lebens Traum und Lebens Lauf, Zeitgenossen aus Ost und West im Gespräch; Quintus-Verlag (2020); ISBN: 978-3947215775

 

Buchcover: Hans-Dieter Schütt und Paul Werner Wagner
Berliner Filmmontag im Toni
02.11. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
1932, s/w, 74‘

Slatan Dudow: Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?

Gesprächspartner: René Pikarski
Moderation: Paul Werner Wagner

Regie: Slatan Dudow; Drehbuch: Bertolt Brecht, Ernst Ottwalt und Slatan Dudow; Kamera: Günther Krampf; Musik: Hanns Eisler; Darsteller: Ernst Busch, Hertha Thiele, Marta Wolter, Adolf Fischer, Lilli Schoenborn, Gerhard Bienert, Erwin Geschonneck

Berlin 1931. Vater Bönike und sein Sohn sind wie hunderttausend andere auch arbeitslos, Tochter Anni hat eine schlecht bezahlte Anstellung in der Fabrik. Als ihr Bruder sich das Leben nimmt und die Familie kurz darauf ihre Wohnung räumen muss, zieht sie in die Zeltkolonie Kuhle Wampe vor den Toren Berlins. Anni überwirft sich mit ihrem Freund Fritz, von dem sie schwanger ist, und zieht zu ihrer Freundin Gerda, die gerade ein großes Arbeitersportfest organisiert. Bei der Veranstaltung finden Anni und Fritz wieder zueinander und auf der Heimfahrt kommt es zum berühmten Schlussdialog. „Wer soll denn die Welt verändern?“, fragt ein offensichtlich gut situierter Herr. Antwort Gerda: „Die, denen sie nicht gefällt.“

Die Uraufführung fand am 14. Mai 1932 in Moskau und kurz danach die deutsche Erstaufführung im Berliner Filmtheater Atrium statt. Der Filmklassiker wurde 1933 von den Nationalsozialisten verboten. Heute gilt Kuhle Wampe als Meilenstein des politischen Kinos.

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Eine Filmreihe von Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino TONI mit freundlicher Unterstützung von Bauwert AG, neues deutschland, DEFA-Stiftung – Deutsche Kinemathek und Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Kurator und Moderator: Paul Werner Wagner

Eintritt: 9 €, ermäßigt: 7 €  | Kartenvorbestellungen: (030) 92 79 12 00

Logos Berliner Filmmontag
nd im Club
11.11. Mittwoch | 18:00
Münzenbergsaal im FMP1-Gebäude (ND)
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Dr. Rainer Karlsch

„Blühende Landschaften?“  –  Die umstrittene Geschichte der Treuhandanstalt
Moderation: Paul Werner Wagner

Die Treuhandanstalt privatisierte in nur dreieinhalb Jahren eine gesamte Volkswirtschaft. Die Ergebnisse ihrer Tätigkeit sind bis heute hochumstritten. Erst seit Kurzem sind die Akten der Treuhandanstalt für die Forschung frei zugänglich. Was sind das überhaupt für Unterlagen? Welche neuen Erkenntnisse lassen sich daraus gewinnen? Rückblicke auf das Kanzlerversprechen zum Erhalt des mitteldeutschen Chemiedreiecks und auf die Privatisierungsgeschichte von Berlin-Chemie, Berlin-Kosmetik und Elektrokohle Lichtenberg.

Rainer Karlsch, Jahrgang 1957, studierte Wirtschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und wurde 1986 zum Dr. oec. promoviert. Anschließend war Karlsch Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin, der Historischen Kommission Berlin und der Freien Universität Berlin. Heute ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin.

Foto: © Privatarchiv Dr. Rainer Karlsch
Dr. Rainer Karlsch
Lehnitzer Lesung und Gespräch
22.11. Sonntag | 15:00

Achtung:
Wir bemühen uns um einen Ausweichort.

Dr. Peter-Michael Diestel

In der DDR war ich glücklich. Trotzdem kämpfe ich für die Einheit
Moderation: Paul Werner Wagner

Peter-Michael Diestel, geboren 1952, promovierter Anwalt, Mitbegründer der DSU, 1990 DDR-Innenminister und Vize-Premier. Er war Abgeordneter und Oppositionsführer im Brandenburger Landtag von 1990 bis 1992. Seit 1993 betreibt Diestel eine Anwaltskanzlei mit Hauptsitz in Zislow (Mecklenburg-Vorpommern). Sein kürzlich im Verlag Das Neue Berlin erschienenes Buch In der DDR war ich glücklich. Trotzdem kämpfe ich für die Einheit stand wochenlang auf den Bestsellerlisten.

Der Verlag schrieb zum Erscheinen seines Buches 2019:
Das Buch war von ihm als ernüchternder Beitrag zu den bevorstehenden Jubiläen geplant. Aber eigentlich liefert es eine originelle Antwort auf die Frage: Warum sind die Ossis so anders als der Rest der Welt? Hat es vielleicht doch etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun? Mit der tatsächlichen und wahren und nicht der erfundenen, von der täglich zu lesen, zu hören und zu sehen ist, wie sie gewesen sein soll. Diestel war und ist immer für eine Überraschung gut; und unterhaltsam obendrein …

Dr. Peter-Michael Diestel: In der DDR war ich glücklich. Trotzdem kämpfe ich für die Einheit; Verlag Das Neue Berlin (2019); ISBN: 978-3360013385

Buchcover: Dr. Peter-Michael Diestel
nd-Filmclub im Kino Toni
25.11. Mittwoch | 18:00
DEFA 1988, fa, 101‘

Roland Gräf: Fallada, letztes Kapitel

Gesprächspartner: Roland Oehme, Ursula Werner und Peter Reusse
Moderation: Paul Werner Wagner

Regie: Roland Gräf; Drehbuch: Helga Schütz; Kamera: Roland Dressel; Darsteller: Jörg Gudzuhn, Jutta Wachowiak, Corinna Harfouch, Katrin Sass, Ulrike Krumbiegel, Marga Legal, Hermann Beyer, Karl-Heinz Choynski, Werner Dissel, Werner Godemann

Die letzten zehn Jahre (1937–1947) aus dem Leben des Dichters Hans Fallada. Er wohnt mit seiner Familie in Carwitz. Sein Sehnen nach Harmonie kollidiert mit den Zeitumständen und seiner eigenen inneren Zerrissenheit. Er schreibt kaum noch Belangvolles, trinkt, nimmt Tabletten. Seine Frau Anna betreut ihn in den Zeiten tiefster Depressionen, erträgt seine Aggressionen und seine Liaison mit dem Hausmädchen Anneliese. Als er mit der Fabrikantenwitwe Ursula Losch ein Verhältnis beginnt, lässt sie sich scheiden. Die Liebe zu der schönen, jungen Ursula gibt ihm neuen Lebensmut, doch nicht auf Dauer. Sie ist Morphinistin und zieht ihn noch weiter in den Abgrund. Den kurzen Hoch- Zeiten folgen immer größere Tiefs. Nach Ende des Krieges setzt ihn die Rote Armee als Bürgermeister ein, doch Fallada scheitert an der ungewohnten Aufgabe – betäubt sich mit Alkohol und Morphium. Er geht nach Berlin, schreibt in kurzer Zeit unter dem Einfluss von Freunden „Jeder stirbt für sich allein“. Doch körperlich ist er am Ende, wird ins Krankenhaus eingeliefert, wo er im Februar 1947 stirbt.

„Von mitreißenden Schauspielern wird das Fallada-Leben in schlimmer Zeit und die vergebliche Hoffnung auf ihn nach dem Kriege atemberaubend geboten. Das Filmkritiker-Modewort Schauspielerfilm — hier gehört es hin.“ (Berliner Zeitung)

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Eine Veranstaltung von nd, Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Kino TONI und Berliner Film- und Fernsehverband mit freundlicher Unterstützung von Kulturforum der  Rosa-Luxemburg-Stiftung und DEFA-Stiftung.  

Die Film-Gesprächsabende finden in der Regel jeden letzten Mittwoch im Monat um 18:00 Uhr im Kino Toni statt. Kurator und Moderator der Filmreihe ist Paul Werner Wagner.

Eintritt: 9 €, ermäßigt: 7 €  | Kartenvorbestellungen: (030) 92 79 12 00

Logos nd-Filmclub
Berliner Filmmontag im Toni
07.12. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1957, s/w, 81‘

Joachim Hasler: Gejagt bis zum Morgen

Gesprächspartner: Dr. Ralf Schenk
Moderation: Paul Werner Wagner

Regie: Joachim Hasler, Drehuch: Arthur A. Kuhnert, Ludwig Turek, Joachim Hasler, Kamera: Joachim Hasler, Otto Hanisch, Musik: Walter Sieber, Darsteller: Manja Behrens, Raimund Schelcher, Siegfried Schürenberg, Annemarie Hase, Friedrich Gnaß, Günter Ballier, Wolf von Beneckendorff, Adolf Peter Hoffmann, Gustav Püttjer, Traute Sense, Werner Senftleben, Gerry Wolf, Marianne Wünscher, Nico Turoff

Schicksal einer Arbeiterfamilie um die Jahrhundertwende. Nach dem tödlichen Betriebsunfall ihres Mannes steht Martha Kurda ohne Unterstützung und Arbeit mit zwei Kindern allein. Der 13jährige Ludwig versucht mit Bettelei die Not zu lindern. Als der kleine Bruder Ulli an Lungenentzündung erkrankt, fehlt dennoch das Geld für den Arzt und der Junge stirbt. Ludwig will sein Bett opfern, damit Tischler Baumann wenigstens einen Sarg für den Bruder zimmert. Auf dem Friedhof kommt es zu einem Unfall, Baumann ist betrunken und stürzt in die ausgehobene Grabstelle. Wegen der vorausgegangenen Auseinandersetzung, die es um den Sarg gab, verdächtigt die kaiserliche Polizei Ludwig des Mordes. Die ganze Nacht ist der Junge auf der Flucht, bis er am Morgen von Baumanns Sohn Karl gerettet wird. Karl, der als Sozialist mit der Polizei ebenfalls auf Kriegsfuß steht, ist von der Unschuld des Jungen überzeugt.

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Eine Filmreihe von Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino TONI mit freundlicher Unterstützung von Bauwert AG, neues deutschland, DEFA-Stiftung – Deutsche Kinemathek und Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Kurator und Moderator: Paul Werner Wagner

Eintritt: 9 €, ermäßigt: 7 €  | Kartenvorbestellungen: (030) 92 79 12 00

Logos Berliner Filmmontag
Lehnitzer Lesung und Gespräch
13.12. Sonntag | 15:00

Achtung!
Neuer Veranstaltungsort:
Kulturhaus Friedrich Wolf
Friedrich-Wolf-Str. 31
16515 Oranienburg

Hans-Eckardt Wenzel

Konrad Wolf: Chronist der Extreme
Moderation: Paul Werner Wagner

Im Verlag  DIE ANDERE BIBLIOTHEK  erschien im Herbst 2019 Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme.  Der Musiker, Sänger und Schriftsteller Hans-Eckardt Wenzel und die ehemalige Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestags Dr. Antje Vollmer werfen einen Blick auf Leben und Werk von Konrad Wolf, dem wichtigsten Filmemacher der DDR. Rekonstruiert wird die vernachlässigte Perspektive Ostdeutschlands auf die Verheerungen und Hoffnungen des 20. Jahrhunderts. Wolfs Filme geben Aufschluss über die Gründe und Verheißungen einer "sozialistischen Alternative"; dialogisch entwickeln Antje Vollmer aus dem Westen und Hans-Eckardt Wenzel aus dem Osten eine gesamtdeutsche Erzählung vom Scheitern und Gelingen – vom Verhältnis von Kunst zu Wirklichkeit.

Dr. Antje Vollmer, Hans-Eckardt Wenzel: Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme; Verlag: Die Andere Bibliothek (2019); ISBN: 978-3847704164

Buchcover: Antje Vollmer und Hans-Eckardt Wenzel
Weihnachtsgans-Auguste-Markt
11.12. Freitag | 12:00

Weihnachtsgans-
Auguste-Markt
Schlossplatz 1
16515 Oranienburg

Öffnungzeiten:  
12:00 – 20:00 Uhr

Alle Jahre wieder…

Weihnachtsgans-Auguste-Markt in Oranienburg

Am jeweils 3. Adventswochenende ist "Weihnachtsgans-Auguste-Markt" in Oranienburg. Dieser ganz besondere Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz würdigt seine literarische Namensgeberin: die Weihnachtsgans Auguste nach Friedrich Wolfs gleichnamiger Geschichte. Der Autor wohnte einst im Ortsteil Lehnitz und hat dort auch seine beliebte Geschichte rund um das zutrauliche Federvieh im Strickpullover und Peterle verfasst. Jedes Jahr sorgen die festlich geschmückte Tanne, Feuerschalen und tausende Lichter für eine heimelige Atmosphäre auf dem Schlossplatz. Eine strahlende Weihnachtsgans Auguste beobachtet vom Schlossbalkon aus das vorweihnachtliche Treiben.

Auch die Friedrich-Wolf-Gesellschaft hat traditionell ihren Platz auf dem Weihnachtsmarkt und sorgt mit Büchern und CDs der Geschichte "Die Weihnachtsgans Auguste" dafür, dass jeder seine "Gustje" mit nach Hause nehmen kann.

Weihnachtsmarkt Auguste
nd-Filmclub im Kino Toni
16.12. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA/Mosfilm 1961, fa, 107‘

Lew Arnstam, Heinz Thiel, Anatolij Golowanow: Fünf Tage – Fünf Nächte

Gesprächspartnerinnen: Annekathrin Bürger und Prof. Dr. Oksana Bulgakowa (Filmhistorikerin)
Moderation: Paul Werner Wagner

Regie: Lew Arnstam, Heinz Thiel, Anatoli Golowanow; Drehbuch: Leo Arnstam, Wolfgang Ebeling; Kamera: Alexander Schelenkow, Jolanda Tschen; Musik: Dmitri Schostakowitsch; Darsteller: Annekathrin Bürger, Hans-Dieter Knaup,
Wsewolod Safanow, Wsewolod Sanajew, Marga Legal, Wilhelm Koch-Hooge, Barbara Dittus, Raimund Schelcher, Ruth Kommerell

Dresden am 8. Mai. In der zerstörten Stadt wird der Maler Paul Naumann von sowjetischen Soldaten aufgefordert, sie zur Gemäldegalerie zu bringen. Hauptmann Leonow hat den Auftrag, die weltberühmten Kunstwerke zu retten. Paul kann angesichts des Zusammenbruchs keinen Elan aufbringen, ebenso wenig die zwischen den Trümmern sitzende Museumsangestellte Luise Rank. Der Einsatz der Soldaten aber aktiviert die beiden, sich an der Suche nach den ausgelagerten Gemälden zu beteiligen. In einem Bergschacht finden sie die Kunstschätze, doch der Zugang ist vermint. Ein Soldat verliert bei der Bergung sein Leben. Spezialisten aus der Sowjetunion beginnen mit der Restauration. Und als Paul seine längst tot geglaubte Freundin Katrin, die in einem KZ war, wiederfindet, wird auch für ihn das Ende zu einem neuen Anfang.

Es war die erste filmische Zusammenarbeit zwischen der DDR und der Sowjetunion. Der sowjetische Regisseur Lew Arnstam hatte 1932 bei seinem Film „Der Gegenplan“ mit Dmitri Schostakowitsch erfolgreich zusammengearbeitet. Nun bat er ihn fast vierzig Jahre später um seine Mitwirkung bei „Fünf Tage – Fünf Nächte“. Um ihn für die Filmmusik zu inspirieren, lud er den Komponisten in die Sächsische Schweiz und nach Dresden ein. Hier schrieb Schostakowitsch sein berühmtes 8. Streichquartett op. 110, aus dem wesentliche Motive in die Filmmusik eingingen.

Programm-Flyer zum Download >>

Eine Veranstaltung von nd, Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Kino TONI und Berliner Film- und Fernsehverband mit freundlicher Unterstützung von Kulturforum der  Rosa-Luxemburg-Stiftung und DEFA-Stiftung.  

Die Film-Gesprächsabende finden in der Regel jeden letzten Mittwoch im Monat um 18:00 Uhr im Kino Toni statt. Kurator und Moderator der Filmreihe ist Paul Werner Wagner.

Eintritt: 9 €, ermäßigt: 7 €  | Kartenvorbestellungen: (030) 92 79 12 00

Logos nd-Filmclub