Veranstaltungen

Veranstaltungen der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Unsere Veranstaltungen und Lesungen finden in den Monaten Mai bis September bei schönem Wetter im wunderschönen Garten des Hauses Alter Kiefernweg 5 in Lehnitz statt, ansonsten in der  Bibliothek des Wohnhauses von Else und Friedrich Wolf.

Wichtiger Hinweis: Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um Voranmeldung zu unseren Veranstaltungen.

Bitte melden Sie sich unter der folgenden E-Mail-Adresse an:
kontakt@friedrichwolf.de

 Bitte geben Sie dabei den Namen der Veranstaltung und die Anzahl der Personen an.

Andere
Musikalische Lesung
23.05. Samstag | 17:00
Garten und Bühne des Friedrich-Wolf-Literaturhauses
Alter Kiefernweg 5
16565
03301524480
Ein Nachmittag der besonderen Art

Oper. Mord und Totschlag

Klaus Lederer & die Staatsstreicher

Freunde des musikalischen Kabaretts, Wagnerianer und Liebhaber der 20er-Jahre-Schlager – aufgepasst! Zu erleben sind an diesem Abend auf unterhaltungsmusikalische Abwege geratene Opernkurzfassungen. Sie werden mit den augenzwinkernden juristischen Erörterungen der Straftatbestände der Ring-Charaktere kombiniert. Von Ehebruch, Verschleppung, Blutschande, Tierquälerei und Brandstiftung bis hin zu Mord und Totschlag leisten sich Götter, Menschen, Zwerge und Riesen Rechtsbrüche in „einem Maße, das die trübsten Befürchtungen weit übersteigt“. Da hat der juristisch promovierte Kulturpolitiker Klaus Lederer einiges anzumerken. Während sich die „Staatsstreicher“ an eine radikal-inhaltliche sowie musikalisch-parodistische Neubewertungen bekannter Opernszenen wagen.

Termin:  Samstag, 23. Mai 2026, 17 Uhr

Ort: Wolf-Bühne im Garten des Friedrich-Wolf-Literaturhauses  in Lehnitz

Alter Kiefernweg 5 in Lehnitz, 16515 Oranienburg

Einlass ab 16:30 Uhr               Eintritt  20 € (Tickets direkt vor Ort an der Kasse)

Wir bitten um Voranmeldung per Mail an  kontakt@friedrichwolf.de 

Gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

© B. Gluecksmann
Gedenkveranstaltung zum 97. Geburtstag von Anne Frank
05.06. Freitag | 18:00
Friedrich-Wolf-Literaturhaus
Alter Kiefernweg 5
16565 Oranienburg (Lehnitz)
03301-524480
Am 12. Juni wäre ihr 97. Geburtstag

Gedenken an Anne Frank

Dieses Jahr ist das Thema "Geflüchtete"

Zum vierten Mal veranstalten das Friedrich-Wolf-Literaturhaus und Die Linke Oranienburg ein Programm zum Anne-Frank-Gedenktag gemeinsam. Dessen Schwerpunkt liegt auf dem 12. Juni, Anne Franks Geburtstag. Bereits eine Woche vorher, am 5. Juni, gibt es in Lehnitz eine musikalisch begleitete Lesung aus unterschiedlichen Texten. Der Abend im Friedrich-Wolf-Literaturhaus stellt die Themen Flucht und Verfolgung in den Vordergrund, die im Zweiten Weltkrieg Millionen Menschen betrafen und angesichts der Kriege und Vertreibungen unserer Zeit aktuell geblieben simd. Lesung und Musik laden dazu ein, über Menschlichkeit, Schutz und Solidarität in einer Welt nachzudenken, in der viele noch immer gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen.

Der bundesweite Anne-Frank-Gedenktag ist der Erinnerung an die Autorin des weltberühmten Tagebuchs gewidmet, die 1945 im Alter von 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb. Der Tag ruft dazu auf, sich anhand Anne Franks Geschichte mit dem Nationalsozialismus und mit Antisemitismus und Rassismus in der Gegenwart zu befassen. Das übergeordnete Thema für 2026 lautet „Geschichte erzählen“. Es werden verschiedene Gäste Texte zum Thema lesen. 

Der Eintritt ist frei. Spenden für das Friedrich-Wolf-Literaturhaus sind willkommen.

Um einen Überblick zu haben, wie viele Personen kommen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich anmelden würden unter:

kontakt@friedrichwolf.de

© Anne Frank Zentrum, Foto: Gregor Zielke
Ausstellung bei Wolfs
06.06. Samstag | 15:00
Friedrich-Wolf-Literaturhaus
Alter Kiefernweg 5
16565 Oranienburg (Lehnitz)
03301-524480
Verníssage

Ausstellung „Tiere sehen“

Illustrationen und Grafiken von Johannes K. G. Niedlich
mit einer Einführung von Dieter Bräkow

Der 2014 mit nur 65 Jahren gestorbene Brandenburger Künstler Johannes Karl Gotthard Niedlich illustrierte und gestaltete zahlreiche Bücher, unter anderem Friedrich Wolfs „Märchen und Tiergeschichten für große und kleine Kinder“. Auch freie Grafiken hat er hinterlassen. Mit feinsten Strichen ließ Niedlich eine Tierwelt entstehen, die Charakter zeigt: blasierte Frösche, tiefgründige Pumas, Fliegenschönheiten, elegante Gazellen und eine Kuh zum Verlieben. Diese und andere gemeinsam mit Angela Niedlich ausgewählte Werke ihres Mannes werden vom 6. Juni an für drei Monate im Ausstellungsraum des Friedrich-Wolf-Literaturhauses zu sehen sein.

Zur Vernissage am Nachmittag des 6. Juni führt der Niedlich-Experte Dieter Bräkow in die Ausstellung ein. Der Eintritt ist frei.

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Frühlingsfest der Friedrich-Wolf-Gesellschaft 2026
13.06. Samstag | 15:00
Garten und Bühne des Friedrich-Wolf-Literaturhauses
Alter Kiefernweg 5
16565
03301524480
Der Höhepunkt des Jahres:

Das Frühlingsfest der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Lesung, Diskussion und Musik
Martin Sonneborn / Tobias Morgenstern (Trio)

Martin Sonneborn: "Krawall und Satire"

Für seine TITANIC-Aktionen bejubelte ihn der Stern als „Krawallsatiriker mit Profilneurose“, für „Heimatkunde“ lobte ihn der Berliner Kurier: „Üble Ossi-Hetze! Wie kann ein Mensch die Ossis nur so hassen?!“
Nach seinen Kurzreportagen für die ZDF-„Heute Show“ trat der Geschäftsführer des größten deutschen Pharma-Verbandes zurück und das chinesische Außenministerium verlangte Sonneborns Hinrichtung.

Ein Nachmittag mit Martin Sonneborn ist ein ganz unaufgeregtes Multimediaspektakel mit lustigen Filmen und brutaler politischer Agitation zugunsten der PARTEI, die in Deutschland immer noch unbemerkt nach der Macht greift.

Martin Sonneborn, Mitherausgeber von Titanic, geboren 1965 in Göttingen. Studium der Publizistik, Germanistik und Politikwissenschaften in Münster, Wien und Berlin; Magisterarbeit über die absolute Wirkungslosigkeit moderner Satire. Hält es für witzig, trotz seinerzeit schlüssiger wissenschaftlicher Argumentation heute im EU-Parlament zu sitzen.

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Trio Tobias Morgenstern: „Vom Tango zum Jazz und zurück“ 

Der hölzerne Corpus des Kontrabasses schwingt und Geräusche dringen aus seinem Inneren ... atmosphärische Klänge ... schließlich die ersten Töne von Akkordeon und Gitarre. Nach und nach fügt sich ein komplexes Klangmuster zusammen, man hört Phrasen aus Tango und Jazz, Melodien von Songs und Standards, Samba und Swing.

​Die Künstler spielen mit Leidenschaft und Perfektion traditionelle und neue Tangos, Stücke aus dem Repertoire von L'art de passage und eigene Kompositionen.

Tobias Morgenstern (mit dem Akkordeon - dem Instrument des Jahres 2026) ist einer der besten und gefragtesten Musiker unseres Landes. Begleitet wird er von zwei Kollegen (mit Kontrabass und Gtarre). 

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Wie jedes Jahr werden natürlich auch Getränke und etwas zu essen im Angebot sein.

Der Eintritt beträgt 25 Euro. Tickets an der Kasse am Einlass (Bar- und Kartenzahlung möglich)

Wir erwarten Sie ab 14 Uhr. Bringen Sie gutes Wetter und beste Laune mit.

Anmeldung an: kontakt@friedrichwolf.de

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Theater auf der Wolf-Bühne
05.07. Sonntag | 18:00
Garten und Bühne des Friedrich-Wolf-Literaturhauses
Alter Kiefernweg 5
16565
03301524480
Zeitgenössische Neubearbeitung des Dramas zum Paragraphen § 218 aus dem Jahr 1929

Cyankali

Drama von Friedrich Wolf
Anna Stiede und die Panzerkreuzer "Rotkäppchen"

Mit seinem Drama Cyankali stieß Friedrich Wolf 1929 eine aufsehenerregende Debatte um den Abtreibungsparagraphen 218 an. Anna Stiede performte Cyankali zuletzt in einer kraftvollen Neubearbeitung auf Berliner Bühnen – wild, präzise, zeitlos. Nun wird sie auch in Lehnitz zu sehen sein.

Das Stück zieht eine eindringliche Linie von den Kämpfen arbeitender Frauen in der Weimarer Republik bis in unsere Gegenwart und beleuchtet, wie das Recht auf Schwangerschaftsabbruch den Fortschritt politischer Verhältnisse spiegelt. Im Zentrum stehen Erfahrungen von Frauen mit ostdeutschen Biografien – Frauen, die in der DDR unter einer liberaleren Gesetzgebung ein höheres Maß an körperlicher Selbstbestimmung kannten und die mit dem Ende der DDR ein Recht verloren, das für sie selbstverständlich war. Die Inszenierung verwebt historische Dokumente mit Expertinnenwissen und aktuellen Fragestellungen. Sie richtet sich an alle, die verstehen wollen, wie eng persönliche Freiheit und politische Entscheidungen miteinander verknüpft sind.

Produktion von Anna Stiede & Panzerkreuzer Rotkäppchen in Zusammenarbeit mit Katalin Genneburg

Anna Stiede war mit dem freien Berliner Theaterkollektiv Panzerkreuzer Rotkäppchen am 70. Jahrestag des Bestehens des Friedrich-Wolf-Theaters in Eisenhüttenstadt beteiligt. Mit 90 Mitwirkenden stellten sie das Traditionshaus vom Keller bis zum Dachboden und auf dem Theatervorplatz drei Abende lang auf den Kopf. In den Nächten las Stiede Wolf, und Cyankali brachte sie dazu, diesen besonderen Theaterabend im Kollektiv zu entwickeln und auf die Bühne zu bringen.

Eintritt: 20 Euro

Wir bitten um Voranmeldung per Mail an kontakt@friedrichwolf.de 

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Theater auf der Wolf-Bühne
30.08. Sonntag | 17:00
Garten und Bühne des Friedrich-Wolf-Literaturhauses
Alter Kiefernweg 5
16565
03301524480
Großes Theater auf Grundlage von Heinrich Manns Roman

Der Untertan spricht

Konzept/Text/Spiel: Ines Burdow
inszeniert von Anna Tenti

„Meine Pflicht, nein Bestimmung ist es, ein Knöpfchen zu sein. Ein Knopf an der großen Hose des Vaterlandes.“ Diederich Heßling in DER UNTERTAN SPRICHT

Rund ein Monat, bevor der Erste Weltkrieg begann, schloss Heinrich Mann die Arbeiten an seinem Roman „Der Untertan“ ab. An seinem satirischen Bildungsroman mit dem Untertitel „Geschichte der öffentlichen Seele unter Wilhelm II.“ hatte Mann von den ersten Notizen bis zur Erstveröffentlichung rund acht Jahre gefeilt.

Die Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Ines Burdow löst in ihrer Hommage an Heinrich Mann die Hauptfigur des Romans, den Opportunisten Diederich Heßling, aus dem Buch heraus und lässt ihn selbst sprechen – mit sich, dem Kaiser, Gott und der Welt. Er erinnert seinen Weg: Von einer beschaulichen Kleinstadt, wir nennen sie S., im Berliner Umland, schafft er es in die extravagante Hauptstadt und nach dem Studium und dem Tod des Vaters wieder zurück in seine Kleinstadt. In Berlin lernt er in der Burschenschaft, worauf es ankommt: buckeln, treten, Kaisertreue und das Militär – da würde er auch gerne hin, aber der Fuß tut so weh … Zurück in S. übernimmt er erst die Knopffabrik des Vaters, und dann mit Verleumdung, Schmeichelei und Erpressung, die ganze Stadt.

Eine kritische und durchaus humorvolle Auseinandersetzung mit den Mechanismen der Macht und den menschlichen Schwächen, die auch in der heutigen Gesellschaft präsent sind. Schwarzer Humor als Strategie des Widerstands. Lachen als Lebensmittel und gegen eindimensionales Denken.

Eintritt: 20 Euro

Wir bitten um Voranmeldung per Mail an kontakt@friedrichwolf.de

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

 

JO-Print
Konzert
13.09. Sonntag | 15:00
Garten und Bühne des Friedrich-Wolf-Literaturhauses
Alter Kiefernweg 5
16565
03301524480
Wenzel solo

Die Zeit der Irren und Idioten

Lieder und Texte

Immer wieder neu. Immer wieder überraschend. Jedes Konzert ein Abenteuer. Wenzel ist ein Meister der Improvisation. Da tauchen wie aus dem Nichts völlig unbekannte Lieder auf, stellen sich neben längst vergessen geglaubte und spinnen ein neues Netz von Sinn und Unsinn mit den Hits dieses Poeten.

Wenzel, mit allen Wassern der Bühnen gewaschen, mit allem Schweiß orgiastischer Konzerte, bleibt sich erstaunlich treu, in welchem Metier er auch gerade arbeitet. Getragen scheint er von einer unbezwingbaren Gier nach dem Leben, dem Glück und dem Lachen. Er verzaubert seine Hörer mit Gesten, Blicken und dem Klang seiner von Whiskey und Rauch, von Wehmut und Rausch gegerbten Stimme. Akkordeon, Gitarren und Klavier wechseln unter seinen Händen je nach Laune.

Immer ist es der Augenblick, der gefeiert wird, diese unwiederbringlichen Momente eines Lebens, einer Liebe, eines Konzertes. Wenzel schreckt vor nichts zurück. Ihm ist dabei der profane Schlager ebenso von Bedeutung wie das traurige Lied oder das sarkastische Couplet. Seine Zuhörer sind die Könige. Er ist der Narr. Er hält sich selbst den Spiegel vors Gesicht und die Zuschauer erkennen sich wieder. Vielleicht ist das Leben so ein wenig erträglicher.

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.