Veranstaltungen
Die etwas andere Weihnachtslesung
Die etwas andere Weihnachtslesung mit Texten zwischen Klassik und Moderne – märchenhaft, lyrisch, skurril, satirisch, schwarzhumorig.
Thomas Linke liest auch in diesem Jahr seine allseits beliebten Weihnachtsgeschichten – Herzerwärmendes und Katastrophen rund um das Fest der Liebe.
Thomas Linke steht seit mehr als 30 Jahren als Schauspieler auf der Bühne. In dieser Zeit entdeckte er seine Liebe zu Lesungen und den unmittelbaren Kontakt zu seinem Publikum. Es wird besinnlich, liebevoll, bitterböse.
Musikalische Begleitung: Leo von Auer (Klavier) und Arthur Schadt (Gesang)
Wir bitten um Voranmeldung per Mail an: kontakt@friedrichwolf.de
oder über unsere Webseite www.friedrichwolf.de

Genesung
Friedel Walter konnte sein Medizinstudium wegen Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges nicht beenden. In den Wirren der Nachkriegszeit arbeitet er lange unerkannt unter dem Namen des im Krieg gefallenen Dr. Müller als Arzt. Die Sache fliegt auf, als er im Krankenhaus in der Ehefrau seines Patienten Kerster, einem invaliden Antifaschisten, seine Freundin Irene aus Kriegszeiten erkennt. Sie hatte ihn, den damaligen Sanitäter, um Hilfe für den geflüchteten KZ-Häftling Ernst Mehlin gebeten. Walter Friedel stellt sich der Polizei. Für den Staatsanwalt ist es ein klarer Fall von Hochstapelei. Der Ratsvorsitzende ist aber jener Mehlin, dem Walter einmal geholfen hatte. Er sieht in Walter ein Opfer der Zeitläufte. Es ergeht ein mildes Urteil. Walter kann nun endlich sein Medizinstudium beenden.
„Die Harmonie zwischen Spiel, Musik und Fotografie ist beachtlich. Die geschaffenen Typen sind liebenswürdige Menschen, weil sie ehrlich beobachtet und wiedergesehen wurden.“ (Berliner Zeitung)
Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino Toni
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Kaffee Einstein, Rosa-Luxemburg-Gessellschaft, nd-Tageszeitung, DEFA-Stiftung, Berliner Film- und Fernsehverband, Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel, Deutsches Rundfunkarchiv, Akademie der Künste und Bauwert AG

Busch singt (Teil 5): "Ein Toter auf Urlaub"
Für Ernst Busch beginnen die Jahre des Schweigens, als er vor den vorrückenden deutschen Truppen 1940 von Belgien nach Südfrankreich deportiert wird und dort ins Lager kommt. Bei einem Fluchtversuch fasst ihn die Polizei und übergibt ihn der Gestapo. Die weiteren Stationen sind dann das Polizeigefängnis Berlin-Alexanderplatz, die Verurteilung in Moabit, das Zuchthaus Brandenburg und schließlich die Befreiung durch die Rote Armee 1945. Ernst Busch gibt sein erstes Konzert vor den Vertretern der alliierten Siegermächte.
Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino Toni
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Kaffee Einstein, Rosa-Luxemburg-Gessellschaft, nd-Tageszeitung, DEFA-Stiftung, Berliner Film- und Fernsehverband, Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel, Deutsches Rundfunkarchiv, Akademie der Künste und Bauwert AG

Sonnensucher
Der Uranbergbau der Wismut AG führt 1950 die verschiedensten Menschen zueinander, teils sind es zur Arbeit Zwangsverpflichtete, teils Abenteuersuchende. Das Mädchen Lutz, das sich, früh verwaist, in der Nachkriegszeit prostituiert hatte, verliebt sich in den gutherzigen, aber wenig sensiblen Günter. Die Beziehung endet bald mit einer Enttäuschung für sie. Stattdessen werben der Obersteiger Beier und der sowjetische Ingenieur Sergej, dessen Frau im Krieg von Deutschen ermordet wurde, um sie. Die beiden Männer sind Rivalen, müssen sich aber im Interesse der gemeinsamen Aufgabe miteinander arrangieren. Lutz entscheidet sich für Beier, der sie als Frau achtet und ihr Geborgenheit gibt. Doch spürt sie, dass ihre wahre Liebe Sergej gehört
Der beeindruckende Film besticht durch schauspielerisches Können, imposante Bilder aus der Arbeitswelt unter Tage und herrliche Milieustudien der deutschen und russischen Bergleute. Der Film wurde im Juni 1959, einen Tag vor der angekündigten Premiere, durch ein Veto der Sowjetunion verboten, da er das Geheimnis des Uranabbaus verraten könnte. Erst 1972 durfte er einmal im Fernsehen und dann nur noch in Studiokinos der DDR gezeigt werden.
Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino Toni
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Kaffee Einstein, Rosa-Luxemburg-Gessellschaft, nd-Tageszeitung, DEFA-Stiftung, Berliner Film- und Fernsehverband, Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel, Deutsches Rundfunkarchiv, Akademie der Künste und Bauwert AG

"Die Zeit, die bleibt" - ein Film über Konrad Wolf
Der Film folgt den Stationen des Lebensweges von Konrad Wolf (20.10.1925 –7.3.1982): Kindheit in Süddeutschland, Jahre der Emigration in Moskau, Rückkehr nach Deutschland als Offizier der Sowjetarmee, Kulturreferent bei der SMAD Halle-Merseburg, Studium am WGIK, seine Filme und die Zeit als Präsident der Akademie der Künste der DDR. Interessant: das Moskau der 30er Jahre, die ungewöhnliche Sicht auf eine Stadt. Beeindruckend die Tagebuchnotizen Konrad Wolfs von 1943. Emotionen wecken die Aussagen seiner Freunde, George und Victor Fischer, ebenfalls Emigrantenkinder, Kameramann Werner Bergmann, Bildhauer Wieland Förster, Drehbuchautor Angel Wagenstein. So vermittelt der Film Motive einer ungewöhnlichen Biografie in einer bewegenden Zeit. Wie nutzte ein Mensch jene knappen sechs Jahrzehnte seines Lebens? Was davon ist in der Erinnerung seiner Zeitgenossen bewahrt? Was muss von diesem Lebensweg bleiben als Mahnung, Forderung an die Nachgeborenen? Eine filmische Erinnerung an einen bedeutenden Künstler, der viel und den vieles bewegte, Gedenken an einen klugen, sensiblen und verletzlichen Menschen und Dokumentation eines aufregenden Schicksals in unserem Jahrhundert.
Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino Toni
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Kaffee Einstein, Rosa-Luxemburg-Gessellschaft, nd-Tageszeitung, DEFA-Stiftung, Berliner Film- und Fernsehverband, Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel, Deutsches Rundfunkarchiv, Akademie der Künste und Bauwert AG
